
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Kiel sind acht Menschen von der Feuerwehr gerettet worden. Zwei Bewohner hatten sich auf das Dach des Gebäudes begeben und mussten dort von Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden. Eine Person kam anschließend vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Das betroffene Wohnhaus im Stadtteil Südfriedhof ist vorerst nicht mehr bewohnbar.
Der Brand in Kiel-Südfriedhof ereignete sich bereits am Donnerstagabend, 10. September 2026. Gegen 17.25 Uhr gingen nach Angaben der Feuerwehr mehrere Notrufe nahezu gleichzeitig bei der Integrierten Regionalleitstelle ein. Gemeldet wurde ein Feuer im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Johann-Meyer-Straße. Flammen waren demnach bereits von außen zu erkennen. Zudem bestand zunächst die Sorge, dass sich noch mehrere Menschen im Gebäude befanden.
Zunächst rückte der Löschzug der Hauptwache aus. Unterstützt wurde er von Kräften der Ostwache und Nordwache sowie vom Rettungsdienst. Weitere Notrufe verschärften die Lage: Zwei Menschen sollten sich auf dem Dach des Hauses befinden. Daraufhin erhöhte die Feuerwehr das Einsatzstichwort auf einen größeren Brandeinsatz und alarmierte zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren Russee und Gaarden. Auch der Rettungsdienst verstärkte seine Kräfte.
Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich die gemeldete Situation. Die beiden Menschen auf dem Dach wurden nach den offiziellen Angaben mit tragbaren Leitern gerettet. Gleichzeitig gingen mehrere Trupps in das Gebäude. Einsatzkräfte unter Atemschutz bekämpften das Feuer im Erdgeschoss, während weitere Feuerwehrleute den Keller kontrollierten und das Obergeschoss nach Menschen absuchten.
Insgesamt brachte die Feuerwehr acht Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit. Eine Person wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Kieler Krankenhaus gebracht. Ob sie tatsächlich Verletzungen erlitten hatte und um welche Art von Beschwerden es sich gegebenenfalls handelte, teilte die Feuerwehr nicht mit. Angaben über weitere Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Nach Angaben der Feuerwehr waren rund 65 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt. Neben der Berufsfeuerwehr kamen damit auch mehrere freiwillige Einheiten zum Einsatz. Weil die Hauptwache während des Großeinsatzes weitgehend gebunden war, wurde sie vorübergehend durch die Freiwillige Feuerwehr Suchsdorf besetzt. Damit blieb die Einsatzbereitschaft für weitere Notfälle im Stadtgebiet erhalten.
Das Feuer selbst konnte nach Angaben der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Eine weitere Ausbreitung auf das Gebäude wurde verhindert. Während der Nachlöscharbeiten mussten Einsatzkräfte Teile des Daches öffnen, um mögliche Glutnester zu erreichen und abzulöschen.
Obwohl das Feuer vergleichsweise schnell gelöscht werden konnte, sind die Folgen für die Bewohner erheblich. Das Mehrfamilienhaus ist nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Menschen wurden von der Feuerwehr anderweitig untergebracht. Wo und für welchen Zeitraum sie unterkamen, wurde nicht näher mitgeteilt.
Eine Schadenshöhe war am Freitagmorgen noch nicht bekannt. Auch zur Brandursache gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die Polizeidirektion Kiel hatte bis zum Freitagmorgen keine eigene Mitteilung veröffentlicht, aus der sich nähere Erkenntnisse zur Ursache oder eine erste Schadensschätzung ergeben hätten.
Für die Bewohner endete der Einsatz damit zunächst ohne Meldung über schwere Verletzungen. Acht Menschen konnten das Haus verlassen beziehungsweise von der Feuerwehr gerettet werden. Das Gebäude selbst bleibt jedoch unbewohnbar. Wann die Bewohner zurückkehren können, war zunächst ebenso offen wie die Höhe des entstandenen Sachschadens und die genaue Ursache des Feuers.
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