
Ein einzelner Bitcoin-Miner hat mit einem vergleichsweise kleinen Gerät einen vollständigen Block gefunden. Der erfolgreiche Rechner war über den Dienst Public Pool mit dem Bitcoin-Netzwerk verbunden. Als Belohnung gingen rund 3,1382 Bitcoin an die hinterlegte Adresse. Medien sprechen wegen der äußerst geringen Trefferwahrscheinlichkeit von einer Bitcoin-Lotterie. Eine klassische Lotterie war der Vorgang jedoch nicht.
Der öffentlich dokumentierte Treffer betrifft den Bitcoin-Block 957.382. Dieser wurde am 10. Juli 2026 gegen 03.30 Uhr UTC gefunden und Public Pool zugeordnet. Die gesamte Blockbelohnung belief sich auf rund 3,1382 Bitcoin. Nach dem damaligen Bitcoin-Kurs entsprach das ungefähr 200.000 US-Dollar. Die Identität des Miners wurde nicht öffentlich bekannt.
Nach übereinstimmenden Berichten verwendete der Miner ein kompaktes Gerät aus der Bitaxe-Reihe. Das Gerät soll im betreffenden Zeitraum eine Rechenleistung von durchschnittlich etwa 995 Gigahashes pro Sekunde erreicht haben. Es war demnach erst seit ungefähr acht Stunden aktiv, als es den gültigen Block fand.
Die Belohnung bestand aus der regulären Blocksubvention von 3,125 Bitcoin und den Gebühren der im Block enthaltenen Transaktionen. Diese Gebühren beliefen sich auf etwa 0,013235 Bitcoin. Zusammen ergab sich eine Auszahlung von rund 3,1382 Bitcoin. Die Daten des Blocks und seine Zuordnung zu Public Pool sind in öffentlichen Blockchain-Explorern nachvollziehbar.
Beim Bitcoin-Mining versuchen spezialisierte Rechner, einen gültigen kryptografischen Wert für den nächsten Block zu finden. Gelingt dies, kann der erfolgreiche Miner die Blocksubvention und die Transaktionsgebühren beanspruchen. Die Belohnung wird über die sogenannte Coinbase-Transaktion innerhalb des neuen Blocks ausgegeben.
Der Begriff Bitcoin-Lotterie beschreibt in diesem Fall lediglich die statistische Ähnlichkeit mit einem Glücksspiel. Jeder Rechenversuch besitzt eine geringe Chance, einen gültigen Block zu erzeugen. Betreiber mit großer Rechenleistung können wesentlich mehr Versuche durchführen und haben dadurch höhere Erfolgsaussichten.
Bitcoin.org bezeichnet das Mining selbst als eine Art wettbewerbsorientierte Lotterie. Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne Teilnehmer beliebig neue Blöcke an die Blockchain anhängen können. Bei Solo-Minern wird eine gefundene Belohnung nicht regelmäßig unter vielen Teilnehmern aufgeteilt. Findet das einzelne Gerät einen Block, erhält die zugehörige Adresse grundsätzlich die gesamte vorgesehene Belohnung.
Der belegte Vorgang ist weder eine staatlich veranstaltete Lotterie noch eine neu gestartete Bitcoin-Verlosung. Es gibt keinen Losverkauf, keine Ziehung durch einen Veranstalter und kein öffentliches Teilnahmeangebot. Public Pool stellt nach eigenen Angaben eine technische Infrastruktur für Solo-Miner bereit. Der Dienst fungiert damit nicht als Lotteriegesellschaft.
Für eine Betrugsmasche gibt es bei dem dokumentierten Blockfund keine Hinweise. Der Block, die enthaltenen Transaktionen und die Höhe der Belohnung sind öffentlich überprüfbar. Nicht unabhängig bestätigt sind dagegen die Identität des Miners sowie sämtliche Angaben zu seinen persönlichen Kosten. Die häufig genannte Geräteausgabe von rund 150 US-Dollar beruht auf Medienberichten über marktübliche Bitaxe-Modelle.
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