Blaubeurer Ring in Ulm wird am 25. Oktober vollständig gesperrt

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Symbolfoto

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In Ulm steht am kommenden Sonntag eine weitere größere Verkehrseinschränkung bevor. Die Vollsperrung des Blaubeurer Rings ist für Sonntag, 25. Oktober 2026, ab 6 Uhr bis Montag, 26. Oktober, um 5 Uhr geplant. Betroffen ist der gesamte provisorische Ringverkehr am Blaubeurer Tor, der wegen seiner Form auch als „Spatz“ bezeichnet wird. Während der Sperrung wird die Verkehrsführung für den nächsten Bauabschnitt angepasst. Autofahrer müssen den Bereich umfahren. Im Anschluss soll eine neue vorübergehende Verkehrsführung gelten, bevor Anfang Dezember die geplante Ost-West-Verbindung zwischen der Innenstadt und der Blaubeurer Straße eröffnet werden soll.

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Die Sperrung betrifft damit den Zeitraum von Sonntagmorgen bis Montagmorgen und nicht bereits den Samstag, 24. Oktober. Die Stadt Ulm hatte den Termin für die Vollsperrung bereits am 22. September angekündigt. Die konkreten Uhrzeiten wurden in einem Bericht der Südwest Presse vom Montag, 19. Oktober, genannt.

Vollsperrung am Blaubeurer Tor: Diese Arbeiten sind geplant

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht der Straßenknoten am Blaubeurer Tor, an dem die Blaubeurer Straße, die Verbindung zur Karlstraße und Ludwig-Erhard-Brücke sowie die Verkehrswege zur B10 aufeinandertreffen. Der provisorische Ring soll während der Arbeiten für den allgemeinen Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt werden. Die Einschränkung betrifft damit beide Fahrtrichtungen innerhalb des Rings. Eine gesonderte Aufstellung aller betroffenen Anschlussrampen und ihrer jeweiligen Sperrgrenzen lag zunächst nicht vor.

Während der Unterbrechung des Verkehrs werden Fahrspuren an das nächste Baufeld angepasst und neue Markierungen aufgebracht. Hinzu kommen Arbeiten an der Straßenbeleuchtung sowie Vorbereitungen für die künftige Ampeltechnik. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Umbau des bisherigen Kreisverkehrs und der neuen Ost-West-Verkehrsachse. Bereits in den vergangenen Wochen wurden dafür Straßenabschnitte asphaltiert, Fahrbahnränder eingefasst und technische Anlagen für Ampeln und Entwässerung vorbereitet.

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Die Bauarbeiten sind Teil einer längerfristigen Neuordnung der Verkehrswege rund um das Blaubeurer Tor. Durch die wechselnden Bauabschnitte müssen Fahrspuren und Verkehrsführungen wiederholt angepasst werden. Die nun angekündigte Vollsperrung dient dazu, die nächste vorübergehende Straßenführung einzurichten.

Umleitung über Am Bleicher Hag und südliche Stadtstraßen

Für den Durchgangsverkehr sind während der Vollsperrung Umleitungen vorgesehen. Eine nördliche Umfahrungsmöglichkeit führt über die Straße Am Bleicher Hag nördlich der Blaubeurer Straße und der Bahngleise. Südlich des gesperrten Bereichs verlaufen weitere Umleitungsverbindungen über die Magirusstraße, Einsteinstraße, Söflinger Straße beziehungsweise Wagnerstraße sowie die Neue Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Neutorstraße. Die entsprechenden Strecken sollen ausgeschildert sein.

Für die unmittelbare Nachbarschaft gilt eine besondere Regelung. Anwohnerinnen und Anwohner des Blumenscheinwegs sowie der westlichen Bleichstraße können den abgesperrten Baustellenbereich bei Bedarf passieren. Dafür wird ein Berechtigungsschein benötigt, der bei der Durchfahrt kontrolliert wird. Eine allgemeine Freigabe dieser Verbindung für den Durchgangsverkehr ist damit nicht verbunden.

Eine konkrete Prognose zu möglichen Staus oder zusätzlichen Fahrtzeiten für den 25. Oktober lag zunächst nicht vor. Während der Vollsperrung stehen die sonstigen Fahrbeziehungen durch den Ring nicht zur Verfügung. Die Stadt informiert über die baubedingten Verkehrsänderungen über ihr Projekt „ulm baut um“.

Neue Verkehrsführung ab Montag bis Anfang Dezember geplant

Nach Abschluss der Arbeiten am Montag, 26. Oktober, soll die nächste vorübergehende Verkehrsführung eingerichtet sein. Sie ist nach den veröffentlichten Planungen bis zum 6. Dezember vorgesehen. Welche einzelnen Fahrspuren und Abbiegebeziehungen sich unmittelbar nach der Sperrung verändern, war zunächst nicht vollständig beschrieben.

