
In der Nacht zum Donnerstag, dem 16. April 2026, ist in Raunheim (Landkreis Groß-Gerau) eine Container-Wohnanlage für Geflüchtete und Wohnungslose vollständig niedergebrannt. Nach dem Brand wurde in den Trümmern eine tote Person entdeckt. Mehr als 100 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen.
Gegen 1:16 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehr, nachdem Flammen aus den Fenstern zweier Erdgeschosswohnungen schlugen. Die kommunale Anlage bot bis zu 30 Geflüchteten und Wohnungslosen Unterkunft – zum Zeitpunkt des Brandes waren 22 Personen gemeldet, 13 wurden am Einsatzort angetroffen. Nach dem Ende der Löscharbeiten entdeckten Kräfte in den Trümmern eine verstorbene Person. Ähnliche Tragödien haben sich in der Vergangenheit schon ereignet: So kam es bei einem Brand in einer Notunterkunft in Bonn ebenfalls zu einem Todesopfer.
Feuerwehren aus Raunheim, Rüsselsheim, Groß-Gerau, Trebur, Nauheim und weiteren umliegenden Gemeinden eilten zu dem Großeinsatz. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Person aus der Unterkunft erlitt Schulterverletzungen sowie eine Rauchgasvergiftung. Vier Feuerwehrleute wurden während der Löscharbeiten verletzt, einer musste zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Großeinsätze dieser Größenordnung sind auch aus der Region bekannt – wie etwa bei einem Großbrand auf einem Bauernhof in Westerkappeln.
Im Verlauf des Brandes kam es zu einer Explosion innerhalb der Containerwohnanlage, die die Löscharbeiten erschwerte. Die gesamte Anlage brannte komplett nieder und ist nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Bewohner wurden von den Behörden versorgt und anderweitig untergebracht. Auch anderswo haben Großbrände Gebäude vollständig zerstört – etwa bei einem Hausbrand auf der Neusser Straße, der ein Gebäude komplett vernichtete.
Die Kriminalkommission Rüsselsheim hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob das Feuer durch Fahrlässigkeit, einen technischen Defekt oder vorsätzliche Brandstiftung ausgelöst wurde, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen. Dieser Bericht wird aktualisiert.
Quellen: Hessenschau, Polizei Groß-Gerau, Feuerwehr Raunheim
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