Mutter und zweijährige Tochter sterben bei Blitzschlag in Florida

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Blitzeinschlag im US-Bundesstaat Florida sind eine 31-jährige Frau und ihre zweijährige Tochter ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Sonntagnachmittag in Margate im Broward County nördlich von Fort Lauderdale. Polizei und Rettungskräfte wurden gegen 14.30 Uhr Ortszeit alarmiert, nachdem zwei Menschen auf einem Gehweg entdeckt worden waren.

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Die Einsatzkräfte begannen nach Angaben der Polizei unmittelbar mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Mutter und Tochter wurden anschließend in unterschiedliche Krankenhäuser gebracht. Beide starben kurze Zeit nach ihrer Einlieferung. Der tödliche Blitzeinschlag in Margate wird weiterhin von der örtlichen Polizei untersucht. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht.

National Weather Service bestätigt zwei Todesfälle

Auch der National Weather Service in Miami erfasste den Vorfall in seinem vorläufigen Unwetterbericht. Demnach wurden gegen 14.25 Uhr zwei Menschen in Margate von einem Blitz getroffen. Die Zeit wurde anhand von Wetterradardaten bestimmt. Der Wetterdienst führt für das Ereignis zwei Todesfälle auf.

Zur gleichen Zeit zogen kräftige Gewitter über den Norden des Broward County und Teile des benachbarten Palm Beach County. Bereits um 14.26 Uhr veröffentlichte der National Weather Service eine spezielle Wetterinformation. Darin wurden starke Gewitter auf einer Linie bis nach Margate beschrieben. Neben möglichen starken Windböen wurde ausdrücklich vor den Gefahren durch Blitze gewarnt.

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Zu den genauen Sekunden unmittelbar vor dem Einschlag lagen zunächst keine gesicherten behördlichen Angaben vor. Einzelne Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass sich die Familie kurz zuvor an einem Fahrzeug aufgehalten hatte. Diese Details sind für den bestätigten Ablauf des Unglücks jedoch nicht entscheidend.

Erste Angaben wurden später korrigiert

Unmittelbar nach dem Einsatz kursierten zunächst abweichende Angaben zum Alter der Frau und zum Geschlecht des Kindes. In ersten Informationen war von einer 40 Jahre alten Mutter und einem zweijährigen Sohn die Rede. Nach einer späteren Überprüfung durch Ermittler wurden diese Angaben korrigiert. Demnach handelte es sich um eine 31-jährige Frau und ihre zweijährige Tochter.

Bestätigt ist, dass beide nach dem Blitzeinschlag medizinisch versorgt und in Krankenhäuser gebracht wurden, dort aber ihren Verletzungen erlagen.

Florida gehört zu den besonders blitzgefährdeten US-Staaten

Blitzeinschläge sind in den Vereinigten Staaten insgesamt selten tödlich, treten regional aber sehr unterschiedlich häufig auf. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC gehören die südöstlichen Bundesstaaten zu den Regionen mit dem höchsten Risiko. Florida weist zusammen mit mehreren anderen Staaten seit Jahrzehnten besonders viele registrierte Blitzverletzungen und Todesfälle auf.

Die CDC geht davon aus, dass in den Vereinigten Staaten jedes Jahr rund 40 Millionen Blitze den Boden erreichen. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres von einem Blitz getroffen zu werden, liegt demnach für eine einzelne Person bei weniger als eins zu einer Million. Gleichzeitig überleben nach Angaben der Behörde fast 90 Prozent der Menschen, die von einem Blitz getroffen werden.

Das persönliche Risiko steigt allerdings deutlich, wenn sich Menschen während eines Gewitters im Freien aufhalten. Besonders gefährdet sind offene Flächen, Gewässer und Orte ohne geschützte Gebäude. Auch ein Gewitter, das noch einige Kilometer entfernt erscheint, kann bereits gefährlich sein.

Wetterdienst rät bei Donner sofort zu geschütztem Aufenthalt

Der National Weather Service und die CDC empfehlen, bei hörbarem Donner unverzüglich ein geschlossenes Gebäude oder ein vollständig geschlossenes Fahrzeug aufzusuchen. Offene Unterstände, Pavillons oder überdachte Außenbereiche bieten keinen ausreichenden Schutz. Nach dem letzten Donner sollte nach Empfehlung des Wetterdienstes mindestens 30 Minuten gewartet werden, bevor Menschen wieder ins Freie gehen.

Auch innerhalb von Gebäuden kann ein geringes Restrisiko bestehen, weil Blitzenergie über elektrische Leitungen oder Rohrsysteme übertragen werden kann. Während eines Gewitters wird deshalb unter anderem davon abgeraten, Wasserleitungen zu benutzen oder kabelgebundene elektrische Geräte anzufassen.

Der Fall in Margate ereignete sich während eines kräftigen Gewitters, das vom National Weather Service nahezu zeitgleich für das Gebiet erfasst wurde. Die weiteren Ermittlungen sollen den genauen Ablauf des Unglücks klären.

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