
Dortmund. In der südlichen Innenstadt von Dortmund bereitet sich die Stadt auf einen möglichen Blindgänger-Fund vor. Ob es tatsächlich zu einer Evakuierung kommt, entscheidet sich am Sonntagvormittag. Hintergrund sind Hinweise aus der Luftbildauswertung, die auf einen möglichen Sprengkörper im Boden hindeuten. Die Lage betrifft den Bereich rund um eine zentrale Verkehrsachse und könnte je nach Fund erhebliche Auswirkungen auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Verkehr haben. Der Blindgänger Dortmund ist bislang nicht bestätigt, dennoch laufen seit Wochen umfangreiche Vorbereitungen. Auch Polizei Dortmund und weitere Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Die Stadt informiert nach eigenen Angaben erst dann verbindlich, wenn Klarheit besteht.
Bevor in Dortmund größere Bauarbeiten beginnen, wird routinemäßig geprüft, ob sich im Boden Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnten. Dazu werten Fachleute historische Luftaufnahmen der Alliierten aus. In diesem Fall zeigen die Bilder Auffälligkeiten in der südlichen Innenstadt, die auf einen Blindgänger hindeuten könnten. Eine eindeutige Bestätigung gibt es bislang jedoch nicht.
Am Sonntagvormittag soll der betroffene Bereich vorsichtig freigelegt werden. Erst nach dieser Maßnahme steht fest, ob sich tatsächlich eine Bombe im Erdreich befindet. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist vorgesehen, den Sprengkörper noch am selben Tag zu entschärfen. Nach übereinstimmenden Medienberichten hängt der weitere Ablauf maßgeblich von der Größe der Bombe ab.
Im Raum steht dabei auch ein möglicher Eingriff in den Verkehr. Sollte es zur Entschärfung kommen, könnte die Märkische Straße zeitweise gesperrt werden. Auch Einschränkungen auf der Bundesstraße 1 sind nicht ausgeschlossen. Die Stadt Dortmund plant entsprechende Maßnahmen erst dann umzusetzen, wenn der Blindgänger Dortmund eindeutig identifiziert ist. Bis dahin bleibt die Situation offen, eine Evakuierung ist derzeit noch nicht angeordnet.
Wie viele Menschen im Ernstfall ihre Wohnungen verlassen müssten, hängt von der angenommenen Sprengkraft des möglichen Blindgängers ab. Sollte es sich um eine 500-Kilogramm-Bombe handeln, wären nach aktuellen Planungen rund 4.500 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Bei einer kleineren 250-Kilogramm-Bombe würde sich der Evakuierungsradius deutlich verringern, sodass etwas mehr als 1.000 Menschen den Gefahrenbereich verlassen müssten.
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Für die Bevölkerung bedeutet das zunächst keine unmittelbare Handlungspflicht. Die Stadt will erst gegen Mittag informieren, sofern der Blindgänger Dortmund bestätigt wird. Die Warnung soll unter anderem über die NINA-Warnapp sowie weitere offizielle Kanäle erfolgen. Anschließend kontrollieren Mitarbeitende des Ordnungsamtes den betroffenen Bereich von Haus zu Haus, um sicherzustellen, dass alle Wohnungen geräumt sind.
Unabhängig von der finalen Entscheidung wird ein nahegelegenes Seniorenheim bereits ab dem Morgen vorsorglich evakuiert. Die Verlegung der Bewohnerinnen und Bewohner ist zeitintensiv und soll ohne Zeitdruck erfolgen. Im Hintergrund bereiten sich Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei auf einen Großeinsatz vor. Für den Transport Betroffener stehen Evakuierungsbusse des städtischen Verkehrsunternehmens DSW21 bereit. Die Polizei kündigte an, geräumte Gebiete verstärkt zu kontrollieren, um Eigentum zu sichern und Einbrüche zu verhindern.
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