
Auf der Bundesstraße 167 bei Neuruppin in Brandenburg beginnen am Montag, 12. Oktober 2026, weitere Sanierungsarbeiten mit erheblichen Verkehrseinschränkungen. Zwischen dem Ortseingang Neuruppin und der Anschlussstelle Neuruppin der Autobahn A24 wird die Straße zunächst nur in einer Richtung befahrbar sein. Vom 19. bis voraussichtlich 24. Oktober ist eine vollständige Sperrung vorgesehen. Auch die Autobahnanbindung und mehrere Buslinien sind betroffen. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat am Donnerstag, 8. Oktober, einen aktualisierten Zeitplan veröffentlicht. Demnach sollen die gesamten Arbeiten bereits Anfang Dezember abgeschlossen sein.
Die Einschränkungen betreffen einen etwa zwei Kilometer langen Abschnitt der B167 zwischen dem Ortseingang Neuruppin und der Autobahnanschlussstelle Neuruppin. Vom 12. bis zum 18. Oktober wird die Bundesstraße dort zur Einbahnstraße. Fahrzeuge können den Baustellenbereich ausschließlich in Richtung A24 passieren. In Richtung Neuruppin ist die Durchfahrt dagegen nicht möglich.
Während dieser ersten Phase werden die Bordanlagen vervollständigt und die bisherige Fahrbahnoberfläche abgefräst. Für den Verkehr nach Neuruppin richtet der Landesbetrieb eine Umleitung über die Kreisstraße K6808 nach Walsleben ein. Von dort führt die Strecke über die K6807 und Kränzlin nach Neuruppin. Die Umleitungsstrecken werden vor Ort ausgeschildert.
Ab Montag, 19. Oktober, soll die B167 im gesamten Baustellenbereich vollständig gesperrt werden. Die Sperrung ist nach dem aktuellen Zeitplan des Landesbetriebs bis einschließlich 24. Oktober vorgesehen. Während dieser Zeit wird eine neue Asphaltdecke eingebaut.
Der Landesbetrieb begründet die Vollsperrung mit dem Ziel, die Arbeiten schneller abzuschließen und die neue Fahrbahn möglichst ohne Fugen herzustellen. Die Umleitungsstrecke über Walsleben und Kränzlin muss dann in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden.
Im Anschluss ist voraussichtlich vom 24. bis 31. Oktober erneut eine Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Die Straße soll dann wieder ausschließlich in Richtung Autobahn befahrbar sein. In dieser Bauphase werden unter anderem die Seitenbereiche und Stützwände fertiggestellt. Ab dem 2. November soll die B167 wieder für beide Fahrtrichtungen freigegeben werden. Eine genaue Uhrzeit für die Wechsel zwischen den einzelnen Verkehrsführungen wurde nicht genannt.
Die Einschränkungen betreffen ebenfalls Autofahrer, die von der Autobahn A24 nach Neuruppin fahren möchten. Vom 12. Oktober bis voraussichtlich 13. November wird dieser Verkehr nach Angaben des Landesbetriebs bereits an der Anschlussstelle Neuruppin Süd abgeleitet. Die reguläre Zufahrt nach Neuruppin über die Anschlussstelle Neuruppin ist in diesem Zeitraum nicht möglich.
Eine weitere Einschränkung folgt im November. Zwischen dem 2. und 30. November wird der Abschnitt der B167 zwischen der A24 und dem Autohof Bechlin halbseitig gesperrt. Dort sind Fräsarbeiten und Asphaltarbeiten vorgesehen. Eine mobile Ampelanlage übernimmt die Verkehrsregelung.
Während dieser Bauphase wird außerdem die Abfahrt Neuruppin von der A24 aus Richtung Berlin gesperrt. Auch hierfür ist die Anschlussstelle Neuruppin Süd als Umleitung vorgesehen. Die Autobahn selbst wird im Zusammenhang mit diesen Arbeiten nicht als vollständig gesperrt angekündigt.
Für Anwohner und Gewerbetreibende gelten während der verschiedenen Bauphasen gesonderte Zufahrtsregelungen. Solange die Einbahnstraße eingerichtet ist, können Anlieger ihre Grundstücke über die freigegebene Fahrtrichtung beziehungsweise über die ausgeschilderten Umleitungen erreichen.
Während der vollständigen Sperrung erfolgt die Zufahrt nach Angaben des Landesbetriebs ausschließlich über die Bechliner Dorfstraße, die Straße Frisörstege und den Wendehammer der Dekra. Anlieger im Bereich Bechliner Mühle sollen über die Einschränkungen gesondert informiert werden.
Der Autohof Bechlin bleibt grundsätzlich erreichbar. Während der Vollsperrung ist die Zufahrt allerdings nur von der A24 über die Autobahnausfahrt möglich. Die Verkehrsführung wurde nach Angaben der Straßenbaubehörde vorab mit den betroffenen Gewerbetreibenden abgestimmt.
Die Bauarbeiten auf der B167 bei Neuruppin haben auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach einer Mitteilung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin vom 7. Oktober müssen Fahrgäste der Buslinien 704, 711 und 759 vom 12. Oktober bis voraussichtlich 2. November mit erheblichen Fahrplanänderungen rechnen.
In Richtung Neuruppin fahren die betroffenen Busse von Dabergotz über Werder und Kränzlin. Der Ort Bechlin kann dabei nicht bei jeder Fahrt bedient werden. Die PlusBus-Linie 711 beginnt und endet zeitweise an der Haltestelle REIZ. Dort bestehen Umsteigemöglichkeiten zur Linie 770.
Für die Vollsperrung nennt der Landkreis noch den Zeitraum vom 19. bis 25. Oktober. Der aktuellere Straßenbauplan vom 8. Oktober sieht dagegen eine Sperrung bis zum 24. Oktober vor. Während der Vollsperrung sollen die Busse in beiden Richtungen über Kränzlin und Werder fahren.
Ab dem 26. Oktober sollen wieder einzelne Fahrten der Linie 711 im Früh- und Spätverkehr bis zum Rheinsberger Tor möglich sein. Die Verkehrsgesellschaft ORP weist darauf hin, dass die Fahrpläne an den Haltestellen wegen der häufigen Änderungen nicht laufend aktualisiert werden. Fahrgäste können sich über die ORP, die VBB-Fahrinfo oder die Servicenummer 03391 400618 informieren.
Für den Bahnverkehr selbst wurden im Zusammenhang mit der B167-Sanierung keine konkreten Zugausfälle angekündigt.
Die Erneuerung der Bundesstraße begann bereits Ende Juli 2026. Ursprünglich war vorgesehen, die Gesamtmaßnahme erst im Frühjahr 2027 abzuschließen. Nach dem aktualisierten Zeitplan vom 8. Oktober soll die Fertigstellung nun bereits Anfang Dezember erfolgen.
Neben der neuen Fahrbahndecke werden der Geh- und Radweg sowie die angrenzenden Anlagen erneuert. Auf Teilen der Strecke wurde der Radweg bereits saniert und auf eine Breite von 2,50 Metern ausgebaut. Hinzu kommen Arbeiten an Entwässerungseinrichtungen, Grundstückszufahrten und der Straßenausstattung.
Der Geh- und Radweg soll ab dem 12. Oktober trotz einzelner punktueller Einschränkungen wieder vollständig genutzt werden können. Für den Autoverkehr bleiben die Einschränkungen dagegen voraussichtlich bis Ende November bestehen. Der Landesbetrieb bittet alle Verkehrsteilnehmer, die ausgeschilderten Umleitungen und die wechselnde Verkehrsführung zu beachten.
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