
Der Bergdoktor heute Abend führt die Zuschauer zurück nach Ellmau: Das ZDF zeigt am Samstag, 22. August 2026, um 19.25 Uhr den zweiten Teil der Folge Unverzeihlich aus der 18. Staffel. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Patient, dessen behandelbare Erkrankung Dr. Martin Gruber vor ein ungewöhnliches Problem stellt. Gero Jung will sich trotz einer klaren Diagnose nicht operieren lassen. Zugleich entscheidet sich für Martin und Karin, ob eine neue Therapie bei Josie Bachmeier tatsächlich anschlägt.
Das ZDF setzt am Samstagabend die Wiederholung von Unverzeihlich fort. Der erste Teil war bereits am 8. August zu sehen, am heutigen 22. August folgt von 19.25 bis 20.15 Uhr der zweite Abschnitt.
Unverzeihlich gehört zur 18. Staffel von Der Bergdoktor. In der ursprünglichen Zählweise der rund 90 Minuten langen Filme handelt es sich um die fünfte reguläre Episode dieser Staffel. Bei der Ausstrahlung im Vorabendprogramm wird die Folge jedoch in zwei Teile zerlegt. Deshalb wird der heutige Abschnitt in manchen Programmführern als Folge 5b beziehungsweise als zehnter Halbteil der Staffel geführt.
Zusätzlich gibt es eine fortlaufende Gesamtzählung der Serie. Dort wird Unverzeihlich als 161. Folge geführt. Die unterschiedlichen Nummern widersprechen sich also nicht, sondern entstehen durch verschiedene Zählweisen.
Neu ist die Geschichte nicht. Die vollständige Folge wurde erstmals am 30. Januar 2025 ausgestrahlt. Bei der Sendung am 22. August 2026 handelt es sich somit um eine Wiederholung.
Im Zentrum des medizinischen Falls steht Gero Jung, Direktor eines Gymnasiums. Er leidet unter Schwindelanfällen und Gedächtnisproblemen. Nachdem er bereits im Treppenhaus seiner Schule gestürzt ist, untersucht Martin Gruber seinen Zustand genauer.
Die Diagnose ist ernst, aber grundsätzlich behandelbar. Gero leidet an einem sogenannten Normaldruckhydrozephalus. Dabei kann es zu einem gestörten Abfluss der Gehirnflüssigkeit und zu einem erhöhten beziehungsweise schwankenden Hirndruck kommen. In Geros Fall sieht Martin eine operative Behandlung als Möglichkeit, seine Beschwerden zu lindern.
Doch Gero lehnt den Eingriff ab. Seine Entscheidung hängt eng mit seiner Vergangenheit zusammen. Vor drei Jahren verlor er seine Frau Vivienne bei einem Segelunfall. Die Erinnerung daran belastet ihn bis heute. Seine zunehmenden Gedächtnislücken empfindet er deshalb nicht ausschließlich als Krankheit, sondern auch als Möglichkeit, schmerzhafte Erinnerungen hinter sich zu lassen.
Damit entsteht ein Konflikt, den Martin nicht allein medizinisch lösen kann. Er kann seinem Patienten eine Behandlung erklären und auf mögliche Folgen hinweisen, die Entscheidung über einen Eingriff liegt jedoch bei Gero selbst.
Besonders schwer trifft die Situation dessen Sohn Elias Jung. Auch er arbeitet als Lehrer an der Schule. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist bereits belastet. Geros Entscheidung gegen die Operation verschärft die Spannungen zusätzlich.
Parallel zu Geros Fall beschäftigt Martin Gruber eine zweite medizinische Geschichte, die auch sein Privatleben unmittelbar betrifft. Josie Bachmeier nimmt an einer Medikamentenstudie teil. Bei ihr wurde das Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrom, kurz CAPS, diagnostiziert.
Die seltene Autoimmunerkrankung hatte in den vorherigen Ereignissen große Sorgen ausgelöst. Nun gibt es vorsichtigen Anlass zur Hoffnung. Untersuchungen sollen zeigen, ob das eingesetzte Medikament ausreichend wirkt.
Die Blutwerte bestätigen schließlich, dass die Therapie anschlägt. Für Josie eröffnet sich damit die Aussicht, ihre Erkrankung besser kontrollieren zu können. Auch Martin und seine Verlobte Karin Bachmeier können dadurch wieder stärker über ihre gemeinsame Zukunft nachdenken.
Die Folge verbindet damit zwei sehr unterschiedliche medizinische Situationen. Während eine Patientin neue Hoffnung durch eine Behandlung erhält, entscheidet sich ein anderer Patient bewusst gegen einen möglichen Eingriff.
Neben den medizinischen Fällen setzt Unverzeihlich mehrere Geschichten innerhalb der Familie Gruber fort. Lilli beschäftigt sich mit ihrer beruflichen Zukunft. Rolf Pflüger hat ihr angeboten, später seine Position im Landhandel zu übernehmen.
Für Lilli ist die Entscheidung nicht einfach. Einerseits verfolgt sie den Plan, Ärztin zu werden. Bis sie tatsächlich in diesem Beruf arbeiten könnte, liegt jedoch noch ein langer Ausbildungsweg vor ihr. Im Landhandel könnte sie deutlich früher Verantwortung übernehmen.
Hinzu kommt ein familiärer Konflikt. Lilli beschäftigt die Frage, ob Caro Pflüger durch Rolfs Pläne übergangen wird. Gleichzeitig möchte sie Klarheit über ihr Verhältnis zu David Kästner gewinnen.
