
Ein bei TK Maxx verkaufter Kaffee der italienischen Marke Bialetti wird wegen einer erhöhten Belastung mit einem Schimmelpilzgift zurückgerufen. Bei Untersuchungen des gemahlenen Kaffees mit Karamellgeschmack wurde der zulässige Höchstgehalt für Ochratoxin A überschritten. Die betroffenen Packungen waren bereits 2025 im Handel. Verbraucher sollen den Kaffee nicht mehr verwenden und können ihn zurückgeben.
Der Kaffee-Rückruf bei TK Maxx betrifft das Produkt „Perfetto Moka Caramello“ von Bialetti. Es handelt sich um gemahlenen Kaffee mit Karamellgeschmack in einer 250-Gramm-Packung. Der Hersteller ist die italienische Bialetti Industrie S.p.A.
Zur Identifizierung nennt der Händler folgende Angaben:
Der Rückruf gilt bundesweit. Andere Chargen oder Kaffeesorten werden in der veröffentlichten deutschen Rückrufinformation nicht genannt. Verbraucher sollten deshalb insbesondere Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung überprüfen.
Auffällig ist der zeitliche Abstand zwischen dem Verkauf und der Warnung. TK Maxx zufolge wurde der betreffende Kaffee zwischen Juli und November 2025 in den Filialen angeboten. Die deutsche Rückrufmeldung wurde am 23. Oktober 2026 veröffentlicht.
Damit könnten sich noch Packungen in privaten Vorratsschränken befinden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt schließlich erst im Mai 2027. Auch bereits geöffnete Packungen sollten nicht weiter verwendet werden, sofern sie zur betroffenen Charge gehören.
Warum die Warnung erst mehrere Monate nach dem letzten angegebenen Verkaufsmonat erfolgte, geht aus der Rückrufinformation nicht hervor. Auch die genaue Höhe der festgestellten Grenzwertüberschreitung wurde nicht veröffentlicht.
Auslöser des Rückrufs ist das Schimmelpilzgift Ochratoxin A. Es gehört zu den sogenannten Mykotoxinen und wird von bestimmten Schimmelpilzen gebildet. Der Stoff kann beispielsweise in Kaffee, Getreide und anderen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.
Nach einer Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann Ochratoxin A die Nieren schädigen. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen zudem auf mögliche erbgutschädigende Eigenschaften hin. In Tierversuchen wurden krebserregende Wirkungen festgestellt.
Das gesundheitliche Risiko hängt unter anderem von der aufgenommenen Menge und der Dauer der Belastung ab. Da die tatsächliche Konzentration in der zurückgerufenen Kaffeecharge nicht veröffentlicht wurde, lässt sich das konkrete Risiko für einzelne Verbraucher nicht beziffern. Unabhängig davon soll der betroffene Kaffee nicht mehr konsumiert werden.
Wer eine betroffene Packung gekauft hat, kann diese in eine TK-Maxx-Filiale zurückbringen. Nach Angaben des Unternehmens wird dort der vollständige Kaufpreis erstattet oder eine Produkterstattung angeboten. Als ursprünglichen Verkaufspreis nennt der Händler 6,99 Euro.
Für Fragen zum Rückruf ist der deutsche Kundenservice unter der Telefonnummer 0211 88 223 267 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.
Ob für die Rückgabe ein Kassenbon erforderlich ist, wird in der veröffentlichten Kundeninformation nicht ausdrücklich erläutert.
Der Rückruf beschränkt sich nicht auf Deutschland. Bereits am 15. Oktober 2026 veröffentlichte das französische staatliche Warnportal RappelConso einen Rückruf für dieselbe Bialetti-Kaffeecharge. Dort waren die Anbieter Ponera und MaxiCoffee als Vertriebsstellen aufgeführt. Auch in Frankreich wurde die Überschreitung des zulässigen Ochratoxin-A-Gehalts als Grund genannt.
Am 23. Oktober veröffentlichte außerdem die irische Lebensmittelsicherheitsbehörde FSAI eine Warnung für den betroffenen Kaffee. Damit erstreckt sich die Rückrufaktion auf mehrere europäische Länder.
Für Verbraucher in Deutschland bleibt die Empfehlung eindeutig: Packungen mit der Chargennummer LC5 BD149T und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29. Mai 2027 sollten nicht mehr verwendet, sondern zurückgegeben werden.
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