Zinsentscheidungen und Konzernbilanzen prägen die neue Börsenwoche

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die internationalen Aktienmärkte stehen vor einer Woche mit zahlreichen wichtigen Wirtschaftsterminen. Die Börsenwoche ab 26. Oktober 2026 wird vor allem von den Zinsentscheidungen der amerikanischen und europäischen Notenbanken sowie den Quartalszahlen großer Unternehmen geprägt. Hinzu kommt die politische Unsicherheit vor den US-Zwischenwahlen am 3. November. Für den DAX und die Wall Street rücken damit gleich mehrere Faktoren in den Mittelpunkt, die Einfluss auf die weitere Entwicklung der Aktienmärkte haben können.

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US-Notenbank Fed entscheidet am Mittwoch über die Zinsen

Am Mittwoch, 28. Oktober, gibt die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihre nächste Zinsentscheidung bekannt. Die Veröffentlichung ist für 19 Uhr deutscher Zeit vorgesehen. Anschließend erläutert Fed-Chef Kevin Warsh die Entscheidung auf einer Pressekonferenz.

Bei ihrer vorherigen Sitzung im September hatte die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Hintergrund war die weiterhin erhöhte Inflation in den Vereinigten Staaten.

Nun richtet sich der Blick darauf, ob die Währungshüter ihren geldpolitischen Kurs fortsetzen oder zunächst unverändert lassen. Besonders die Aussagen zur Inflation und zur wirtschaftlichen Entwicklung dürften für die Finanzmärkte von Bedeutung sein. Veränderungen der amerikanischen Zinserwartungen können sich auch auf den Dollar, die Anleihemärkte und europäische Aktien auswirken.

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EZB trifft ihre Zinsentscheidung einen Tag später

Bereits am Donnerstag, 29. Oktober, folgt die Europäische Zentralbank. Der EZB-Rat veröffentlicht seine geldpolitischen Beschlüsse um 14.15 Uhr. Für 14.45 Uhr ist die Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde angesetzt.

Damit entscheiden die beiden wichtigsten westlichen Notenbanken innerhalb von weniger als 24 Stunden über ihre Geldpolitik.

Für europäische Unternehmen sind insbesondere die weiteren Finanzierungskosten und die wirtschaftlichen Perspektiven im Euroraum relevant. Unterschiedliche Zinssignale aus Washington und Frankfurt können zudem das Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar beeinflussen.

Microsoft, Alphabet und Amazon legen Quartalszahlen vor

Parallel zur Geldpolitik erreicht die amerikanische Berichtssaison einen wichtigen Abschnitt. Am Mittwoch veröffentlichen Microsoft und der Google-Mutterkonzern Alphabet ihre Geschäftszahlen. Amazon folgt am Donnerstag.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere das Wachstum im Cloudgeschäft, die Entwicklung der Werbeerlöse und die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz. Die Unternehmen gehören zu den Schwergewichten an der Wall Street und haben erheblichen Einfluss auf die großen amerikanischen Aktienindizes.

Auch in Deutschland stehen bedeutende Unternehmensberichte an. Am Mittwoch präsentieren unter anderem die Deutsche Bank, Mercedes-Benz und BASF ihre Ergebnisse. Am Donnerstag folgen Volkswagen und Adidas.

Die Zahlen geben Aufschluss über die Entwicklung wichtiger Branchen, darunter die Automobilindustrie, das Bankgeschäft und die Chemieindustrie. Neben Umsatz und Gewinn dürften auch die Prognosen der Unternehmen für die kommenden Monate Aufmerksamkeit erhalten.

US-Zwischenwahlen rücken näher

Neben den wirtschaftlichen Terminen gewinnt die politische Entwicklung in den Vereinigten Staaten an Bedeutung. Am Dienstag, 3. November, finden die amerikanischen Zwischenwahlen statt. Dabei werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel des Senats neu vergeben.

Die Abstimmung entscheidet über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress. Diese sind unter anderem für Steuerfragen, den Bundeshaushalt und die amerikanische Handelspolitik relevant.

Welche Auswirkungen die Wahl auf die Aktienmärkte haben wird, lässt sich im Vorfeld nicht zuverlässig bestimmen. Für international tätige Unternehmen spielen mögliche Veränderungen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen allerdings eine wichtige Rolle.

DAX und Wall Street vor richtungsweisenden Terminen

Die neue Handelswoche vereint damit mehrere bedeutende Einflussfaktoren. Während die Notenbanken über die Zinsen entscheiden, liefern die Unternehmen neue Einblicke in ihre wirtschaftliche Entwicklung.

Besonders der Mittwoch und Donnerstag stehen im Mittelpunkt. Für den DAX werden die Ergebnisse deutscher Industriekonzerne ebenso wichtig wie die Signale der EZB. An der Wall Street treffen die Fed-Entscheidung und die Geschäftszahlen der Technologiekonzerne unmittelbar aufeinander.

Ob daraus steigende oder fallende Aktienkurse entstehen, hängt vor allem davon ab, wie die tatsächlichen Entscheidungen und Unternehmensergebnisse im Verhältnis zu den bisherigen Markterwartungen ausfallen.

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