Auch Lisbeth Gruber hat Sorgen. Bei ihrer jüngeren Enkelin Sophia merkt sie, dass diese offenbar etwas beschäftigt. Damit bleibt die Familiengeschichte der Grubers auch in dieser Folge ein wichtiger Gegenpol zum medizinischen Fall.
Hans Sigl spielt erneut Dr. Martin Gruber. Zu den zentralen Mitgliedern des festen Ensembles gehören Heiko Ruprecht als Hans Gruber, Monika Baumgartner als Lisbeth Gruber und Ronja Forcher als Lilli Gruber.
Mark Keller ist als Dr. Alexander Kahnweiler zu sehen, Natalie OHara spielt Susanne Dreiseitl und Rebecca Immanuel übernimmt die Rolle von Dr. Vera Fendrich. Annika Ernst gehört als Dr. Angelika Rüdiger zur medizinischen Besetzung.
Hilde Dalik spielt Karin Bachmeier, Martins Partnerin. Barbara Lanz ist als Caro Pflüger dabei, Wolfram Berger als Rolf Pflüger und Frédéric Brossier als David Kästner. Ylvi Unertl spielt Sophia Gruber, Lieselotte Voß ist als Josephine Bachmeier zu sehen.
Für die Handlung von Unverzeihlich besonders wichtig sind die Gastrollen rund um Familie Jung. Harry Blank spielt den erkrankten Schuldirektor Gero Jung. Maximilian Klas verkörpert dessen Sohn Elias. Elisabeth von Koch ist als Vivienne Jung besetzt. Außerdem gehört Barbara Prakopenka als Anna Bregent zur Episodenbesetzung.
Regie führte Ralph Polinski. Das Drehbuch stammt von Marc Hillefeld und Philipp Roth.
Kaum eine deutsche Fernsehserie ist so eng mit ihrer Landschaft verbunden wie Der Bergdoktor. Gedreht wird in der Tiroler Region Wilder Kaiser. Zu den regelmäßig genutzten Orten gehören Ellmau, Going, Scheffau und Söll.
Besonders bekannt ist die Bergdoktor-Praxis. Die Außenkulisse befindet sich auf dem historischen Bauernhof Hinterschnabel am Faistenbichl in Ellmau. Der Hof wurde bereits Ende des 17. Jahrhunderts erwähnt und dient seit 2007 als Praxis von Martin Gruber.
Auch der Wohnort der Familie Gruber ist ein realer Drehort. Der als Gruberhof bekannte Hof liegt am Bromberg bei Söll. Weitere wiederkehrende Schauplätze sind der Dorfplatz in Going, der Hintersteiner See bei Scheffau und der Föhrenhof in Ellmau, der für Innenaufnahmen des Gasthauses Wilder Kaiser genutzt wird.
Die Berglandschaft ist deshalb weit mehr als ein austauschbarer Hintergrund. Der Wilde Kaiser, die Höfe und die Dörfer gehören seit Jahren zur visuellen Identität der Serie. Während im Fernsehen derzeit die 18. Staffel wiederholt wird, laufen in Tirol bereits Arbeiten an wesentlich neueren Folgen. Seit Ende April 2026 entstehen in der Region Aufnahmen für die 20. Staffel.
Wer den heutigen Sendetermin um 19.25 Uhr verpasst oder die Geschichte lieber ohne Unterbrechung sehen möchte, kann Unverzeihlich über das Streamingangebot des ZDF abrufen. Dort wird die Geschichte als vollständige Folge mit einer Laufzeit von rund 89 Minuten angeboten und nicht als zwei getrennte 50-Minuten-Sendungen.
Nach den derzeit veröffentlichten Angaben soll die Episode bis zum 19. Februar 2027 verfügbar sein. Damit können Zuschauer auch den ersten Teil noch einmal ansehen, bevor sie die heutige Fortsetzung verfolgen.
Die unterschiedliche Länge zwischen Streamingfassung und Fernsehausstrahlung erklärt sich aus der Aufteilung der ursprünglichen Abendfolge für den aktuellen Samstagssendeplatz.
Die nächste Bergdoktor-Ausstrahlung auf diesem Sendeplatz ist für Samstag, 29. August 2026, ebenfalls um 19.25 Uhr vorgesehen. Dann beginnt mit Hoffnung die nächste Geschichte der 18. Staffel.
Im Mittelpunkt steht die elfjährige Tamara Gotthart, die nach einem Bergunfall von Martin Gruber medizinisch versorgt wird. Bei den Untersuchungen stößt er auf eine weitere schwere Diagnose. Tamaras Mutter kennt den Befund bereits, hat ihrer Tochter bislang jedoch nichts davon erzählt.
Hoffnung ist die sechste reguläre Folge der 18. Staffel und wird für die aktuelle ZDF-Ausstrahlung ebenfalls geteilt. Der zweite Teil ist für Samstag, 5. September, um 19.25 Uhr vorgesehen.
Damit bleibt das ZDF seinem derzeitigen Sommerprogramm treu: Statt neuer Bergdoktor-Folgen laufen am frühen Samstagabend ausgewählte Episoden der 18. Staffel noch einmal. Heute steht zunächst der zweite Teil von Unverzeihlich im Mittelpunkt, in dem Martin Gruber nicht nur mit einer medizinischen Diagnose, sondern vor allem mit der selbstbestimmten Entscheidung seines Patienten umgehen muss.
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