Rauch in Großbäckerei bei Durach verursacht hohen Schaden

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein technischer Defekt an einem Backofen hat am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, einen Feuerwehreinsatz in einer Großbäckerei in Durach im bayerischen Landkreis Oberallgäu ausgelöst. In dem Betrieb entwickelte sich dichter Rauch, nachdem Glaswolle in Brand geraten war. Die Produktionsstätte wurde geräumt, Einsatzkräfte belüfteten das Gebäude. Verletzt wurde niemand. Der finanzielle Schaden fällt dennoch erheblich aus: Die Polizei geht von einem sechsstelligen Eurobetrag aus. Darin enthalten sind Schäden an der Technik sowie Lebensmittel, die nicht mehr verwendet werden können.

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Brandmeldeanlage löst am späten Sonntagabend aus

Gegen 22 Uhr schlug die Brandmeldeanlage in der Bäckerei Alarm. Die Feuerwehren aus Durach und der benachbarten Stadt Kempten wurden zum Einsatzort gerufen. Der Betrieb befindet sich nach Angaben des regionalen Nachrichtenportals BSAktuell im Sportplatzweg. Der Brand in Durach ereignete sich somit bereits am Sonntagabend. Die ersten Angaben zur Schadenshöhe wurden am Montag, 19. Oktober, veröffentlicht.

Die Rauchentwicklung nahm ihren Ausgang im Bereich eines Produktionsofens. Die Feuerwehr musste sich deshalb nicht nur mit der eigentlichen Brandstelle beschäftigen, sondern auch mit dem Rauch innerhalb des Gebäudes. Angaben dazu, wie viele Feuerwehrleute vor Ort waren oder wie lange der Einsatz insgesamt dauerte, lagen zunächst nicht vor.

Technischer Defekt am Backofen setzt Dämmmaterial in Brand

Ausgangspunkt war nach den bisherigen Angaben ein technischer Defekt an einem industriellen Backofen. In dessen Umfeld entzündete sich Glaswolle. Das Material wird unter anderem zur Wärmedämmung eingesetzt. Durch den Vorfall entstand eine erhebliche Rauchentwicklung, die sich auf die Produktionsräume auswirkte. Welche konkrete Komponente am Ofen versagte, ist bislang nicht öffentlich erläutert worden.

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Eine Ausbreitung des Feuers auf das gesamte Gebäude wurde nicht gemeldet. Die Schäden beschränkten sich allerdings nicht auf die Stelle, an der die Rauchentwicklung begann. Besonders folgenreich war, dass Lebensmittel innerhalb des Betriebs in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ob neben dem betroffenen Ofen weitere Maschinen beschädigt wurden, geht aus den bislang vorliegenden Angaben nicht hervor. Eine genauere technische Untersuchung des beschädigten Ofens wurde zunächst nicht öffentlich bestätigt.

Großbäckerei wird geräumt, niemand verletzt

In der Großbäckerei waren den Angaben zufolge knapp 30 Mitarbeiter tätig. Nach Auslösung des Alarms wurde das Gebäude geräumt. Die Einsatzkräfte aus Durach und Kempten kümmerten sich anschließend darum, die Räume zu belüften. Nach Angaben der Polizeiinspektion Kempten wurde niemand verletzt.

Damit blieb der Einsatz für die Beschäftigten ohne gemeldeten Personenschaden. Einzelheiten zur Dauer der Räumung oder zu möglichen Unterbrechungen einzelner Produktionsabläufe sind nicht bekannt. Ebenso liegen keine gesicherten Angaben dazu vor, ob der Betrieb nach Abschluss der Feuerwehrmaßnahmen in allen Bereichen unmittelbar wieder genutzt werden konnte.

