
Der Brand in einem Recyclingbetrieb in Duisburg beschäftigt am Sonntagmorgen erneut die Feuerwehr. In Duisburg-Kaßlerfeld ist am 16. August ein Feuer auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens ausgebrochen. Wegen der sichtbaren Rauchentwicklung warnte die Stadt die Bevölkerung im betroffenen Bereich. Der Rauch zog am Morgen in südöstliche Richtung. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Warnung wurde um 7.07 Uhr über das Modulare Warnsystem des Bundes verbreitet und unter anderem über Warn-Apps wie NINA ausgespielt. Eine großflächige Evakuierung wurde nicht angeordnet.
Der Brand betrifft einen Recyclingbetrieb im Duisburger Stadtteil Kaßlerfeld. Eine genaue Firmenbezeichnung nannte die Stadt in ihrer Warnmeldung zunächst nicht. Damit war am Sonntagmorgen offiziell nur bestätigt, dass es sich um einen Recyclingbetrieb in Kaßlerfeld handelt. Eine Zuordnung zu einem bestimmten Unternehmen wäre ohne entsprechende Bestätigung nicht belastbar.
Nach ersten Angaben brennt auf dem Betriebsgelände gelagertes Recyclingmaterial beziehungsweise Schrott. Für den Einsatz kursierten am Morgen Angaben über eine betroffene Fläche von rund 300 Quadratmetern und ein Aufgebot von ungefähr 100 Einsatzkräften. Diese Größenordnungen waren bis zum frühen Sonntagmorgen noch nicht durch eine ausführliche veröffentlichte Einsatzmeldung der Duisburger Feuerwehr bestätigt. Auch eine vollständige Aufstellung der beteiligten Feuerwachen und Einheiten lag zunächst nicht vor.
Unmittelbar relevant für die Bevölkerung war vor allem die Rauchentwicklung. Die Stadt Duisburg meldete, dass der Rauch vom Brandort aus sichtbar sei und in Richtung Südosten ziehe. Im betroffenen Gebiet könne es zu Geruchsbelästigungen kommen. Bewohner sollen deshalb Fenster und Türen geschlossen halten.
Die Warnung wurde am Sonntag um 7.07 Uhr mit niedriger Gefahrenstufe über das Modulare Warnsystem verbreitet. Damit kann sie unter anderem über die Warn-App NINA und weitere angeschlossene Warnkanäle ausgespielt werden. Eine Aufforderung, Häuser zu verlassen oder bestimmte Stadtteile zu räumen, enthielt die Meldung nicht.
Solche Warnungen werden bei größeren Bränden vorsorglich ausgegeben, wenn Brandrauch über bewohnte Gebiete ziehen kann. Die Empfehlung, Fenster und Türen zu schließen, soll verhindern, dass Rauch und Gerüche in Innenräume gelangen. Weitergehende Schutzmaßnahmen wurden für den neuen Einsatz zunächst nicht veröffentlicht.
Bei größeren Industrie- und Recyclingbränden setzt die Feuerwehr regelmäßig Messkomponenten ein, um die Ausbreitung des Rauchs zu kontrollieren und mögliche Schadstoffkonzentrationen festzustellen. Für den Brand in Kaßlerfeld lagen am frühen Sonntagmorgen jedoch noch keine veröffentlichten konkreten Messergebnisse vor.
Damit war zunächst weder eine Überschreitung von Grenz- oder Schwellenwerten bestätigt noch eine besondere Schadstoffbelastung festgestellt worden. Die Warnmeldung der Stadt sprach von sichtbarem Rauch und einer möglichen Geruchsbelästigung. Eine darüber hinausgehende Gesundheitsgefahr wurde darin nicht genannt.
Sollten Messfahrzeuge oder spezielle Messeinheiten eingesetzt worden sein, waren Einzelheiten über Standorte und Ergebnisse zunächst nicht öffentlich bestätigt. Für Anwohner galt deshalb weiter die von der Stadt ausgegebene Vorsichtsmaßnahme, im betroffenen Bereich Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Zu möglichen Verletzten gab es am frühen Sonntagmorgen ebenfalls noch keine detaillierte öffentliche Abschlussmeldung. Hinweise auf eine größere Zahl verletzter Menschen lagen nicht vor. Ob Beschäftigte des Betriebs zum Zeitpunkt des Brandausbruchs auf dem Gelände waren und ob Personen medizinisch untersucht werden mussten, war zunächst nicht bestätigt.
Auch zur voraussichtlichen Gesamtdauer des Einsatzes gab es noch keine belastbare Abschlussprognose. Bei einem größeren Schrotthaufen können sich die Arbeiten über viele Stunden hinziehen. Entscheidend ist dabei nicht allein, ob offene Flammen gelöscht sind. Die Einsatzkräfte müssen anschließend auch verdeckte Glutnester im Inneren des Materials finden und ablöschen.
