
Die Loschwitzer Brücke in Dresden bleibt am Wochenende vom 30. Oktober bis 2. November 2026 für den Autoverkehr geöffnet. Die zuvor angekündigte Sperrung des als Blaues Wunder bekannten Bauwerks entfällt. Grund ist der Fortschritt der Gerüstbauarbeiten auf der Blasewitzer Seite. Im November ist die Entlastung jedoch vorbei: An drei aufeinanderfolgenden Wochenenden soll die historische Elbbrücke für motorisierte Fahrzeuge gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer können sie weiterhin passieren.
Die Landeshauptstadt Dresden hat ihren ursprünglichen Bauzeitenplan am 19. Oktober geändert. Die Gerüstbauarbeiten, die zunächst für das Wochenende vom 30. Oktober bis 2. November vorgesehen waren, konnten nach Angaben der Stadt bereits während der längeren Sperrung in den Herbstferien ausgeführt werden. Diese Sperrphase begann am 9. Oktober um 21 Uhr und endete am Dienstag, 20. Oktober, gegen 4 Uhr.
Damit ist die zuvor angesetzte Sperrung vom Freitagabend, 30. Oktober, bis Montagmorgen, 2. November, nicht mehr nötig. Für Fahrten über die Brücke gilt an diesem Wochenende somit nicht die ursprünglich veröffentlichte Umleitungsregelung.
Der geänderte Terminplan betrifft allerdings nur diesen einen Zeitraum. Die weiteren Arbeiten an der Brücke werden fortgesetzt.
Für die Montage von Portalen über der Fahrbahn sind laut Stadt drei weitere Sperrungen notwendig. Sie betreffen den motorisierten Verkehr und sind jeweils von Freitag um 21 Uhr bis Montag um 4 Uhr geplant:
Die Loschwitzer Brücke verbindet die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz über die Elbe. Auf der einen Seite liegt der Schillerplatz, auf der anderen der Körnerplatz.
Der direkte Übergang für Autos und andere motorisierte Fahrzeuge ist während der genannten Zeiträume unterbrochen. Eine gesonderte vollständige Sperrung dieser beiden Plätze hat die Stadt in ihrer Terminmitteilung nicht angekündigt.
Für Autofahrer bedeutet die Planung, dass die Brücke an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden von Freitagabend bis zum frühen Montagmorgen nicht als Elbquerung zur Verfügung steht.
Für den Kraftfahrzeugverkehr sieht die Stadt die weiträumige Umleitung über die Waldschlößchenbrücke vor. Diese Route war bereits bei den vorherigen Sperrungen vorgesehen. Die Umleitungen werden ausgeschildert.
Die Verkehrsführung betrifft damit insbesondere die Verbindung zwischen Schillerplatz und Körnerplatz. Konkrete Angaben zu zusätzlichen gesperrten Seitenstraßen oder einer vollständigen Sperrung der angrenzenden Kreuzungsbereiche liegen für die drei Novemberwochenenden zunächst nicht vor.
Für Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad gelten andere Regeln. Sie dürfen das Blaue Wunder auch während der Novemberarbeiten überqueren. Die Sperrung betrifft nicht die gesamte Brücke für sämtliche Verkehrsarten, sondern die Nutzung durch motorisierte Fahrzeuge.
Während der vorangegangenen Sperrphase hatten die Dresdner Verkehrsbetriebe ausdrücklich empfohlen, für den Fußweg zwischen Schillerplatz und Körnerplatz den Gehweg auf der Elbschlösser-Seite zu nutzen.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben die Wochenendsperrungen im November ebenfalls angekündigt. Ihre Mitteilung vom 7. Oktober beschreibt zugleich die Umleitungen für die vorausgegangene Sperrung im Oktober. Betroffen waren die Linien 61, 63, 65 und 84. Auch die Regionalbuslinie 521 wurde verkürzt geführt.
