
Netflix setzt die Erweiterung seines erfolgreichen Serienuniversums fort. Nach „Queen Charlotte“ erhält nun auch Lady Violet Bridgerton eine eigene Geschichte. Der Streamingdienst hat gemeinsam mit der Produktionsfirma Shondaland am 8. Oktober 2026 ein weiteres Spin-off angekündigt, das die Jugend der späteren Familienmatriarchin und ihre Liebesgeschichte mit Edmund Bridgerton erzählt. Während die Handlung und das Kreativteam bereits feststehen, sind der Titel, die Hauptbesetzung und der Starttermin noch offen.
Die angekündigte Netflix-Serie führt das Publikum in eine Zeit zurück, bevor die Familie Bridgerton zum Mittelpunkt der gleichnamigen Historienserie wurde. Im Zentrum steht die junge Violet Ledger, die später als Lady Violet Bridgerton die Mutter von acht Kindern sein wird. Erzählt werden soll, wie sie Edmund Bridgerton kennenlernt und sich zwischen den beiden eine Liebesbeziehung entwickelt.
Damit wechselt erstmals die Perspektive innerhalb der Familie: Während die Hauptserie vor allem die Partnersuche und Liebesgeschichten der Bridgerton-Geschwister begleitet, steht in der neuen Produktion die Generation ihrer Eltern im Mittelpunkt.
Violet gehört seit dem Beginn der Hauptserie zu den zentralen Figuren. Als verwitwete Mutter begleitet sie ihre Kinder durch die gesellschaftlichen Erwartungen des britischen Adels. Dabei vertritt sie die Überzeugung, dass eine Ehe nicht ausschließlich gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Interessen dienen sollte, sondern auch auf gegenseitiger Zuneigung beruhen kann.
Die neue Miniserie soll zeigen, wie sich ihre eigenen Vorstellungen von Liebe entwickeln. Netflix hat bislang lediglich die frühen Jahre Violets und die Beziehung zu Edmund als Handlungsschwerpunkt bestätigt. Weitere Einzelheiten über den Verlauf der Geschichte wurden nicht veröffentlicht.
Für das zweite Bridgerton-Spin-off gibt es bislang weder einen deutschen Starttermin noch ein offizielles Veröffentlichungsjahr. Die Produktion wurde am 8. Oktober 2026 angekündigt, ein Termin für die Premiere steht jedoch noch nicht fest.
Auch der endgültige Serienname ist offen. Die Produktionsfirma Shondaland bezeichnet das Projekt vorläufig als „Untitled Bridgerton Project“, also als noch unbenanntes Bridgerton-Projekt. Ein deutscher Titel wurde ebenfalls nicht bekannt gegeben.
Geplant ist eine Miniserie mit einer in sich abgeschlossenen Geschichte. Wie viele Episoden produziert werden und ob Netflix sämtliche Folgen gleichzeitig bereitstellen oder auf mehrere Veröffentlichungstermine verteilen wird, ist noch unklar.
Damit unterscheidet sich der Informationsstand deutlich von der Hauptserie, deren fünfte Staffel bereits gedreht wird und für 2027 angekündigt ist. Ein genauer Premierentermin für diese Staffel steht ebenfalls noch aus.
Deutschland gehört zum Netflix-Markt, in dem bereits die Hauptserie und das erste Spin-off verfügbar sind. Eine separate deutsche Veröffentlichung oder ein abweichender Starttermin für die neue Violet-Serie wurde nicht angekündigt.
Welche Schauspielerinnen und Schauspieler die neue Produktion tragen werden, hat Netflix bislang nicht bekannt gegeben. Besonders die Besetzung der jungen Violet ist deshalb noch offen, obwohl die Figur bereits in zwei unterschiedlichen Lebensabschnitten innerhalb des Serienuniversums dargestellt wurde.
In der Hauptserie verkörpert die britische Schauspielerin Ruth Gemmell die Familienmatriarchin. Sie gehört seit der ersten Staffel von 2020 zum Ensemble und ist auch in der vierten Staffel zu sehen.
Eine jüngere Version der Figur erschien bereits 2023 in „Queen Charlotte: Eine Bridgerton-Geschichte“. Dort übernahm Connie Jenkins-Greig die Rolle der Violet Ledger. Die Miniserie gewährte damit schon erste Einblicke in die Zeit vor Violets späterem Familienleben.
Ob Jenkins-Greig für das neue Spin-off zurückkehrt oder eine andere Schauspielerin verpflichtet wird, wurde nicht bestätigt. Gleiches gilt für mögliche Auftritte von Ruth Gemmell. Auch für die männliche Hauptfigur Edmund Bridgerton liegt noch keine offizielle Besetzungsentscheidung vor.
Damit steht zwar fest, welche Charaktere im Mittelpunkt der Geschichte stehen, nicht aber, welche Darsteller sie verkörpern werden.
