
Ein Brand im Nürnberger Hafen hat am Freitagabend, 28. August 2026, einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. In einem Recyclingbetrieb an der Linzer Straße brannte nach Angaben der Integrierten Leitstelle eine Schredderanlage für Altmetall. Über dem Hafengebiet entwickelte sich eine starke Rauchwolke. Für mehrere Nürnberger Stadtteile wurde deshalb eine amtliche Warnung ausgegeben. In der Nacht konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Feuerwehr war gegen 20.40 Uhr zu dem Betrieb im Hafengebiet alarmiert worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass in der Anlage ein Haufen aus Metallschrott brannte. Der Rauch und die damit verbundene Geruchsbelästigung waren in einem größeren Umkreis wahrnehmbar und führten nach Angaben des Bayerischen Rundfunks zu zahlreichen Notrufen.
Um 21.33 Uhr verschickte die Leitstelle Nürnberg über das Modulare Warnsystem eine amtliche Gefahrenmeldung. Betroffen waren unter anderem Gartenstadt, Kettlersiedlung, Hasenbuck, Eibach, Gebersdorf und das Gebiet am Rangierbahnhof. Die Bevölkerung wurde wegen der starken Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung aufgefordert, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten und das betroffene Gebiet zu meiden. Die Warnung wurde unter anderem über die Warn-App NINA und KATWARN verbreitet.
Nach Angaben eines Sprechers der Integrierten Leitstelle Nürnberg handelte es sich bei dem Rauch nicht um giftige Rauchgase. Die Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung blieben dennoch zunächst bestehen.
Die Warnung wurde in den frühen Morgenstunden aufgehoben. Um 2.51 Uhr am Samstag, 29. August, verschickte die Leitstelle die Entwarnung zu der zuvor veröffentlichten Gefahrenmeldung. Damit war die amtliche Warnphase nach gut fünf Stunden beendet.
Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks konnten die Einsatzkräfte das Feuer noch während der Nacht vollständig löschen. Verletzt wurde bei dem Brand in einem Recyclingbetrieb niemand.
Aufnahmen und Berichte der Nachrichtenagentur News5 zeigen, dass die Feuerwehr den brennenden Schrott auseinanderziehen beziehungsweise schrittweise abtragen musste, um an tiefer liegende Glutnester zu gelangen. Die Polizei sicherte währenddessen das Umfeld und hielt Zufahrten für die Einsatzfahrzeuge frei. Konkrete Angaben dazu, welche Straßen wie lange vollständig gesperrt waren, lagen zunächst nicht vor. Auch eine genaue Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrleute und Polizeikräfte wurde bis Samstagvormittag nicht offiziell veröffentlicht.
Als betroffenen Betrieb nannte News5 die Firma Max Eichner an der Linzer Straße. Eine entsprechende behördliche Veröffentlichung, in der der Firmenname ausdrücklich bestätigt wird, lag zunächst nicht vor. Gesichert ist, dass sich der Einsatz auf einem Gelände an der Linzer Straße im Nürnberger Hafengebiet ereignete.
Wie das Feuer entstanden ist, war am Samstagmorgen noch nicht geklärt. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, dass beim Zerkleinern von Altmetall grundsätzlich Funken entstehen könnten und sich im Material auch alte Akkus befinden könnten. Eine konkrete Ursache des Brandes war damit jedoch nicht festgestellt.
Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass in der Schredderanlage Metallschrott gebrannt hatte. Ob ein Akku, ein technischer Defekt oder ein anderer Auslöser für das Feuer verantwortlich war, blieb offen.
Der Einsatz zeigt zugleich, weshalb Brände in Recyclinganlagen auch ohne Verletzte umfangreiche Maßnahmen auslösen können. Bei brennenden Materialhaufen können sich Glutnester tief im Schüttgut halten. Das Material muss deshalb häufig auseinandergezogen werden, damit Löschwasser die Brandstellen erreicht. Im Nürnberger Hafen führte vor allem die erhebliche Rauchentwicklung dazu, dass die Warnung über mehrere Stadtteile verbreitet wurde.
Am Samstagmorgen war der Recyclingbetrieb im Nürnberger Hafen nicht mehr Schauplatz eines offenen Großbrandes. Das Feuer war nach Angaben der Feuerwehr bereits in der Nacht gelöscht worden, die Warnmeldung war aufgehoben und Verletzte waren nicht zu beklagen.
Damit hatte sich die Lage gegenüber dem Freitagabend deutlich beruhigt. Zu möglichen Sachschäden lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Ebenso waren die genaue Brandursache und der Umfang möglicher weiterer Ermittlungen am Samstagvormittag noch offen.
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