Großbrand am Energiecampus in Goslar: Millionenschaden nach Lkw-Feuer

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Ein brennender Lastwagen hat am Donnerstag, 8. Oktober 2026, in Goslar einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Flammen breiteten sich auf ein angrenzendes Lagergebäude aus. Rund 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz, umliegende Betriebe mussten vorsorglich geräumt werden. Wegen der erheblichen Rauchentwicklung wurde zeitweise eine Warnung für die Bevölkerung herausgegeben. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten. Der Sachschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Die Ursache für den Brand in Goslar ist bislang nicht geklärt. Am Abend dauerten die Nachlöscharbeiten noch an.

Anzeige

Lkw gerät gegen 12.30 Uhr in Goslar in Brand

Der Einsatz begann am Donnerstagmittag im Goslarer Siemensviertel. Gegen 12.30 Uhr wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu einem brennenden Lastwagen in der Straße Am Stollen alarmiert. Der Brand entwickelte sich rasch zu einem größeren Feuerwehreinsatz, nachdem die Flammen auf ein unmittelbar benachbartes Lagergebäude übergegriffen hatten.

Der Brandort liegt im Bereich des Energiecampus Goslar. Die örtliche Goslarsche Zeitung berichtete ebenfalls über das Feuer auf dem Campusgelände und die Ausbreitung auf ein Gebäude. Damit beschränkte sich der Einsatz nicht auf den ursprünglichen Fahrzeugbrand. Auch die angrenzende Bebauung war betroffen. Weitere Einzelheiten zum genauen Ausmaß der Gebäudeschäden wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Mehrere Verpuffungen und rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz

Nach Angaben des NDR vom Donnerstagnachmittag hatte der Lastwagen ersten Erkenntnissen zufolge Sanitärartikel oder Drogerieprodukte geladen. Im Zusammenhang mit der Ladung soll es zu mehreren Verpuffungen gekommen sein. Welche Stoffe sich tatsächlich im Fahrzeug befanden und welche Rolle sie bei der Entwicklung des Feuers spielten, war zunächst nicht abschließend geklärt.

Anzeige

Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Der NDR berichtete am Nachmittag zunächst von mehr als 100 Feuerwehrleuten. Nach späteren Angaben der Deutschen Presse-Agentur waren insgesamt rund 250 Feuerwehrkräfte beteiligt.

Am Abend liefen weiterhin Nachlöscharbeiten. Wie lange diese dauern würden, war noch offen.

Kindergarten und Betriebe wegen Rauchentwicklung evakuiert

Die starke Rauchentwicklung führte auch außerhalb des unmittelbaren Brandortes zu Sicherheitsmaßnahmen. Die Polizei räumte umliegende Betriebe und sperrte den betroffenen Bereich großräumig ab. Außerdem wurde nach Informationen des NDR vorsorglich ein Kindergarten in der Nähe evakuiert.

Die Maßnahmen sollten verhindern, dass sich Menschen während des laufenden Brandes unnötig im unmittelbaren Gefahrenbereich aufhielten. Betroffen waren damit nicht nur die Gebäude direkt am Feuer, sondern auch Einrichtungen und Unternehmen in der Umgebung.

Wie viele Beschäftigte und weitere Personen ihre Gebäude verlassen mussten, wurde zunächst nicht beziffert. Ebenso gab es zunächst keine gesicherten Angaben dazu, wann sämtliche geräumten Einrichtungen wieder regulär genutzt werden konnten.

Rauchwarnung für Goslar um 15.43 Uhr aufgehoben

Die Integrierte Leitstelle des Landkreises Goslar hatte um 13.25 Uhr eine Bevölkerungswarnung wegen des Großbrandes im Siemensviertel herausgegeben. Die Warnung wurde unter anderem über die Warn-App NINA verbreitet. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und das betroffene Gebiet möglichst zu meiden.

Bereits um 15.43 Uhr erfolgte die offizielle Entwarnung. Die entsprechende Mitteilung wurde über das Modulare Warnsystem des Bundes verbreitet. Nach späteren Angaben der dpa bestand keine zusätzliche Gefährdungslage für die Bevölkerung.

Die Aufhebung der Rauchwarnung bedeutete allerdings nicht, dass der Feuerwehreinsatz bereits abgeschlossen war. Die Nachlöscharbeiten gingen am Abend weiter.

Straßen am Energiecampus zeitweise gesperrt

Durch den umfangreichen Einsatz kam es auch zu erheblichen Verkehrseinschränkungen im Bereich des Siemensviertels. Die Polizei sperrte den Einsatzort und angrenzende Bereiche großräumig ab, um die Löscharbeiten und die weiteren Maßnahmen der Einsatzkräfte zu ermöglichen.

Verkehrsmeldungen vom Donnerstagnachmittag führten unter anderem Einschränkungen auf der Straße Am Stollen zwischen dem Ortseingang und der Bundesstraße 241 am Zwingerwall auf. Auch die Wallstraße zwischen Am Stollen und Bergdorfstraße war demnach in beiden Fahrtrichtungen für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Meldungen waren um 15.37 Uhr veröffentlicht worden. Ein behördlich bestätigter Zeitpunkt für die vollständige Freigabe sämtlicher betroffener Straßen lag zunächst nicht vor.

Forschungsstandort der TU Clausthal liegt im Brandbereich

Der Energiecampus Goslar ist ein Standort für wissenschaftliche Einrichtungen und technologieorientierte Unternehmen. Auf dem ehemaligen Kasernengelände befinden sich unter anderem das Forschungszentrum Energiespeichertechnologien der Technischen Universität Clausthal sowie Einrichtungen des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts.

Der Standort beschäftigt sich unter anderem mit der Erforschung von Energiespeichern, Batterietechnologien und digitalen Technologien. Auch ein Batterie- und Sensoriktestzentrum gehört zum Campus.

Der NDR hatte am Donnerstagnachmittag von einem betroffenen Gebäude eines Forschungszentrums gesprochen. Die spätere Polizeimeldung bezeichnete das vom Brand erfasste Gebäude als Lagergebäude. Welche Nutzung der beschädigte Gebäudeteil konkret hatte und ob Forschungsgeräte oder wissenschaftliche Einrichtungen unmittelbar beschädigt wurden, blieb zunächst offen.

Polizei untersucht Ursache des Lkw-Brandes

Die Polizei Goslar hat Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen. Wo genau der Brand am Lastwagen entstand und wodurch er ausgelöst wurde, war zunächst nicht bekannt. Auch zu möglichen technischen Ursachen oder anderen Auslösern gab es keine gesicherten Angaben.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wurde niemand verletzt. Diese Einschätzung bestätigte die Polizei am späten Donnerstagnachmittag. Der materielle Schaden fällt dagegen erheblich aus. Polizei und Feuerwehr gehen nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur von einem Schaden in Höhe von ungefähr einer Million Euro aus.

Bei dieser Summe handelt es sich um eine erste Schätzung. Eine abschließende Schadensbilanz wurde noch nicht veröffentlicht. Während die Ermittlungen zur Brandursache weiterliefen, konzentrierten sich die Einsatzkräfte am Abend auf die verbliebenen Löscharbeiten.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu