
Im Berchtesgadener Land steht zu Allerheiligen ein winterlicher Wetterumschwung in den Bergen bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Sonntag, 1. November 2026, eine amtliche Warnung vor leichtem Schneefall herausgegeben. Oberhalb von 1.000 Metern werden bis zu 10 Zentimeter Neuschnee erwartet. In Staulagen können die Mengen auf bis zu 20 Zentimeter steigen. Zugleich warnt der Wetterdienst vor verbreiteter Glätte.
Die amtliche Schneewarnung für das Berchtesgadener Land wurde am Samstag, 31. Oktober, um 11:08 Uhr veröffentlicht. Sie gilt ab Samstagabend, 21 Uhr, bis Sonntag, 1. November, 15 Uhr. Betroffen sind ausschließlich Höhenlagen oberhalb von 1.000 Metern.
Der DWD stuft die Meldung als Wetterwarnung der Stufe 1 ein. Damit handelt es sich um die niedrigste der vier regulären Warnstufen und ausdrücklich nicht um eine Unwetterwarnung.
Entscheidend ist die Höhenlage: Während in den Bergen Schnee erwartet wird, ist die Schneewarnung nicht auf die tiefer gelegenen Teile des Landkreises ausgedehnt. Dort kann Niederschlag stattdessen als Regen fallen.
Die größten Schneemengen werden in den Berchtesgadener Alpen erwartet. Nach der amtlichen Warnung können oberhalb von 1.000 Metern bis zu 10 Zentimeter zusammenkommen. In besonders niederschlagsreichen Staulagen sind bis zu 20 Zentimeter möglich.
Auch der am Samstag um 17:33 Uhr aktualisierte DWD-Lagebericht nennt für die Alpen Schneefall bis Sonntagnachmittag. Für das Berchtesgadener Hochgebirge hält der Wetterdienst örtlich bis zu 20 Zentimeter Neuschnee für möglich.
Ursache ist eine Veränderung der Großwetterlage. Der bisherige Hochdruckeinfluss schwächt sich ab. Ein Höhentief, das sich von Osteuropa in Richtung Adria verlagert, führt feuchtere und kältere Luft nach Süddeutschland. Dadurch entstehen besonders an den Alpen Voraussetzungen für Schneefall.
Neben dem Neuschnee ist die mögliche Glätte ein wesentlicher Bestandteil der amtlichen Warnung. Der DWD weist ausdrücklich auf Rutschgefahr hin.
Als offizielle Handlungsempfehlung nennt der Wetterdienst eine angepasste Fahrweise im Straßenverkehr. Dabei sollen Schnee, glatte Straßen und mögliche Sichtbehinderungen berücksichtigt werden.
Für Ausflüge in höhere Lagen ist deshalb vor allem die Höhenbegrenzung der Warnung relevant. Welche Schneemengen tatsächlich erreicht werden, hängt unter anderem von der örtlichen Lage und der Intensität des Niederschlags ab.
Mit dem Ende der amtlichen Schneewarnung am Sonntagnachmittag ist die winterliche Wetterlage nicht zwangsläufig vollständig beendet.
Im Warnlagebericht für Südbayern weist der DWD darauf hin, dass in der Nacht zum Montag, 2. November, gebietsweise leichter Frost auftreten kann. Vereinzelt sei auch Glätte durch überfrierende Nässe nicht ausgeschlossen.
Damit bleibt das Wetter besonders in den höheren Lagen des Berchtesgadener Landes über Allerheiligen hinaus winterlich geprägt. Die aktuelle Schneewarnung ist jedoch zunächst bis Sonntag um 15 Uhr befristet.
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