
Reality-TV-Star Hubert Fella hat eine erst vor rund zwei Wochen aufgenommene Hündin wieder an den Tierschutz zurückgegeben. Die Entscheidung sorgt in sozialen Netzwerken für Kritik. Fella selbst erklärte öffentlich, dass ihm das Tier zu lebhaft gewesen sei und die Haltung für ihn nicht funktioniert habe. Die Hündin war zuvor über einen Tierschutzverein vermittelt worden.
Hubert Fella und Hündin Bella waren Mitte August zunächst als neuer Familienzuwachs vorgestellt worden. Fella und sein Ehemann Matthias Mangiapane hatten damals erklärt, sich bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz entschieden zu haben. Bella sollte nach den damaligen Angaben dauerhaft bei dem Paar leben.
Rund zwei Wochen später teilte Fella mit, dass er die Hündin wieder zurückgegeben habe. Als Grund nannte er vor allem das Verhalten des Tieres. Bella sei ihm zu wild gewesen. Nach seiner Darstellung habe sie stark auf andere Hunde reagiert und sei deutlich aktiver gewesen, als er erwartet habe. Er erklärte zudem, zunächst davon ausgegangen zu sein, dass es sich bei dem Tier um einen Malteser beziehungsweise einen entsprechenden Mix handele. Eine spätere Überprüfung habe nach seinen Angaben Hinweise auf Terrier und Pudel ergeben.
Unabhängig bestätigt waren diese Angaben zur genetischen Zusammensetzung zunächst nicht. Auch über eine tierärztliche oder verhaltensmedizinische Einschätzung des Hundes lagen zunächst keine öffentlichen Angaben vor.
Die Entscheidung löste auf Fellas Social-Media-Kanälen zahlreiche kritische Reaktionen aus. Nutzer bemängelten vor allem, dass zwei Wochen aus ihrer Sicht eine sehr kurze Zeit seien, um einem Tierschutzhund die Eingewöhnung in einer neuen Umgebung zu ermöglichen. Andere verteidigten grundsätzlich die Möglichkeit, einen Hund zurückzugeben, wenn Halter und Tier dauerhaft nicht zusammenpassen.
Die öffentliche Kritik bleibt damit zunächst eine Reaktion einzelner Nutzer und ist keine fachliche Bewertung des konkreten Falls. Ob Bella besondere Eingewöhnungsschwierigkeiten hatte, wie sie sich zuvor auf ihrer Pflegestelle verhielt oder welche Beratung Fella vor und nach der Vermittlung erhielt, war zunächst nicht vollständig bekannt.
Fella erklärte zu seiner Entscheidung außerdem, dass er gesundheitlich in den vergangenen Monaten belastet gewesen sei und sich weiterhin in einer Phase der Erholung befinde. Die Hundehaltung habe sich deshalb für ihn schwieriger gestaltet als zunächst erwartet. Matthias Mangiapane sagte nach veröffentlichten Angaben, er habe der Aufnahme des Hundes von Beginn an zurückhaltend gegenübergestanden, weil er beruflich häufig unterwegs sei und sich nicht in dem gewünschten Umfang kümmern könne.
Die Vermittlung erfolgte über den Tierschutzverein Limes. Der Verein beschreibt auf seiner eigenen Internetseite, dass Hunde vor einer Vermittlung eingeschätzt, gesundheitlich untersucht und in Deutschland bevorzugt über Pflegestellen vermittelt werden. Vor dem Einzug bei Fella habe außerdem eine Vorkontrolle stattgefunden.
Bei der öffentlichen Darstellung der Hündin gibt es allerdings unterschiedliche Angaben. Während Fella und Beiträge über den Einzug den Hund als Bella bezeichneten und von einer Vorgeschichte in Rumänien sprachen, nennt der Tierschutzverein auf seiner Website eine Hündin namens Uschi, die am 11. August aus einer Pflegestelle zu Hubert Fella und Matthias Mangiapane gezogen sei. Ob Bella und Uschi derselbe Hund sind und der Name nach der Vermittlung geändert wurde, war zunächst nicht ausdrücklich geklärt.
Auch die häufig verwendete Beschreibung, Bella sei unmittelbar aus einer rumänischen Tötungsstation gerettet worden, lässt sich anhand der Angaben des Vereins nur eingeschränkt nachvollziehen. Der Verein bestätigt allgemein seine Arbeit mit verschiedenen Einrichtungen und Schutzprojekten in Rumänien. Für die konkret an Fella vermittelte Hündin nennt er auf seiner Website jedoch zunächst eine deutsche Pflegestelle als vorherigen Aufenthaltsort.
Dass vermittelte Tiere in bestimmten Fällen an einen Tierschutzverein zurückgegeben werden, ist grundsätzlich kein ungewöhnlicher Vorgang. Viele Vereine regeln in ihren Schutzverträgen, dass ein Tier nicht eigenständig weitergegeben werden soll, sondern bei Problemen wieder an den vermittelnden Verein zurückkommt. Damit soll sichergestellt werden, dass erneut geprüft werden kann, welches Zuhause geeignet ist.
Der konkrete Fall von Hubert Fella und Hündin Bella hat vor allem deshalb Aufmerksamkeit erhalten, weil zwischen der öffentlich gefeierten Aufnahme und der Rückgabe nur etwa zwei Wochen lagen. Fella hatte den Hund zunächst als bewusst gewählten Familienzuwachs vorgestellt. Wenig später erklärte er, dass die Haltung für ihn nicht passe.
Wie es für die Hündin weitergeht und ob bereits eine neue Pflegestelle oder ein neues dauerhaftes Zuhause gefunden wurde, war zunächst nicht öffentlich bestätigt. Fella erklärte unterdessen, vorerst keinen neuen Hund aufnehmen zu wollen.
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