Sacha Boey könnte den FC Bayern doch noch kurzfristig verlassen

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Beim FC Bayern könnte es wenige Tage nach dem Ende der deutschen Transferperiode doch noch zu einem Abgang kommen. Nach Informationen von BILD führe der deutsche Rekordmeister Gespräche mit Klubs aus Saudi-Arabien über einen Wechsel von Rechtsverteidiger Sacha Boey. Der Bericht erschien am Samstagnachmittag, 5. September 2026, und ist die Ausgangsquelle für die aktuellen Meldungen über konkrete Gespräche mit Vereinen aus der Saudi Pro League. Ein Transfer ist bislang weder vom FC Bayern noch von einem möglichen neuen Klub bestätigt worden.

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BILD zufolge wäre der 25 Jahre alte Franzose grundsätzlich zu einem Wechsel nach Saudi-Arabien bereit. Einen konkreten Interessenten nennt das Blatt nicht. Ebenso werden für die derzeitigen Gespräche weder eine mögliche Ablösesumme noch ein Leihmodell oder Angaben zu einem Vertrag bei einem neuen Klub genannt. Möglich ist ein später Wechsel weiterhin, weil das Transferfenster in Saudi-Arabien erst am Sonntag, 6. September, schließt. Sky Sport hatte bereits am 2. September darauf hingewiesen, dass Spieler unter anderem noch bis zu diesem Datum bei saudiarabischen Klubs registriert werden können.

Unterschiedliche Angaben zum gescheiterten Deadline-Day-Wechsel

Bereits am Deadline Day hatte sich ein Abgang Boeys abgezeichnet. Nach Darstellung von BILD habe sich am Dienstag ein Transfer zum FC Everton zerschlagen. Sky Sport hatte die Situation anschließend etwas anders beschrieben. Nach Angaben von Sky-Reporter Kerry Hau habe es zwei Anfragen aus England gegeben, die jedoch nicht zu konkreten Angeboten geführt hätten. Damit ist zwar belegt, dass Boeys Zukunft bis zum Ende der großen europäischen Transferfenster offen war. Die genaue Intensität der Gespräche mit Everton lässt sich anhand der bislang veröffentlichten Angaben jedoch nicht abschließend bestimmen.

Auch der FC Bayern hatte öffentlich deutlich gemacht, dass ein Wechsel möglich war. Sportdirektor Christoph Freund erklärte am Dienstag, der Klub habe gemeinsam mit Trainer Vincent Kompany und Boey entschieden, dass der Verteidiger in den letzten Tagen vor dem Transferschluss individuell trainieren sollte. Sky zitierte Freund mit den Worten, diese Entscheidung sei in Abstimmung mit Vincent Kompany und ihm getroffen worden.

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Am Freitag hatte sich die Lage bereits wieder verändert. Freund sagte auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Schalke: Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich jetzt höher, dass er hier bleibt. Gleichzeitig verwies der Sportdirektor darauf, dass einzelne Transfermärkte weiterhin geöffnet seien.

Bayern hatte Boey im Sommer zum Wechsel freigestellt

Dass Sacha Boey grundsätzlich zu den Abgangskandidaten gehörte, war keine reine Transfer-Spekulation. Sportvorstand Max Eberl hatte die Personalplanung schon während der Vorbereitung öffentlich erläutert. Neben João Palhinha und Bryan Zaragoza gehörte Boey zu den Profis, bei denen Bayern offen für einen Abschied war. Eberl sagte Ende Juli, er glaube, dass für die drei Spieler beim FC Bayern die Zukunft keine sein werde. Gleichzeitig betonte er, dass bestehende Verträge respektiert werden müssten.

Freund stellte nach dem Ende der deutschen Transferperiode allerdings klar, dass Boey im Falle eines Verbleibs wieder vollständig zur Mannschaft gehören werde. Über den Franzosen sagte er: Er hat sich immer einwandfrei verhalten, er hat eine super Vorbereitung gespielt. Wenn kein Transfer mehr zustande komme, werde Boey wieder normales Mitglied des Teams sein.

