Drei Familienmitglieder sterben bei Badeunglück in Südengland

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Bei einem Badeunglück vor der englischen Küste sind drei Mitglieder einer Familie ums Leben gekommen. Ein jüngeres Mädchen aus derselben Familie wurde ebenfalls aus dem Wasser gerettet und befand sich am Mittwoch, 19. August 2026, weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich am Dienstag vor Shoreham-by-Sea in der südenglischen Grafschaft West Sussex. Die genauen Umstände werden weiter untersucht.

Anzeige

Vier Familienmitglieder gerieten vor Shoreham in Schwierigkeiten

Der Notruf ging nach Angaben der Polizei am Dienstag gegen 14.40 Uhr ein. Gemeldet wurden vier Menschen, die sich im Wasser nahe Shoreham Fort in Schwierigkeiten befanden. Einsatzkräfte der Polizei unterstützten die britische Küstenwache und die Seenotrettungsorganisation RNLI. Alle vier Personen wurden schließlich an Land gebracht. Für einen Mann, eine Frau und ein jugendliches Mädchen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie wurden noch am Einsatzort für tot erklärt. Das jüngere Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei bestätigte am Mittwoch, dass alle vier Personen zu derselben Familie gehören. Auf die Veröffentlichung von Namen und weiteren identifizierenden Angaben wird hier verzichtet. Nach Angaben der Ermittler war die Familie aus London nach Shoreham gereist. Sie soll den Strand im Bereich von Shoreham Fort am frühen Dienstagnachmittag betreten und anschließend ins Wasser gegangen sein.

Polizei geht derzeit von einem Unfall aus

Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an. Sussex Police erklärte nach einer ersten Auswertung von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen, die derzeitige Arbeitshypothese sei ein tragischer Unfall ohne Beteiligung Dritter. Eine abschließende Feststellung zur Ursache ist damit nicht verbunden. Der Fall soll auch dem zuständigen Coroner vorgelegt werden, der in England und Wales für die Untersuchung bestimmter Todesfälle zuständig ist.

Anzeige

Offiziell bestätigt ist bislang, dass die vier Familienmitglieder nach Einschätzung der Polizei vom Land aus zum Schwimmen ins Wasser gingen und dort in Schwierigkeiten gerieten. Welche konkreten Bedingungen dazu führten, blieb zunächst offen. Einzelne Aussagen über Strömungen oder andere mögliche Ursachen sind bislang keine abschließend bestätigte Erklärung für das Unglück. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort.

Großer Rettungseinsatz an der Küste von West Sussex

An dem Einsatz waren mehrere Rettungsorganisationen beteiligt. Neben Sussex Police waren His Majesty’s Coastguard, die RNLI und der South East Coast Ambulance Service im Einsatz. Die Rettungsstation Shoreham Harbour verzeichnete für Dienstag einen Einsatz ihrer Seenotretter kurz vor 15 Uhr. Die Küstenwache führte zudem eine umfangreiche Suche auf dem Wasser durch. Anschließend stand fest, dass nicht nach weiteren Menschen gesucht wurde.

Damit konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Versorgung der vier geborgenen Familienmitglieder sowie auf die Klärung des Geschehens. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte starben drei Menschen. Das jüngere Mädchen blieb nach dem jüngsten bestätigten Stand am Mittwochnachmittag in kritischem Zustand. Weitere gesicherte Angaben zu seinem Gesundheitszustand lagen zunächst nicht vor.

Shoreham-by-Sea liegt an der südenglischen Kanalküste

Shoreham-by-Sea liegt in West Sussex zwischen Brighton und Worthing am Ärmelkanal. Der Bereich um Shoreham Fort befindet sich an der Mündung des Flusses Adur und in unmittelbarer Nähe des Hafens von Shoreham. Küstenabschnitte mit Flussmündungen, Gezeiten und wechselnden Strömungsverhältnissen können besondere Anforderungen an Schwimmer stellen. Ob solche Faktoren bei dem aktuellen Unglück eine Rolle spielten, ist bislang jedoch nicht abschließend geklärt.

Die britische Seenotrettungsorganisation RNLI weist grundsätzlich darauf hin, dass sich Bedingungen an Küsten schnell verändern können. Sie empfiehlt Badegästen nach Möglichkeit bewachte Strände und dort die ausgewiesenen Schwimmbereiche zwischen roten und gelben Flaggen zu nutzen. Strömungen können auch für erfahrene Schwimmer gefährlich werden. Wer im Wasser in Schwierigkeiten gerät, soll nach der sogenannten Float-to-Live-Regel zunächst versuchen, ruhig zu bleiben, sich auf den Rücken zu legen und die Atmung unter Kontrolle zu bringen, bevor Hilfe gerufen oder ein sicherer Weg aus der Gefahr gesucht wird.

Ermittlungen zum Badeunglück dauern an

Nach dem Badeunglück vor der englischen Küste richtet sich der Blick nun vor allem auf den Zustand des überlebenden Kindes und auf die Ermittlungen zum Ablauf. Die Polizei prüft weiter vorhandene Videoaufnahmen und Zeugenaussagen. Zugleich wurde ein Bericht für den Coroner angekündigt. Hinweise auf die Beteiligung einer weiteren Person ergaben sich nach dem bisherigen Ermittlungsstand nicht.

Damit bleiben entscheidende Details zu dem Geschehen noch offen. Gesichert ist mit Stand vom 19. August 2026, dass drei Angehörige einer Familie nach Schwierigkeiten beim Schwimmen vor Shoreham-by-Sea starben und ein jüngeres Mädchen weiterhin schwer erkrankt beziehungsweise verletzt im Krankenhaus behandelt wurde. Eine abschließende behördliche Erklärung dafür, weshalb die Familie im Wasser in eine lebensgefährliche Situation geriet, lag zunächst nicht vor.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu