
In einer Flüchtlingsunterkunft in Hürth-Gleuel bei Köln ist am frühen Montagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte gegen 4:15 Uhr an. Nach dem bislang jüngsten Stand mussten 57 Bewohnerinnen und Bewohner das Gebäude verlassen. Verletzt wurde niemand. Das Feuer brach in einem Zimmer im ersten Obergeschoss aus. Eine Ausbreitung auf das Dach konnte die Feuerwehr verhindern. Die Ursache des Brandes war am Morgen noch unklar.
Der Brand in Flüchtlingsunterkunft in Hürth-Gleuel beschäftigte die Einsatzkräfte seit den frühen Morgenstunden. Nach Angaben, die der WDR unter Berufung auf Feuerwehr und Polizei veröffentlichte, entstand das Feuer in einem Zimmer im ersten Stock des Gebäudes. Von dort drohten die Flammen auf das Dachgeschoss überzugreifen. Die Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung jedoch verhindern.
Das Feuer war gegen 7 Uhr unter Kontrolle. Vollständig beendet war der Einsatz zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Feuerwehrleute suchten das Gebäude weiter nach Glutnestern ab und führten Nachlöscharbeiten durch. Wie lange diese Arbeiten dauern würden, war zunächst nicht genau absehbar.
Die Unterkunft befindet sich an der Ernst-Reuter-Straße in Hürth-Gleuel. Während des Einsatzes war die Straße in Höhe des Brandortes gesperrt. Ein früher Bericht von Radio Erft hatte zunächst von 17 Menschen gesprochen, die aus dem Gebäude gebracht worden seien. Der um 7:10 Uhr aktualisierte WDR-Bericht nannte unter Berufung auf Feuerwehr und Polizei dagegen insgesamt 57 Bewohner.
Nach dem bisherigen Stand kamen alle Bewohner unverletzt aus der Unterkunft. Radio Erft berichtete am frühen Morgen, die aus dem Gebäude gebrachten Menschen seien medizinisch betreut worden. Eine Behandlung von Verletzten oder Transporte in Krankenhäuser wurden nicht gemeldet. Der WDR bestätigte später ebenfalls, dass sämtliche Bewohner unverletzt geblieben seien.
Damit blieb das Feuer trotz der zeitweise drohenden Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile ohne Personenschaden. Angaben darüber, ob einzelne Bewohner Rauch eingeatmet hatten oder vorsorglich eingehender untersucht wurden, lagen zunächst nicht vor.
Auch zur Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizeibeamten gab es am frühen Montagmorgen noch keine belastbare Gesamtzahl. Bekannt war lediglich, dass neben der Brandbekämpfung auch die Betreuung der Bewohner und die Absicherung des Einsatzortes erforderlich waren.
Wie das Feuer in dem Zimmer entstand, war zunächst offen. Feuerwehr und Polizei hatten bis zum Morgen keine Ursache bekannt gegeben. Auch Hinweise auf Vorsatz oder einen technischen Defekt lagen zunächst nicht vor. Entsprechende Vermutungen lassen sich deshalb derzeit nicht belegen.
Sobald die Löscharbeiten abgeschlossen und der betroffene Bereich sicher begehbar ist, kann die Brandstelle genauer untersucht werden. Ob die Polizei bereits formell Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat oder wann eine Untersuchung des Zimmers beginnen kann, war am frühen Morgen noch nicht öffentlich mitgeteilt worden.
Gesicherte Angaben zum entstandenen Sachschaden gab es ebenfalls noch nicht. Fest steht bislang lediglich, dass mindestens ein Raum im ersten Obergeschoss vom Feuer betroffen war und eine Ausbreitung in Richtung Dach verhindert werden konnte.
Unklar blieb zunächst auch, wann die 57 Bewohner in das Gebäude zurückkehren können. Entscheidend dürfte sein, welche Schäden Feuer, Rauch und Löschwasser im betroffenen Bereich verursacht haben und ob andere Teile der Unterkunft weiter bewohnbar sind.
Behördliche Angaben zu einer Ersatzunterbringung lagen am frühen Morgen zunächst nicht vor. Auch war noch nicht bekannt, ob alle Bewohner vorübergehend an einem anderen Ort untergebracht werden müssen oder ob nach Abschluss der Nachlöscharbeiten zumindest Teile des Gebäudes wieder freigegeben werden können.
Die Stadt Hürth betreibt seit Jahren Unterkünfte für Geflüchtete. Die Ernst-Reuter-Straße wird bereits seit längerem als Standort einer städtischen Unterkunft geführt. In einer städtischen Satzung waren dort bereits früher Übergangsheime ausgewiesen worden.
Am Montagmorgen konzentrierten sich die Arbeiten vor allem darauf, ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Solche Nachlöscharbeiten können sich insbesondere dann hinziehen, wenn sich Hitze oder Glut in Decken, Wandverkleidungen oder dem Dachbereich gehalten hat. Ob Gebäudeteile geöffnet werden mussten, war für den Einsatz in Hürth-Gleuel zunächst nicht bestätigt.
Nach dem Stand von 7:10 Uhr war der eigentliche Brand jedoch unter Kontrolle. Eine Ausbreitung auf das Dachgeschoss war verhindert worden, alle 57 Bewohner hatten das Gebäude verlassen und Verletzte waren nicht zu beklagen.
Offen blieben am Morgen vor allem die Brandursache, das Ausmaß der Gebäudeschäden, die genaue Stärke der eingesetzten Kräfte und die Frage, wann die Bewohner in die Unterkunft zurückkehren können.
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