Diese Haltung zeigte sich zuletzt auch im Trainingsbetrieb. Boey nahm am Freitag wieder mit der Mannschaft am Abschlusstraining teil und war nach BILD-Angaben auch beim offiziellen Mannschaftsfoto für die Saison 2026/27 dabei. Für das Bundesliga-Spiel auf Schalke am Samstag gehörte er allerdings nicht zum Aufgebot.

Boeys Vertrag beim FC Bayern läuft bis 2028

Sacha Boey wurde am 13. September 2000 in Montreuil bei Paris geboren und ist Rechtsverteidiger. Seine Profikarriere begann bei Stade Rennes. Nach einer Leihe zum FCO Dijon wechselte er 2021 zu Galatasaray Istanbul. Dort entwickelte er sich zum Stammspieler und türkischen Meister, bevor Bayern ihn Ende Januar 2024 verpflichtete. Der Vertrag in München läuft bis zum 30. Juni 2028.

Galatasaray bezifferte die Ablösesumme für den damaligen Wechsel offiziell auf 30 Millionen Euro. Weitere fünf Millionen Euro wurden als mögliche Bonuszahlungen vereinbart.

Seine Zeit in München verlief allerdings nicht dauerhaft als Stammspieler. In der Saison 2025/26 bestritt Boey nach Daten des DFB neun Bundesligaspiele für Bayern, dazu kamen zwei Einsätze im DFB-Pokal und drei in der Champions League. Anfang Februar 2026 liehen ihn die Münchner bis zum Saisonende an Galatasaray aus. Der FC Bayern bezeichnete den Schritt damals ausdrücklich als Möglichkeit, Boey mehr Einsatzzeit zu verschaffen.

Bei Galatasaray kam der Außenverteidiger anschließend nach Sky-Angaben wettbewerbsübergreifend auf 16 Einsätze und erzielte zwei Tore. Die vereinbarte Kaufoption habe bei 15 Millionen Euro gelegen, Galatasaray entschied sich jedoch dagegen, sie zu ziehen. Für die Leihe hatte der türkische Klub offiziell eine Gebühr von 500.000 Euro gezahlt. Boey kehrte deshalb im Sommer zum FC Bayern zurück.

Auf der rechten Abwehrseite hat Bayern mehrere Optionen

Sportlich verfügt Trainer Vincent Kompany auf Boeys Position über Alternativen. Im aktuellen Bayern-Kader stehen mit Josip Stanišić und Konrad Laimer zwei weitere Spieler, die auf der rechten Abwehrseite eingesetzt werden können. Beide gehören auch zum aktuellen Bundesliga-Kader. Beim 0:0 auf Schalke begann Laimer als Rechtsverteidiger.

Damit unterscheidet sich Boeys Situation von der eines unverzichtbaren Stammspielers. Die Bayern-Verantwortlichen hatten bereits vor Saisonbeginn öffentlich erklärt, dass sie einem Transfer offen gegenüberstehen. Sollte der von BILD gemeldete Versuch mit einem Klub aus Saudi-Arabien jedoch nicht zu einer Einigung führen, müsste Boey zunächst in München bleiben. Sein Vertrag läuft noch fast zwei Jahre, und Freund hat ausdrücklich angekündigt, ihn in diesem Fall wieder regulär in die Mannschaft einzugliedern.

Für die aktuellen Gespräche nennt BILD bislang weder einen möglichen Käufer noch eine Ablösesumme oder ein konkretes Vertragsmodell. Auch eine Leihe wird in dem Bericht nicht genannt. Offiziell bestätigt ist deshalb weiterhin nur Boeys bestehender Vertrag beim FC Bayern. Ob daraus bis zum Schließen des saudiarabischen Transferfensters noch ein kurzfristiger Wechsel wird, war am Samstagabend offen.

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