Wohnhaus in Weimar eingestürzt: Suche nach Bewohner läuft

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein schwerer Brand hat am Sonntag ein Einfamilienhaus im Norden von Weimar weitgehend zerstört. Das Gebäude in Weimar-Lützendorf stürzte in Teilen ein. Einsatzkräfte suchten am Nachmittag weiter nach einem 61-jährigen Bewohner, der zunächst nicht gefunden werden konnte. Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Die nahe Bundesstraße 7 wurde wegen des Einsatzes zeitweise gesperrt, war am späten Nachmittag aber wieder freigegeben.

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Die Ursache des Feuers war am frühen Sonntagabend weiterhin ungeklärt. Zeugen hatten beim Ausbruch des Brandes von explosionsartigen Geräuschen berichtet. Eine Explosion als Auslöser des Feuers war von der Polizei jedoch nicht bestätigt. Zu möglichen Verletzten lagen zunächst ebenfalls keine bestätigten Angaben vor.

Feuer bricht am späten Sonntagvormittag aus

Das Feuer wurde gegen 11 Uhr am Sonntagvormittag gemeldet. Betroffen war ein Einfamilienhaus im Bereich Lützendorf im Norden Weimars sowie ein angrenzendes Nebengebäude. Der Brand entwickelte sich so stark, dass beide Gebäude erheblich beschädigt beziehungsweise vollständig zerstört wurden. Nach Angaben der Polizei wurde der Sachschaden vorläufig auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Das betroffene Gebiet liegt am nördlichen Rand Weimars in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 7. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Umfeld gewarnt. Eine Warnmeldung der zuständigen Leitstelle wurde gegen 12.03 Uhr veröffentlicht. Bewohner sollten Türen und Fenster geschlossen halten und Lüftungs- sowie Klimaanlagen abschalten. Die Warnung bezog sich auf Weimar-Lützendorf und angrenzende Bereiche.

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Die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. Eine offiziell bestätigte Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute lag zunächst nicht vor. Auch Polizei und später das Technische Hilfswerk beteiligten sich an den Maßnahmen am Brandort.

61-jähriger Bewohner wird vermisst

Im Mittelpunkt des Einsatzes stand am Nachmittag die Suche nach einem 61 Jahre alten Bewohner des Hauses. Nach Angaben der Polizei war zunächst unklar, ob sich der Mann beim Brand im Gebäude befunden hatte. Wegen des Einsturzes und der erheblichen Schäden gestaltete sich die Suche schwierig.

Andere Bewohner des Hauses sollen sich zum Zeitpunkt des Feuers nach Angaben eines Polizeisprechers nicht dort aufgehalten haben. Eine bestätigte Zahl verletzter Personen wurde bis zum frühen Abend nicht genannt. Damit war auch nicht bestätigt, dass bei dem Brand Menschen verletzt wurden.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk begannen damit, die Trümmer mit schwerem Gerät zu bewegen. Ziel war es, Bereiche zugänglich zu machen, die wegen der Einsturzgefahr zunächst nicht durchsucht werden konnten. Hauptgebäude und Nebengebäude waren vollständig zerstört.

B7 wegen des Einsatzes zeitweise gesperrt

Der Großeinsatz hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im Norden Weimars. Weil das betroffene Haus unmittelbar im Bereich der Bundesstraße liegt und Einsatzfahrzeuge sowie Rettungskräfte Platz benötigten, wurde die B7 vorübergehend gesperrt. Die Polizei richtete Umleitungen und weitere Straßensperrungen ein.

Am frühen Nachmittag bestand die Sperrung noch. Spätestens gegen 17 Uhr wurde gemeldet, dass die vorübergehende Sperrung der Bundesstraße wieder aufgehoben worden war. Eine minutengenaue Dauer der Sperrung wurde zunächst nicht offiziell veröffentlicht. Die B7 war damit mehrere Stunden von den Folgen des Einsatzes betroffen.

Die Bundesstraße ist eine wichtige Verkehrsverbindung durch den Raum Weimar. Im betroffenen Abschnitt verläuft sie nördlich des Stadtgebiets in unmittelbarer Nähe von Lützendorf. Auch nach der Verkehrsfreigabe mussten Einsatzkräfte im Bereich des zerstörten Gebäudes weiterarbeiten.

Explosion bislang nicht bestätigt

Offen blieb am Sonntagabend vor allem die Ursache des Brandes. Mehrere Zeugen hatten nach Angaben der Polizei von explosionsartigen Geräuschen berichtet, als das Feuer ausbrach. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass tatsächlich eine Explosion den Brand ausgelöst hat.

Die Polizei bestätigte eine solche Ursache zunächst ausdrücklich nicht. Ob ein technischer Defekt, eine Explosion oder eine andere Ursache zu dem Feuer führte, war noch Gegenstand der Untersuchungen. Gesicherte Angaben zum Ausgangspunkt des Brandes lagen zunächst ebenfalls nicht vor.

Suche in den Trümmern dauert an

Die Arbeiten am Brandort waren am späten Nachmittag noch nicht abgeschlossen. Feuerwehr und THW mussten Teile des eingestürzten Gebäudes kontrolliert abtragen und Trümmer bewegen. Wegen des Zustands des Hauses war die Suche nach dem vermissten Bewohner besonders aufwendig.

Für die Menschen im Umfeld galten wegen verbliebener Rauchschwaden zunächst weiterhin Vorsichtsmaßnahmen. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Angaben dazu, wann sämtliche Arbeiten beendet sein würden, lagen zunächst nicht vor.

Damit waren am frühen Sonntagabend vor allem drei Punkte bestätigt: Das Einfamilienhaus und ein Nebengebäude in Weimar-Lützendorf wurden schwer beziehungsweise vollständig zerstört, ein 61-jähriger Bewohner galt weiter als vermisst und die Brandursache war noch ungeklärt. Die zunächst eingerichtete Sperrung der B7 war inzwischen aufgehoben. Berichte über eine Explosion blieben dagegen zunächst eine Zeugenschilderung und waren nicht als Ursache des Brandes bestätigt.

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