Die Folgen gingen allerdings über einen beschädigten Backofen hinaus. Die starke Verrauchung betraf auch bereits hergestellte Produkte und eingelagerte Zutaten. Damit entwickelte sich der zunächst auf eine technische Anlage begrenzte Vorfall zu einem erheblichen wirtschaftlichen Schaden für den Lebensmittelbetrieb.

Backwaren und Rohstoffe müssen entsorgt werden

Ein wesentlicher Teil des wirtschaftlichen Schadens entstand durch den Verlust von Lebensmitteln. Bereits hergestellte Backwaren mussten nach der starken Verrauchung entsorgt werden. Betroffen waren außerdem größere Mengen Mehl und weitere Zutaten, die für die Produktion vorgesehen waren. Damit gingen nicht nur verkaufsfertige Produkte verloren, sondern auch Rohstoffe, aus denen weitere Backwaren hätten hergestellt werden können.

Die Polizei schätzt den gesamten Schaden derzeit auf einen sechsstelligen Eurobetrag. Diese Angabe umfasst den Sachschaden und den Wert der betroffenen Waren. Sie bedeutet nicht, dass allein Backwaren im Wert von mindestens 100.000 Euro weggeworfen werden mussten. Eine genaue Aufteilung zwischen beschädigter Technik, fertigen Produkten und Rohstoffen wurde bislang nicht veröffentlicht.

Auch die Stückzahl oder das Gewicht der entsorgten Waren sind nicht bekannt. Eine konkrete Schadenssumme innerhalb des sechsstelligen Bereichs wurde ebenfalls nicht genannt. Die bisherige Bewertung ist deshalb als vorläufige Schätzung der Polizei zu verstehen.

Warum verunreinigte Lebensmittel nicht verkauft werden dürfen

Der Vorfall betrifft neben der Feuerwehrarbeit auch die Lebensmittelsicherheit. Innerhalb der Europäischen Union gilt nach Artikel 14 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002, dass nicht sichere Lebensmittel nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen. Als ungeeignet können auch Produkte gelten, die durch Verunreinigung nicht mehr für den menschlichen Verzehr infrage kommen.

Lebensmittelunternehmen müssen die Sicherheit ihrer Erzeugnisse selbst gewährleisten und entsprechende Kontrollen vorsehen. Diese Anforderungen gelten unabhängig davon, ob Lebensmittel bereits fertig hergestellt wurden oder sich noch in der Verarbeitung befinden. Auch der Zustand der verwendeten Rohstoffe ist für die Lebensmittelsicherheit entscheidend.

Welche konkreten Rauchbestandteile einzelne Waren in der Großbäckerei erreichten, war zunächst unklar. Fest steht, dass die Verrauchung zur Entsorgung von Backwaren und Zutaten führte. Ein Rückruf bereits ausgelieferter Produkte wurde nicht gemeldet. Ebenso gab es zunächst keine bestätigten Angaben über mögliche Auswirkungen auf Kunden oder Verkaufsstellen.

Weitere wirtschaftliche Folgen noch unklar

Für den betroffenen Betrieb sind zwei Schadensarten zu unterscheiden: der unmittelbare Verlust von Waren und Rohstoffen sowie die Beschädigung der Produktionsanlage. Wie hoch die Kosten für eine mögliche Reparatur des Ofens ausfallen, ist bislang nicht gesondert beziffert worden.

Auch zu einer längerfristigen Stilllegung oder zum weiteren Produktionsplan des Unternehmens lagen am Dienstagmorgen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Ob der Zwischenfall Auswirkungen auf Lieferungen an Bäckereifilialen oder andere Abnehmer hatte, war ebenfalls nicht bekannt.

Der Feuerwehreinsatz vom 18. Oktober hatte somit keine gemeldeten Verletzten zur Folge, verursachte aber nach polizeilicher Einschätzung einen erheblichen materiellen Schaden. Wann eine abschließende Schadensbilanz vorliegt und in welchem Umfang sich der Vorfall auf den laufenden Betrieb auswirkt, war zunächst offen.

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