Zug erfasst 90-Jährigen in Annaburg: Mann stirbt am Bahnübergang

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Ein 90 Jahre alter Mann ist am Samstag, 31. Oktober 2026, in Annaburg im Landkreis Wittenberg von einem Regionalexpress erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann war am frühen Nachmittag zu Fuß mit seinem Fahrrad an einem Bahnübergang unterwegs. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei untersucht den Hergang. Der Bahnverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt in Sachsen-Anhalt musste für mehrere Stunden eingestellt werden.

Anzeige

90-Jähriger überquerte Bahnübergang mit seinem Fahrrad

Der Unfall ereignete sich am frühen Samstagnachmittag an einem Bahnübergang im Bereich Annaburg. Nach den bislang bekannt gewordenen Angaben der Polizei führte der Senior sein Fahrrad, statt darauf zu fahren. Während er die Gleise überquerte, wurde er von einem Regionalexpress erfasst. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Mann noch am Unfallort starb.

Als ungefähre Unfallzeit wurde kurz vor 14 Uhr genannt. Der Bahnübergang soll sich im Bereich der Straße Siedlung-Hauptweg befinden. Diese genauere Ortsangabe und die Uhrzeit waren zunächst nicht unabhängig bestätigt. Auch zur konkreten Sicherung des Übergangs, etwa durch Schranken oder Lichtsignale, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

23 Fahrgäste und Lokführer blieben unverletzt

In dem betroffenen Zug befanden sich nach Polizeiangaben 23 Fahrgäste. Sie blieben ebenso wie der Lokführer unverletzt. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Der Zug war in Richtung Jessen/Elster unterwegs. Für die Reisenden bedeutete der Zusammenstoß eine Unterbrechung ihrer Fahrt.

Anzeige

Ob und wie die Fahrgäste ihre Reise anschließend fortsetzen konnten, wurde zunächst nicht näher bekannt. Ebenso lagen keine gesicherten Angaben zu möglichen Schäden am Zug oder an der Bahnanlage vor. Informationen über die Identität des Verstorbenen, die über sein Alter hinausgehen, wurden nicht bekannt.

Bahnstrecke knapp fünf Stunden gesperrt

Die Unfallaufnahme wirkte sich unmittelbar auf den Schienenverkehr aus. Der Streckenabschnitt zwischen Falkenberg/Elster und Jessen/Elster war nach Angaben des MDR knapp fünf Stunden gesperrt. Als Ende der Sperrung wurde etwa 18.40 Uhr genannt. Eine unabhängige Bestätigung für diese genaue Uhrzeit lag zunächst nicht vor.

Während der Sperrung konnte der Bahnverkehr im betroffenen Abschnitt nicht regulär stattfinden. Zur genauen Zahl ausgefallener oder verspäteter Züge lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Auch ein möglicher Ersatzverkehr war nicht verlässlich dokumentiert.

Die mehrstündige Unterbrechung stand im Zusammenhang mit der polizeilichen Aufnahme des tödlichen Unfalls. Sie sagt für sich genommen nichts darüber aus, wie es zu dem Zusammenstoß kam.

Polizei untersucht Ursache des Zusammenstoßes

Die Ermittlungen sollen klären, wie der 90-Jährige und der Regionalexpress am Bahnübergang zusammentrafen. Zu den genauen Umständen gab es am Sonntag zunächst keine abschließenden Erkenntnisse. Insbesondere blieb offen, welche Signale am Übergang zum Unfallzeitpunkt angezeigt wurden und wie der Ablauf unmittelbar vor der Kollision aussah.

Nicht bekannt war auch, ob technische Einrichtungen des Bahnübergangs überprüft werden oder welche weiteren Untersuchungsschritte vorgesehen sind. Ebenso gab es keine belastbaren Erkenntnisse zu einem möglichen Fehlverhalten eines Beteiligten.

Aus der Tatsache, dass sich der Mann mit seinem Fahrrad auf dem Übergang befand, lässt sich keine konkrete Unfallursache ableiten. Auch mögliche Sichtverhältnisse, die Annäherung des Zuges und die Reaktion des Mannes waren zunächst nicht näher geklärt. Der genaue Hergang bleibt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Bahnübergänge bleiben bundesweit ein Sicherheitsrisiko

Der tödliche Unfall in Annaburg betrifft einen Verkehrsbereich, in dem sich Schienenverkehr und Straßenverkehr unmittelbar kreuzen. Nach einer Auswertung von Daten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ereigneten sich 2024 deutschlandweit 153 Unfälle an Bahnübergängen. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben zum Jahresbericht der Bundesstelle 180 solche Unfälle registriert.

Die Zahlen beschreiben das bundesweite Unfallgeschehen und lassen keine Rückschlüsse auf die Ursache des konkreten Falls in Annaburg zu. Sie verdeutlichen allerdings, dass Zusammenstöße an Bahnübergängen trotz technischer Sicherung und bestehender Verkehrsregeln weiterhin vorkommen.

Die Straßenverkehrsordnung legt in Paragraf 19 fest, dass Schienenfahrzeuge an entsprechend gekennzeichneten Übergängen sowie an Bahnübergängen über Fußwege, Feldwege, Waldwege und Radwege Vorrang haben. Auch zu Fuß Gehende müssen in sicherer Entfernung warten, wenn sich ein Zug nähert oder entsprechende Warnsignale gegeben werden.

Nach Angaben der Deutschen Bahn können Züge wegen ihres langen Bremswegs nicht kurzfristig anhalten oder ausweichen. Deshalb gelten an Bahnübergängen besondere Vorsichtsregeln für sämtliche Verkehrsteilnehmer. Welche Sicherungseinrichtungen am Unfallort in Annaburg vorhanden waren und ob sie für das Geschehen eine Rolle spielten, war zunächst offen.

Der Unfall in Annaburg endete für den 90-Jährigen tödlich und führte zu einer mehrstündigen Unterbrechung des regionalen Bahnverkehrs. Die 23 Fahrgäste und der Lokführer blieben unverletzt. Eine abschließende Erklärung des Unfallhergangs lag am Sonntag, 1. November 2026, noch nicht vor.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu