
Auf der B 36 im Landkreis Rastatt müssen Autofahrer weiterhin Umleitungen nutzen. Seit Montag, 12. Oktober 2026, wird die Bundesstraße zwischen Bietigheim und Durmersheim saniert. Der erste Bauabschnitt ist vollständig gesperrt. Insgesamt sollen die Arbeiten an der rund 4,9 Kilometer langen Strecke voraussichtlich acht Wochen dauern. Die B36 bei Durmersheim ist damit auch am Dienstag, 20. Oktober, von erheblichen Verkehrseinschränkungen betroffen. Während einige Anschlussstellen weiterhin genutzt werden können, ist eine direkte Durchfahrt im gesperrten Abschnitt nicht möglich.
Die Fahrbahnsanierung erstreckt sich insgesamt von der Anschlussstelle Bietigheim-Nord bis zum Anschluss Durmersheim-Nord an der Einmündung der Kreisstraße K 3723. Die Arbeiten werden im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe durchgeführt und sind in vier Bauabschnitte aufgeteilt. Damit soll verhindert werden, dass die gesamte Sanierungsstrecke gleichzeitig gesperrt werden muss.
Im ersten Bauabschnitt ist die B 36 zwischen den Anschlussstellen Bietigheim-Nord und Durmersheim-Mitte in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr kann diesen Streckenabschnitt weder in Richtung Karlsruhe noch in Richtung Rastatt passieren. Die Anschlussstellen an den Endpunkten der Sperrung bleiben jedoch teilweise nutzbar.
Für die erste Bauphase nennt das Regierungspräsidium eine Dauer von ungefähr zwei Wochen. Eine auf Daten der baden-württembergischen Straßenverkehrszentrale gestützte Verkehrsmeldung vom 12. Oktober nennt für den südlichen Sperrabschnitt ein Zeitfenster vom 12. Oktober, 6 Uhr, bis zum 25. Oktober, 17 Uhr. Auch der ADAC führt für den Abschnitt zwischen Bietigheim und Durmersheim-Süd eine Sperrung bis zum 25. Oktober um 17 Uhr. Das Regierungspräsidium selbst hat für den vollständigen ersten Bauabschnitt keinen verbindlichen Freigabezeitpunkt mit Uhrzeit veröffentlicht.
Trotz der Vollsperrung können Autofahrer bestimmte Verbindungen an den betroffenen Anschlussstellen weiterhin nutzen. An der Anschlussstelle Durmersheim-Mitte bleibt die Auffahrt auf die B 36 in nördlicher Richtung nach Karlsruhe geöffnet. Auch die Abfahrt für Fahrzeuge, die aus Richtung Karlsruhe kommen, ist weiterhin möglich.
An der Anschlussstelle Bietigheim-Nord gilt eine entsprechende Regelung für den Verkehr in südlicher Richtung. Dort können Autofahrer weiterhin auf die B 36 in Richtung Rastatt auffahren. Fahrzeuge, die aus Richtung Süden kommen, können die Bundesstraße außerdem an dieser Anschlussstelle verlassen. Die jeweils anderen Verkehrsbeziehungen über den gesperrten Abschnitt stehen nicht zur Verfügung.
Für den regionalen Verkehr zwischen Rastatt, Bietigheim, Durmersheim und den angrenzenden Gemeinden bleiben somit einzelne Zufahrtsmöglichkeiten erhalten. Die B 36 kann allerdings nicht durchgehend genutzt werden. Welche Strecke für eine Fahrt infrage kommt, hängt deshalb davon ab, aus welcher Richtung Autofahrer kommen und welches Ziel sie erreichen möchten.
Für den überregionalen Durchgangsverkehr zwischen Rastatt und Karlsruhe hat das Regierungspräsidium eine großräumige Umleitung vorgesehen. Fahrzeuge aus Richtung Rastatt werden über die B 3 in Richtung Neumalsch und Ettlingen geführt. Anschließend verläuft die ausgeschilderte Strecke über die L 605 in Richtung Rheinhafen. In der Gegenrichtung erfolgt die Umleitung von Karlsruhe über die L 605 und die B 3 durch den Raum Ettlingen und Neumalsch weiter in Richtung Rastatt.
Für den regionalen Verkehr besteht eine weitere Verbindung. Autofahrer, die von Rastatt in nördlicher Richtung unterwegs sind, verlassen die B 36 an der Anschlussstelle Bietigheim-Nord. Von dort führt die Umleitung über die Kreisstraße K 3737 zur B 3 bei Muggensturm. Anschließend geht es über Neumalsch und Ettlingen weiter. Im Bereich Rheinstetten-Silberstreifen besteht die Möglichkeit, wieder auf die B 36 aufzufahren. Diese Verkehrsführung gilt nach Angaben der Behörde auch in der Gegenrichtung.
Die Umleitungen werden bereits vor dem gesperrten Bereich angekündigt. Entsprechende Hinweise sind unter anderem im Raum Rastatt und auf der B 10 vorgesehen. Das Regierungspräsidium will damit erreichen, dass insbesondere der überregionale Verkehr rechtzeitig auf die ausgewiesenen Strecken ausweicht. Die Behörde bittet die Verkehrsteilnehmer angesichts der Einschränkungen um Verständnis.
Die Arbeiten zwischen Durmersheim und Bietigheim schließen sich an eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme bei Rheinstetten an. Dort hatte das Regierungspräsidium am 1. Juni 2026 mit der Erneuerung der Bundesstraße begonnen. Bei diesen Arbeiten wurde der Straßenaufbau vollständig erneuert und ein lärmmindernder offenporiger Asphalt eingebaut. Zudem wurde der Kreuzungsbereich Merkurstraße/Bashaide grundhaft saniert. Die Behörde hatte Ende September angekündigt, dass die Bauarbeiten bei Rheinstetten kurz vor ihrem Abschluss stünden.
Auf dem südlich anschließenden Abschnitt zwischen Durmersheim und Bietigheim steht nun die Erneuerung der Fahrbahndecke im Mittelpunkt. Nach der ursprünglichen Projektankündigung gehören außerdem die Rampen an den Anschlussstellen Durmersheim-Süd und Durmersheim-Mitte zur Sanierungsmaßnahme. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite ist während der Arbeiten eine vollständige Sperrung der jeweils betroffenen Strecke erforderlich. Eine Verkehrsführung durch den Baustellenbereich ist nicht vorgesehen.
Nach der aktuellen Planung soll die Baustelle Ende Oktober weiter nach Norden verlagert werden. Der zweite Bauabschnitt liegt zwischen den Anschlussstellen Durmersheim-Mitte und Durmersheim-Nord. Auch dort ist eine Vollsperrung der B 36 vorgesehen. Die konkrete Verkehrsführung und der genaue Termin für die Umstellung sollen vor Beginn dieser Bauphase bekannt gegeben werden.
Für die gesamte Fahrbahndeckenerneuerung veranschlagt das Regierungspräsidium Karlsruhe eine Bauzeit von voraussichtlich acht Wochen. Ein verbindliches Datum für die vollständige Wiederfreigabe der gesamten Sanierungsstrecke wurde bislang nicht genannt. Da die Asphaltarbeiten stark von der Witterung abhängen, weist die Behörde ausdrücklich darauf hin, dass es zu Verschiebungen im Bauablauf kommen kann. Aktuelle Verkehrsinformationen und Hinweise zu den nächsten Bauphasen stellt das Land Baden-Württemberg über VerkehrsInfo BW bereit.
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