
Bares für Rares läuft am heutigen Samstag, 19. September 2026, um 15:15 Uhr im ZDF. Die angegebene Sendezeit ist damit korrekt. Geplant ist eine 55-minütige Ausgabe bis 16:10 Uhr. Gezeigt wird allerdings keine neue Folge, sondern eine Wiederholung der Sendung vom 20. Februar 2025. Das ZDF weist die damalige Ausstrahlung als Erstsendung aus.
Die Ausgabe wird in Episodenverzeichnissen als Folge 2085 von Bares für Rares geführt. Innerhalb des Produktionsjahres 2025 wird sie außerdem als 27. reguläre Ausgabe eingeordnet. Ein klassisches Staffelsystem wie bei fiktionalen Serien verwendet das ZDF bei der täglichen Trödelshow jedoch nicht durchgehend.
Inhaltlich stehen sechs sehr unterschiedliche Objekte im Mittelpunkt. Neben dem bereits angekündigten Modell-Dampfschiff, dem Collier mit Türkisen und einer Bronzestatue kommen auch ein Diamantring, drei ungewöhnliche Kerzenhalter und ein Gemälde des britischen Malers Louis Bosworth Hurt auf die Expertentische. Das ZDF führt die Online-Ausgabe unter dem Titel Antikes Collier wird zum Verkaufsschlager.
Das Modell-Dampfschiff gehört zu den auffälligeren Stücken der Sendung. Es ist nicht nur als Modell gebaut, sondern schwimmfähig und motorisiert. Die Begutachtung übernimmt Detlev Kümmel. Der gewünschte Verkaufspreis liegt deutlich über dem Betrag, der später im Händlerraum aufgerufen wird. Ohne den Ausgang vorwegzunehmen, entwickelt sich das Schiff zu einem der Stücke, bei denen Wunschvorstellung, Expertise und Händlerinteresse auseinanderliegen.
Besonders ausführlich behandelt die Ausgabe ein historisches Collier. Das Schmuckstück stammt aus dem viktorianischen Zeitalter und wird auf die Zeit zwischen etwa 1860 und 1880 datiert. Es besteht aus vergoldetem Sterlingsilber und ist mit kleinen Türkisen verziert. Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ordnet das Stück England zu. Schon ihre Bewertung zeigt, dass der zunächst genannte Wunschpreis der Verkäuferin die Bedeutung des Colliers deutlich unterschätzt.
Ein weiteres Kunstobjekt ist ein Gemälde von Louis Bosworth Hurt. Der 1856 geborene britische Künstler war für Landschaftsbilder und Darstellungen schottischer Hochlandrinder bekannt. Das in der Sendung angebotene Werk trägt das Motiv Scotch Cattle. Dr. Bianca Berding übernimmt die kunsthistorische Einordnung.
Auch eine Bronzestatue von Mathurin Moreau gehört zur Ausgabe. Das Werk trägt den Titel Genie und Wissenschaft. Bianca Berding ordnet die Skulptur ein. Daneben wird ein Ring aus 18-karätigem Gold mit einem Diamanten angeboten. Für die Schmuckexpertise ist erneut Heide Rezepa-Zabel zuständig.
Die drei Kerzenhalter sorgen optisch für einen deutlichen Kontrast zu Schmuck, Bronze und klassischer Malerei. Sie greifen Formen des sogenannten Atomic beziehungsweise Space-Age-Designs auf. Detlev Kümmel übernimmt hier die Expertise und ordnet die Stücke in die Designgeschichte des 20. Jahrhunderts ein.
Damit sind für die Folge drei Experten eindeutig belegt: Dr. Heide Rezepa-Zabel für Schmuck, Detlev Kümmel für Design und technische beziehungsweise ungewöhnliche Objekte sowie Dr. Bianca Berding für Kunst und Skulptur.
Auch die Besetzung des Händlerraums lässt sich für die ursprüngliche Ausgabe rekonstruieren. Zu sehen sind Walter Waldi Lehnertz, Susanne Steiger, Julian Schmitz-Avila, Jan Cizek und Markus Wildhagen. Mehrere der sechs angebotenen Stücke lösen dabei konkurrierende Gebote aus. Beim Gemälde von Louis Bosworth Hurt entwickeln sich beispielsweise Walter Lehnertz und Julian Schmitz-Avila zu den besonders interessierten Käufern.
Moderator der Sendung ist wie gewohnt Horst Lichter. Das Grundprinzip bleibt unverändert: Zunächst untersuchen die Sachverständigen Herkunft, Alter, Zustand und möglichen Marktwert der Gegenstände. Mit einer Händlerkarte können die Besitzer anschließend in den Händlerraum gehen, wo fünf Händler unabhängig von der zuvor genannten Expertise bieten. Ein Verkauf ist nicht verpflichtend.
Die heutige Ausstrahlung ist ausdrücklich eine Wiederholung. Die deutsche TV-Premiere der Folge lief am Donnerstag, 20. Februar 2025, damals um 15:05 Uhr im ZDF. Am heutigen Samstag beginnt sie zehn Minuten später, um 15:15 Uhr.
Die vollständige Ausgabe ist weiterhin beim ZDF abrufbar. Dort wird sie mit einer Videolänge von rund 53 Minuten geführt. Ein konkretes Ablaufdatum der Online-Verfügbarkeit wird auf der derzeit sichtbaren Folgenseite nicht genannt.
Eine besondere Jubiläumsfolge ist die Sendung nicht. Auch ein Ausstieg oder Neuzugang im Händler- oder Expertenteam ist mit dieser Wiederholung nicht verbunden.
Dass das ZDF auch ältere Ausgaben am Samstag wiederholt, liegt nahe am seit Jahren etablierten Programmschema der Sendung. Werktags laufen reguläre Ausgaben am Nachmittag, samstags setzt der Sender häufig auf Wiederholungen. Für das erste Halbjahr 2026 nennt das ZDF für die werktäglichen Folgen durchschnittlich rund 1,9 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 23,3 Prozent. Die Samstagsausgaben kamen im selben Zeitraum im Durchschnitt auf rund 1,3 Millionen Zuschauer und 14,2 Prozent Marktanteil.
Die unmittelbar vorherige reguläre ZDF-Ausgabe lief am Freitag, 18. September 2026, um 15:05 Uhr. Sie erreichte 1,768 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 23,1 Prozent. Damit gehörte Bares für Rares auch am Freitag zu den reichweitenstärkeren ZDF-Sendungen am Nachmittag.
Die heutige Wiederholung kombiniert damit sechs sehr unterschiedliche Sammelgebiete: historisches Spielzeug beziehungsweise Modellbau, viktorianischen Schmuck, Bronzeplastik, Diamantschmuck, Mid-Century-Design und britische Landschaftsmalerei. Gerade diese Mischung bildet erneut das Prinzip ab, mit dem Bares für Rares seit 2013 einen festen Platz im deutschen Nachmittagsfernsehen besetzt.
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