
Bei einem schweren Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hannover hat die Feuerwehr am Sonntagabend mehrere Bewohner aus dem Gebäude gerettet. Das Feuer brach an der Badenstedter Straße im Stadtteil Badenstedt aus. Sieben Menschen wurden von den Einsatzkräften ins Freie gebracht. Eine Person musste dabei mit Hilfe eines Sprungretters gerettet werden, sechs weitere gelangten über eine Leiter aus dem Haus. Zwei weitere Menschen befanden sich zunächst noch innerhalb des Gebäudes. Nach Angaben der Feuerwehr bestand für sie zu diesem Zeitpunkt keine Lebensgefahr.
Der Brand in Hannover-Badenstedt führte zu einem Großeinsatz. Am frühen Abend hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Die Ursache des Feuers war zunächst nicht bekannt. Auch zum vollständigen Ausmaß der Schäden und zur weiteren Unterbringung der Bewohner lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Besonders aufwendig war die Rettung der Menschen aus dem Mehrfamilienhaus. Nach den bislang vorliegenden Angaben war der reguläre Weg aus einem Teil des Gebäudes durch das Feuer nicht mehr nutzbar. Sechs Bewohner wurden deshalb über eine tragbare Leiter nach draußen gebracht. Eine weitere Person musste das Gebäude über einen Sprungretter verlassen. Dabei handelt es sich um ein großes aufblasbares Rettungspolster, das die Feuerwehr unter anderem dann einsetzen kann, wenn Menschen aus höher gelegenen Bereichen keinen anderen sicheren Fluchtweg mehr haben.
Alle sieben Geretteten wurden anschließend vor Ort medizinisch untersucht. Eine bestätigte Angabe darüber, ob Personen verletzt wurden oder zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, lag zunächst nicht vor. Bestätigt ist lediglich die medizinische Untersuchung der geretteten Bewohner am Einsatzort.
Zwei weitere Menschen befanden sich während des laufenden Einsatzes zunächst noch innerhalb des Hauses. Dabei handelte es sich nach den Angaben der Feuerwehr nicht um vermisste Personen. Feuerwehrkräfte waren bei ihnen, eine unmittelbare Lebensgefahr bestand demnach nicht. Gegen 19:17 Uhr war noch nicht abschließend bestätigt, wann auch diese beiden Menschen das Gebäude verlassen konnten.
Die Feuerwehr bezeichnete den Einsatz an der Badenstedter Straße als Großeinsatz. Das Feuer konnte am frühen Abend unter Kontrolle gebracht werden. Damit war die unmittelbare Ausbreitung gestoppt, die Arbeiten der Feuerwehr waren zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht zwangsläufig vollständig beendet. Bei größeren Wohnungs- und Gebäudebränden folgen regelmäßig Kontrollen auf versteckte Brandstellen sowie Maßnahmen zur Sicherung und Belüftung betroffener Bereiche.
Wie viele Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Fahrzeuge am Sonntagabend konkret eingesetzt wurden, war zunächst nicht bestätigt. Fest stand lediglich, dass aufgrund der Rettung mehrerer Menschen und der Brandbekämpfung ein größerer Einsatz erforderlich war.
Die Badenstedter Straße verläuft durch den westlichen Teil Hannovers. Der aktuelle Einsatz wurde dem Stadtteil Badenstedt zugeordnet.
Warum das Feuer am Sonntag ausbrach, war am Abend noch ungeklärt. Gesicherte Angaben zu einem möglichen technischen Defekt, menschlichem Verhalten oder einer anderen Brandursache gab es zunächst nicht. Eine unabhängige Bestätigung für darüber hinausgehende Darstellungen lag nicht vor.
Auch zur Schadenshöhe gab es zunächst keine belastbare Zahl. Offen war zudem, welche Teile des Mehrfamilienhauses nach Abschluss des Einsatzes wieder genutzt werden können.
Zur Unterbringung der Bewohner gab es am Sonntagabend zunächst ebenfalls keine bestätigten Einzelheiten. Damit war noch offen, ob Menschen die Nacht anderweitig verbringen müssen, ob einzelne Wohnungen wieder freigegeben werden können oder ob für Bewohner Ersatzunterkünfte organisiert werden.
Der Einsatz zeigt zugleich, wie schnell sich die Lage bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus zuspitzen kann, wenn ein regulärer Fluchtweg nicht mehr zur Verfügung steht. In Hannover mussten deshalb gleich zwei unterschiedliche Rettungswege eingesetzt werden. Neben einer tragbaren Leiter kam für einen Bewohner der Sprungretter zum Einsatz.
Nach dem Stand vom frühen Sonntagabend waren sieben Menschen aus dem Gebäude gerettet und medizinisch untersucht worden. Zwei weitere Personen befanden sich zunächst noch im Haus, waren dort aber bereits in der Obhut der Feuerwehr und nicht in Lebensgefahr. Das Feuer war unter Kontrolle. Die Brandursache, mögliche Verletzungen, die genaue Schadenshöhe und die weitere Unterbringung der Bewohner waren zunächst noch nicht abschließend geklärt.
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