Eine konkrete Änderung betrifft die Banzenmacherstraße. Deren Zu- und Ausfahrt zur Blaubeurer Straße war während der bisherigen Bauphase gesperrt. Die Umleitung verlief über Beim B’scheid und Obere Bleiche. Nach Abschluss der Arbeiten am Montagvormittag soll die Banzenmacherstraße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Die Stadt hatte die bisherige Verkehrsführung am Blaubeurer Tor-Ring am 28. September eingerichtet. Sie sah unter anderem eine einspurige Verkehrsführung je Richtung auf der Blaubeurer Straße in Höhe von IKEA vor. Zudem wurde die Ampelanlage an der Blaubeurer Straße zunächst abgeschaltet, während die Signalanlagen für den Verkehr aus Richtung Süden und aus der Innenstadt in Betrieb blieben. Auf einem rund 100 Meter langen Verflechtungsstreifen konnten Autofahrer zwischen der Weiterfahrt Richtung Innenstadt und der Verbindung nach Süden wählen. Diese Regelungen waren zunächst bis zum 25. Oktober vorgesehen.

B10-Umbau in Ulm läuft noch bis 2029

Die Sperrung ist Bestandteil der umfangreichen Erneuerung der B10 in Ulm. Die Wallstraßenbrücke wird ersetzt, die bisherige Brücke am Blaubeurer Tor durch einen rund 200 Meter langen Tunnel abgelöst. Gleichzeitig wird der bisherige Ringverkehr langfristig aufgegeben. An seine Stelle sollen zwei durch Ampeln geregelte Kreuzungen treten.

Die B10 gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen im Stadtgebiet. Nach Angaben der Stadt erreicht die tägliche Verkehrsbelastung auf der Nord-Süd-Verbindung bis zu 86.000 Fahrzeuge. Seit Ende November 2025 ist die B10 in Richtung Süden im betroffenen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Wissenschaftsstadt und der Innenstadt gesperrt. Diese längerfristige Einschränkung ist unabhängig von der angekündigten Vollsperrung am 25. Oktober und soll bis Ende 2029 bestehen bleiben.

Für den Verkehr aus nördlicher Richtung bestehen deshalb bereits großräumige Umleitungsverbindungen über den Berliner Ring beziehungsweise Kurt-Schumacher-Ring, die Stuttgarter Straße und die Heidenheimer Straße sowie über die Autobahnen A8 und A7. Die Stadt beziffert die Gesamtkosten der Erneuerung der B10 auf mehr als 300 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 105 Millionen Euro.

Busverkehr und weitere Bauarbeiten im Dezember

Für die eintägige Vollsperrung am 25. und 26. Oktober lagen zunächst keine gesondert bestätigten Angaben zu betroffenen Straßenbahnlinien, zusätzlichen Busumleitungen oder einem eigens eingerichteten Ersatzverkehr vor. Bereits seit der längerfristigen B10-Sperrung gelten allerdings veränderte Fahrpläne für mehrere Regionalbuslinien, darunter die Linien 46, 49 und 585. Der Verkehrsverbund DING nennt außerdem Anpassungen bei den Linien 463 und 583, die im Zusammenhang mit den übrigen Linien stehen.

Unabhängig davon besteht für die Buslinie 10 seit April 2026 eine besondere Regelung bei Staus auf der Blaubeurer Straße. Bei größeren Rückstaus kann die Linie vorzeitig an der Haltestelle Stadtwerke beginnen beziehungsweise enden. Der Abschnitt bis zum Blautal-Center entfällt dann vorübergehend. Diese bestehende Regelung ist keine eigens für den 25. Oktober angekündigte Maßnahme. Fahrgäste können aktuelle Abweichungen über die Fahrplanauskunft der SWU und des DING prüfen.

Der nächste wichtige Termin für den Straßenumbau ist Sonntag, 6. Dezember 2026. An diesem Tag soll nach dem bisherigen Zeitplan die neue Ost-West-Verkehrsverbindung zwischen der Ludwig-Erhard-Brücke beziehungsweise Karlstraße und der Blaubeurer Straße in Betrieb genommen werden. Dafür hat die Stadt eine weitere Vollsperrung angekündigt. Der neue Blaubeurer Tor-Tunnel soll nach der längerfristigen Projektplanung Ende 2028 für den Verkehr freigegeben werden, die vollständige Erneuerung der Wallstraßenbrücke ist für 2029 vorgesehen.

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