B472 bei Waakirchen bleibt deutlich länger gesperrt als geplant

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Symbolfoto

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Die Vollsperrung der B472 bei Waakirchen im oberbayerischen Landkreis Miesbach verlängert sich um mehrere Wochen. Eigentlich sollte die Bundesstraße bereits am 16. Oktober 2026 wieder freigegeben werden. Nun rechnet das Staatliche Bauamt Rosenheim erst Ende November mit dem Abschluss der Bauarbeiten. Ursache sind unerwartet entdeckte Teerrückstände im Erdreich, die den Abtransport und die Entsorgung des Materials erschweren.

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Vollsperrung der B472 bis Ende November verlängert

Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Kammerloh an der Einmündung der Kreisstraße MB6 und dem östlichen Ortseingang von Waakirchen. Die Vollsperrung der B472 bei Waakirchen besteht bereits seit Montag, 6. Juli 2026. Die vorbereitenden Arbeiten hatten schon im Mai begonnen. Ursprünglich sollte die Baumaßnahme am Freitag, 16. Oktober, abgeschlossen sein.

Diesen Termin konnte die beauftragte Baufirma nicht einhalten. Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim vom Dienstag, 20. Oktober, verzögert sich die Fertigstellung um mehrere Wochen. Als neuer Zielzeitraum wird Ende November genannt. Ein konkreter Tag für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Die Bundesstraße muss nach Angaben der Behörde bis zum Abschluss der Arbeiten vollständig gesperrt bleiben.

Die Verlängerung betrifft damit eine wichtige Straßenverbindung im Landkreis Miesbach, die auch für den überörtlichen Verkehr von Bedeutung ist. Die bereits eingerichtete Umleitung bleibt weiterhin bestehen. Autofahrer müssen sich deshalb über den ursprünglich vorgesehenen Fertigstellungstermin hinaus auf die Sperrung einstellen.

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Teerrückstände im Boden verzögern die Bauarbeiten

Auslöser der Verzögerung sind unerwartete Teerrückstände, die bei Untersuchungen des ausgehobenen Materials festgestellt wurden. Wie das Staatliche Bauamt Rosenheim erläutert, zeigten sich die Rückstände in mehreren untersuchten Materialhaufen. Ein zuvor erstelltes Bodengutachten hatte keine entsprechenden Hinweise ergeben.

Das betroffene Erdmaterial kann deshalb nicht wie ursprünglich vorgesehen zur Anpassung des Geländes verwendet werden. Stattdessen muss es fachgerecht entsorgt werden. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Aufwand, der im bisherigen Bauablauf nicht eingeplant war. Insbesondere der Abtransport des Materials erwies sich als Problem.

Die Zwischenlager auf der Baustelle waren nach Behördenangaben nicht darauf ausgelegt, Boden in diesem Umfang auszutauschen. Das belastete Material konnte deshalb nicht schnell genug abgefahren werden. Die daraus entstandenen Verzögerungen wirkten sich unmittelbar auf den Fortgang der Straßenbauarbeiten aus. Die beauftragte Firma geht infolgedessen von mehreren zusätzlichen Wochen Bauzeit aus.

Ausbau soll gefährliche Engstelle beseitigen

Die Bauarbeiten verfolgen ein langfristiges Ziel: Der bislang schmale Straßenabschnitt soll sicherer werden. Das Staatliche Bauamt Rosenheim bezeichnet die Strecke als Unfallschwerpunkt. Bis zum Beginn des Ausbaus fehlten dort teilweise ausreichend breite Fahrbahnbereiche und befestigte Seitenstreifen. Die Bundesstraße wird deshalb auf eine Breite von 7,50 Metern ausgebaut und mit Banketten versehen. Südlich der Fahrbahn entsteht zusätzlich ein neuer Geh- und Radweg.

Weitere Verbesserungen sind im Bereich der Einmündung Glückaufstraße vorgesehen. Dort sollen eine Linksabbiegespur und eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Auch ein lärmmindernder Fahrbahnbelag gehört zu den genehmigten Maßnahmen. Vor und hinter dem eigentlichen Ausbauabschnitt wird die vorhandene Asphaltdeckschicht erneuert. Damit geht das Projekt über eine gewöhnliche Fahrbahnsanierung hinaus.

Die rechtliche Grundlage für den Ausbau wurde bereits im Februar 2024 geschaffen. Damals genehmigte die Regierung von Oberbayern das Vorhaben durch einen Planfeststellungsbeschluss. Zuvor hatte vor allem der fehlende Platz die Umsetzung erschwert. Nach Angaben des Staatlichen Bauamts belaufen sich die Gesamtkosten der 2026 begonnenen Baumaßnahme auf rund 2,5 Millionen Euro. Die Finanzierung übernimmt der Bund.

Umleitung über Hauserdörfl und Kammerloh bleibt bestehen

Wegen der verlängerten Sperrung müssen Verkehrsteilnehmer weiterhin die ausgeschilderte Umleitungsstrecke nutzen. Sie führt nach Angaben des Staatlichen Bauamts Rosenheim in beiden Fahrtrichtungen über Hauserdörfl, die Staatsstraße 2365 und die Kreisstraße MB6 über Kammerloh. An dieser Verkehrsführung ändert sich durch die Verlängerung der Bauzeit zunächst nichts.

Die Behörde weist ausdrücklich auf die Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten hin und bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Konkrete Angaben zu zusätzlichen Staus, verlängerten Fahrzeiten oder einer Veränderung der Umleitungsstrecke wurden in der Mitteilung vom 20. Oktober nicht gemacht. Auch zu möglichen Änderungen einzelner RVO- oder MVV-Busverbindungen aufgrund der verlängerten Vollsperrung lagen zunächst keine bestätigten Einzelheiten vor.

Freigabe der B472 weiterhin vom Baufortschritt abhängig

Mit der neuen Fertigstellungsprognose verschiebt sich das Ende der seit Juli bestehenden Verkehrsbeeinträchtigungen deutlich. Während ursprünglich eine Sperrung von gut drei Monaten vorgesehen war, könnte die Bauzeit nun bis in die letzten Novembertage reichen. Die Schwierigkeiten bei der Entsorgung des belasteten Bodens haben den ursprünglichen Zeitplan verändert.

Einen verbindlichen Freigabetag hat das Staatliche Bauamt Rosenheim bislang nicht genannt. Maßgeblich bleibt der Abschluss der Bauarbeiten. Bis dahin muss die Vollsperrung zwischen Waakirchen und dem Kreisverkehr Kammerloh nach der aktuellen Ankündigung bestehen bleiben.

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