
Bei einem Brand in Mühlhausen in Thüringen sind am späten Dienstagabend, 13. Oktober 2026, acht Menschen verletzt worden. Unter ihnen befinden sich zwei Kinder. Sechs Betroffene mussten nach Angaben der Thüringer Allgemeinen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr rettete vier Menschen mithilfe einer Drehleiter aus dem Mehrfamilienhaus. Die Polizei geht dem Verdacht nach, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Der Sachschaden wird auf rund 40.000 Euro geschätzt.
Der Brand in Mühlhausen ereignete sich kurz vor Mitternacht in einem Mehrfamilienhaus im Unstrut-Hainich-Kreis. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten zu dem Gebäude aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, die sich auf die Polizei beruft, erlitten insgesamt acht Menschen Rauchgasvergiftungen. Dazu gehören ein zweijähriges Kind und ein neunjähriges Mädchen.
Die Thüringer Allgemeine berichtete am Mittwochmorgen, dass sechs Menschen nach dem Feuer ins Krankenhaus mussten. Wie schwer die Betroffenen verletzt wurden und ob eine stationäre Behandlung notwendig war, blieb zunächst offen. Auch zum Gesundheitszustand der beiden Kinder lagen zunächst keine weiteren gesicherten Informationen vor.
Die Zahl der Verletzten zeigt, dass das Feuer nicht nur den unmittelbaren Brandbereich betraf. Rauch hatte sich im Gebäude ausgebreitet. Ob sämtliche Verletzten aus Wohnungen derselben Etage stammen oder sich zum Zeitpunkt des Brandes in unterschiedlichen Bereichen des Hauses aufhielten, war zunächst nicht bekannt.
Während des Einsatzes mussten vier Menschen über eine Drehleiter aus dem Mehrfamilienhaus gebracht werden. Dies geht aus den von der Polizei bestätigten Angaben hervor, die die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochmorgen veröffentlichte.
Die Rettung über die Drehleiter ermöglichte es den Einsatzkräften, die Betroffenen von außen aus dem Gebäude zu holen. Welche Etagen von der Rettungsaktion betroffen waren und weshalb die Bewohner ihre Wohnungen nicht auf anderem Weg verlassen konnten, wurde zunächst nicht näher erläutert.
Unklar blieb auch, wie viele Menschen sich insgesamt während des Brandes im Wohnhaus aufhielten. Angaben zur Zahl der eingesetzten Feuerwehrkräfte, Rettungswagen und weiteren Einsatzfahrzeuge lagen zunächst nicht vor.
Die Feuerwehr Mühlhausen gehört zu den Stützpunktfeuerwehren des Unstrut-Hainich-Kreises. Zu ihren Aufgaben zählen neben der Brandbekämpfung auch die Rettung von Menschen und die technische Hilfeleistung.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll das Feuer an einem Schuhregal im Flur des ersten Obergeschosses entstanden sein. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass das Regal von einer bislang unbekannten Person angezündet wurde. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.
Ob der Brand tatsächlich vorsätzlich verursacht wurde, muss im weiteren Verfahren geklärt werden. Ebenso war zunächst nicht bekannt, ob die Ermittler bereits konkrete Hinweise auf eine verantwortliche Person haben. Angaben zu möglichen Hintergründen lagen nicht vor.
Für die Ermittlungen in Mühlhausen ist die Polizei im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Nordhausen verantwortlich. Dazu gehört die Polizeiinspektion Unstrut-Hainich.
Neben den Verletzungen der Bewohner entstanden erhebliche Sachschäden. Die Polizei bezifferte diese nach ersten Erkenntnissen auf etwa 40.000 Euro. Welche Gebäudeteile besonders stark beschädigt wurden, war zunächst nicht näher bekannt.
Auch zur weiteren Nutzung des Mehrfamilienhauses gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Offen blieb, ob Wohnungen wegen Brand- oder Rauchschäden vorübergehend nicht genutzt werden können oder ob alle Bewohner nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes zurückkehren durften.
Bei Bränden in Mehrfamilienhäusern können nicht nur die Flammen selbst Schäden verursachen. Auch Rauch, Ruß und Löschwasser können die Bausubstanz und die Einrichtung beeinträchtigen. Ob und in welchem Umfang dies bei dem betroffenen Gebäude in Mühlhausen der Fall ist, war zunächst nicht bekannt.
Der Brand macht deutlich, welche Gefahren von Rauchentwicklung in einem Wohngebäude ausgehen können. Besonders problematisch ist ein Feuer in einem Flur oder Treppenhaus, weil diese Bereiche häufig als Fluchtwege dienen.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt ausdrücklich davor, verrauchte Treppenhäuser zu betreten. Bereits wenige Atemzüge Brandrauch können lebensgefährlich sein. Sind Fluchtwege durch Rauch blockiert, sollen Betroffene die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 verständigen und sich an einem Fenster bemerkbar machen.
Die Behörde empfiehlt außerdem, Treppenhäuser und Flure von abgestellten Gegenständen freizuhalten. Möbel und andere brennbare Materialien können im Brandfall zusätzliche Gefahren verursachen.
Im Fall von Mühlhausen steht nun die Klärung der Brandentstehung im Mittelpunkt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Acht Menschen wurden durch Rauch verletzt, vier mussten über eine Drehleiter gerettet werden. Weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf und zu möglichen Verantwortlichen lagen am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.
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