Bei den Linien 61 und 63 teilten die DVB den Verkehr auf zwei Abschnitte auf. Die Linie 61 fuhr einerseits von Löbtau bis Schillerplatz und andererseits von Körnerplatz über Bühlau nach Weißig beziehungsweise zum Fernsehturm.
Die Linie 63 verband auf der einen Seite Löbtau mit Schillerplatz und wurde dort als Linie 65 in Richtung Heidenau beziehungsweise Luga weitergeführt. Auf der anderen Seite fuhr sie zwischen Körnerplatz und Pillnitz.
Für die Linie 65 bestand eine geänderte Führung ab Oehmestraße über die Tolkewitzer Straße. Die Linien 84 und 521 bedienten nur verkürzte Strecken im Bereich Bühlau, Rochwitz und Steglichstraße. Das Anruf-Linientaxi 84 verband Rochwitz mit Körnerplatz.
Weitere Änderungen betrafen einzelne Haltestellen. Während der vorherigen Wochenendsperrungen wurde die Haltestelle Körnerplatz in die Dammstraße verlegt. Die DVB veröffentlichten außerdem Ersatzhalte und Haltestellenausfälle entlang der betroffenen Linien.
Eine direkte Busfahrt über die gesperrte Brücke war damit nicht möglich. Für den unmittelbaren Wechsel zwischen Schillerplatz und Körnerplatz verwiesen die Verkehrsbetriebe auf den Fußweg.
Ein gesonderter detaillierter Fahrplan für sämtliche Novemberwochenenden war in der DVB-Mitteilung vom 7. Oktober nicht enthalten. Welche einzelnen Haltestellenanpassungen zu den Novemberterminen unverändert gelten, war damit zunächst nicht abschließend geklärt.
Hinter den vorübergehenden Verkehrseinschränkungen stehen umfangreiche Arbeiten am mehr als 130 Jahre alten Bauwerk. Das 1893 eröffnete Blaue Wunder ist eine bekannte Dresdner Elbquerung.
Seit Mai 2025 werden Stahlteile instandgesetzt und der Korrosionsschutz erneuert. Nach dem Beginn auf der Loschwitzer Seite läuft die Sanierung nun auch auf der Blasewitzer Brückenhälfte.
Dabei wird die alte Beschichtung innerhalb von Schutzeinhausungen vom Stahl entfernt. Beschädigte Bauteile werden nach Prüfung verstärkt oder ersetzt. Anschließend erhält die Konstruktion einen mehrschichtigen neuen Korrosionsschutz.
Am Ende soll die Brücke wieder den historischen Blauton von 1893 tragen, der an bereits bearbeiteten Teilen sichtbar ist.
Die Stadt beziffert den Auftragswert für den Bauabschnitt auf der Blasewitzer Seite auf rund 17,5 Millionen Euro. Die Arbeiten in diesem Abschnitt sollen voraussichtlich bis 2031 andauern.
Ein erheblicher Teil der Instandsetzung findet innerhalb der eingehausten Gerüstbereiche statt. Die Arbeiten können dort teilweise fortgesetzt werden, während der Verkehr auf der Brücke weiterläuft.
Die Stadt hatte Anfang Oktober erläutert, dass die alte Beschichtung vom Stahl abgestrahlt und das freigelegte Material untersucht werde. Bereits auf der Loschwitzer Seite waren bis dahin knapp 100 Tonnen Strahlschutt angefallen.
Der neue Korrosionsschutz besteht aus vier Schichten. Für das Frühjahr 2027 ist ein weiterer Umbau der Gerüste auf der Loschwitzer Brückenhälfte vorgesehen, damit anschließend andere Bereiche bearbeitet werden können.
Die drei angekündigten Sperrwochenenden im November dienen damit einem begrenzten Schritt innerhalb einer längerfristigen Instandsetzung. Zwischen den Wochenendsperrungen ist nach dem veröffentlichten Terminplan keine durchgehende Vollsperrung für den Autoverkehr vorgesehen.
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