Hinter der neuen Serie stehen erfahrene Verantwortliche aus dem bisherigen Bridgerton-Universum. Shonda Rhimes und Nicholas Nardini übernehmen gemeinsam die Aufgaben als Showrunner, Drehbuchautoren und ausführende Produzenten.
Rhimes ist Gründerin der Produktionsfirma Shondaland, die gemeinsam mit Netflix hinter dem internationalen Serienerfolg steht. Sie verantwortete bereits das erste Spin-off über Königin Charlotte und schrieb dessen Drehbücher.
Nicholas Nardini war ebenfalls an „Queen Charlotte“ beteiligt. Die neue Produktion führt die Zusammenarbeit der beiden fort und erweitert sie um eine weitere Geschichte aus der Vergangenheit des Bridgerton-Universums.
Als Regisseur wurde Tom Verica bestätigt. Er gehört außerdem zum Team der ausführenden Produzenten. Dieselbe Funktion übernimmt Betsy Beers, die seit vielen Jahren mit Rhimes zusammenarbeitet.
Die Produktion entsteht erneut für Netflix in Zusammenarbeit mit Shondaland. Ein konkreter Drehbeginn wurde am 8. Oktober noch nicht genannt.
Mit der Geschichte von Lady Violet erweitert Netflix sein Historienserienangebot zum zweiten Mal um einen eigenständigen Bridgerton-Ableger. Den Anfang machte 2023 die Miniserie „Queen Charlotte: Eine Bridgerton-Geschichte“, deren englischer Originaltitel „Queen Charlotte: A Bridgerton Story“ lautet.
Die Produktion beschäftigt sich mit der jungen Königin Charlotte und ihrer Beziehung zu König George. Zugleich erzählt sie von gesellschaftlichen Veränderungen innerhalb des britischen Adels und führt jüngere Versionen bereits bekannter Figuren ein.
Die sechs Episoden erschienen am 4. Mai 2023 gleichzeitig bei Netflix. Zu den Hauptdarstellern gehören India Amarteifio als junge Charlotte und Corey Mylchreest als junger George. Golda Rosheuvel spielt die Königin in der späteren Zeitebene.
Violet Ledger trat damals bereits als Nebenfigur auf. Das neue Spin-off rückt sie nun erstmals in den Mittelpunkt einer eigenen Handlung. Eine weitere Serie über Lady Danbury oder andere Nebenfiguren wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Ankündigung nicht bestätigt.
Parallel zum neuen Ableger arbeitet Netflix an der Fortsetzung der Hauptserie. „Bridgerton“ basiert auf der Romanreihe der US-amerikanischen Autorin Julia Quinn und erzählt von den Liebesgeschichten einer wohlhabenden Londoner Familie während der Regency-Zeit.
Die erste Staffel erschien im Dezember 2020. Seitdem widmet sich jede Staffel vor allem einem anderen Mitglied der Familie. Nach Daphne, Anthony und Colin stand in der vierten Staffel Benedict Bridgerton im Mittelpunkt.
Die vierte Staffel mit Luke Thompson als Benedict und Yerin Ha als Sophie Baek erschien 2026 in zwei Teilen. Die ersten vier Episoden wurden am 29. Januar veröffentlicht, die übrigen vier am 26. Februar. Damit stehen aktuell vier vollständige Staffeln mit insgesamt 32 Episoden bei Netflix zur Verfügung.
Für die fünfte Staffel hat Netflix bereits eine neue zentrale Liebesgeschichte angekündigt. Im Mittelpunkt stehen Francesca Stirling und Michaela Stirling, gespielt von Hannah Dodd und Masali Baduza. Die Dreharbeiten laufen in Großbritannien. Die Veröffentlichung ist für 2027 vorgesehen, ein konkreter Termin steht noch nicht fest.
Auch eine sechste Staffel der Hauptserie wurde bereits bestellt. Ihre Veröffentlichung wurde bislang nicht terminiert. Das neue Spin-off über Lady Violet ist davon unabhängig als eigenständige Miniserie geplant.
Damit umfasst das bisherige Bridgerton-Universum vier veröffentlichte Staffeln der Hauptserie, eine abgeschlossene Miniserie über Königin Charlotte sowie die angekündigten weiteren Produktionen.
Für Zuschauer, die neu in die Welt der Bridgertons einsteigen, dürfte die Violet-Serie einen eigenen Zugang zur Familiengeschichte bieten. Ihre Handlung setzt vor den bekannten Liebesgeschichten der acht Geschwister an und beschäftigt sich mit der Beziehung, aus der die spätere Familie hervorgeht. Ob Netflix dabei auch Figuren aus „Queen Charlotte“ erneut auftreten lässt, ist noch nicht bekannt.
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