Welche Straßen unmittelbar am Betriebsgelände gesperrt wurden, war am frühen Sonntagmorgen ebenfalls noch nicht abschließend veröffentlicht. Verkehrsteilnehmer im Bereich Kaßlerfeld mussten wegen des Feuerwehreinsatzes mit örtlichen Einschränkungen rechnen. Eine großräumige Sperrung wichtiger Autobahnen oder überregionaler Verkehrsachsen war zunächst nicht bestätigt.
Zur Ursache des Feuers gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Feuerwehr und Polizei hatten am Morgen keine Ursache öffentlich festgestellt. Angaben über technische Defekte, Batterien, Selbstentzündung oder andere mögliche Auslöser wären deshalb Spekulation.
Die Ermittlung der Brandursache beginnt bei solchen Einsätzen häufig erst, wenn die Feuerwehr das Gelände gefahrlos freigeben kann. Gerade bei großen Ansammlungen von Schrott und anderem Recyclingmaterial kann das dauern, weil zunächst Brandnester beseitigt und möglicherweise größere Materialmengen bewegt werden müssen.
Ob die Polizei bereits Brandermittler eingesetzt hatte, war für den neuen Einsatz am Sonntagmorgen zunächst nicht bestätigt. Auch zur möglichen Schadenshöhe lagen keine gesicherten Angaben vor.
Besonders auffällig ist der zeitliche Zusammenhang mit einem anderen großen Feuer in Duisburg. Erst am Freitagabend gegen 22 Uhr war auf der sogenannten Schrottinsel im Duisburger Hafen ein großer Metallschrotthaufen in Brand geraten. Dieser Einsatz fand allerdings in Duisburg-Ruhrort statt und ist nicht mit dem neuen Feuer in Kaßlerfeld identisch.
Bei dem Brand auf der Schrottinsel waren in der Spitze mehr als 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Der dortige Metallberg wurde mit firmeneigenen Baggern Stück für Stück auseinandergezogen, damit versteckte Glutnester erreicht werden konnten. Zur Wasserversorgung nutzte die Feuerwehr auch Wasser aus dem Hafenbecken. Trotz des niedrigen Rheinwasserstands war die Löschwasserversorgung nach Angaben der Feuerwehr gesichert.
Auch bei diesem Feuer war wegen des Rauchs eine Warnung an die Bevölkerung verbreitet worden. Messungen ergaben nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr für Anwohner. Am Samstagmittag wurde die Warnung aufgehoben. Später meldete die Feuerwehr den Brand vollständig gelöscht. Verletzte gab es dort nicht. Die Brandursache war zunächst ungeklärt. Der Einsatz vom Sonntag in Kaßlerfeld ist damit ein eigenständiges Brandereignis und kein Wiederaufflammen des Feuers auf der Schrottinsel.
Brände in Recycling- und Schrottbetrieben können für Feuerwehren besonders arbeitsintensiv sein. Das liegt vor allem an der Art der Lagerung. Werden große Mengen unterschiedlicher Materialien dicht aufeinander gestapelt oder geschüttet, kann Löschwasser die tiefer gelegenen Brandstellen nur schwer erreichen. Während die Oberfläche bereits gelöscht erscheinen kann, können im Inneren weiterhin Glutnester bestehen.
Deshalb müssen Schrott- oder Abfallberge häufig mit Baggern, Radladern oder Greifern auseinandergezogen werden. Die Feuerwehr kann das Material anschließend schichtweise ablöschen und mit Wärmebildkameras nach verbliebenen heißen Bereichen suchen. Genau dieses Vorgehen war auch beim vorausgegangenen Brand auf der Duisburger Schrottinsel notwendig.
Hinzu kommt, dass Recyclingmaterial sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Metall selbst ist nicht zwangsläufig das eigentliche Brandgut. Zwischen Schrottteilen können unter anderem Kunststoffe, Betriebsstoffe, Kabelisolierungen oder andere brennbare Bestandteile vorhanden sein. Bei modernen Abfallströmen können außerdem Akkus und Batterien eine besondere Herausforderung darstellen. Ob solche Materialien beim aktuellen Brand in Kaßlerfeld eine Rolle spielen, ist jedoch nicht bekannt.
Für die Feuerwehr bedeutet ein solcher Einsatz deshalb häufig einen hohen Personalbedarf über einen längeren Zeitraum. Einsatzkräfte müssen ausgetauscht, Löschwasser muss dauerhaft bereitgestellt und die Rauchentwicklung überwacht werden. Erst wenn das gesamte betroffene Material kontrolliert und sämtliche Glutnester beseitigt sind, kann ein solcher Einsatz sicher beendet werden.
Für Duisburg-Kaßlerfeld galt am Sonntagmorgen zunächst weiter die behördliche Warnung wegen des Brandrauchs. Bewohner im betroffenen Bereich sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Zur Ursache des Feuers, zum entstandenen Schaden und zum endgültigen Ende des Feuerwehreinsatzes gab es zunächst noch keine gesicherten Angaben.






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