
Die preisgekrönte ARD-Serie „Die Zweiflers“ bekommt eine Fortsetzung mit prominenter Verstärkung aus den USA. Fran Drescher, bekannt aus der Sitcom „Die Nanny“, übernimmt in der zweiten Staffel eine wichtige Rolle. Gleichzeitig gerät die jüdische Familie aus Frankfurt am Main erneut zwischen wirtschaftliche Schwierigkeiten, persönliche Entscheidungen und ihre eigene Vergangenheit. Der Starttermin steht fest.
Die Zweiflers Staffel 2 ist ab Freitag, 15. Januar 2027, in der ARD Mediathek verfügbar. Wie die ARD in ihrem offiziellen Pressekit zur Seriensaison 2026/2027 bestätigt, erscheinen sämtliche sechs Episoden gleichzeitig. Jede Folge ist mit einer Laufzeit von rund 45 Minuten angekündigt. Zuschauer können die komplette Fortsetzung damit direkt zum Veröffentlichungsstart abrufen.
Die Serie trägt weiterhin den deutschen Originaltitel „Die Zweiflers“. International wird sie auch unter dem Titel „The Zweiflers“ vermarktet. Es handelt sich um eine deutsche Produktion, die Humor, familiäre Konflikte und dramatische Entwicklungen miteinander verbindet. Das Format wird deshalb als Dramedy bezeichnet.
Die erste Staffel erschien am 3. Mai 2024 in der ARD Mediathek und wurde anschließend im Ersten ausgestrahlt. Auch die neuen Episoden sind für die ARD produziert worden. Einen verbindlichen Termin für die lineare Fernsehausstrahlung der zweiten Staffel hatte der Sender zunächst noch nicht veröffentlicht. Ebenso war eine konkrete Altersfreigabe für die neuen Folgen noch nicht bekannt.
Der bekannteste Neuzugang ist die amerikanische Schauspielerin Fran Drescher. In den 1990er-Jahren wurde sie mit der US-Sitcom „Die Nanny“ international berühmt. Darin spielte sie Fran Fine, eine selbstbewusste Frau aus New York, die als Kindermädchen in den Haushalt eines wohlhabenden Broadway-Produzenten kommt.
In „Die Zweiflers“ übernimmt Drescher eine andere Aufgabe. Sie verkörpert Melissa, die Leiterin eines Plattenlabels. Ihre Figur macht Samuel Zweifler, gespielt von Aaron Altaras, ein vielversprechendes berufliches Angebot. Samuel beschäftigt sich selbst mit der Gründung eines Musiklabels. Damit wird Melissa zu einer wichtigen Person für seine berufliche Zukunft.
Die Besetzung wurde bei der ARD-Programmpräsentation am 8. Oktober 2026 in Berlin vorgestellt. Serienschöpfer David Hadda erläuterte dort, dass das Team eine international bekannte jüdische Schauspielerin für die Fortsetzung gewinnen wollte. Frankfurt verglich er dabei mit New York.
Nach Haddas Darstellung wurde Dreschers Rolle während der Vorbereitung noch einmal überarbeitet, bevor die Schauspielerin zusagte. Weitere Einzelheiten zur Entwicklung ihrer Figur wurden zunächst nicht bekannt.
Im Mittelpunkt steht erneut die jüdische Familie Zweifler, die in Frankfurt ein Delikatessengeschäft aufgebaut hat. Ihr wirtschaftlicher Erfolg und ihre Geschichte sind eng mit der Entwicklung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden.
Schon in der ersten Staffel ging es um unterschiedliche Vorstellungen von Familie, religiösen Traditionen und persönlicher Unabhängigkeit. Die älteren Familienmitglieder tragen Erfahrungen aus der Vergangenheit mit sich, während die jüngeren Generationen ihren eigenen Lebensweg suchen.
In Staffel 2 verschärfen sich die Konflikte. Das Zweifler-Deli gerät durch ein Insolvenzverfahren in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Gleichzeitig belastet das Verschwinden der Großeltern die Familie. Mimi Zweifler versucht, den Zusammenhalt zu bewahren und das Unternehmen vor dem Scheitern zu schützen.
Eine weitere Entwicklung führt zurück in die 1950er-Jahre. Damals ereignete sich ein Verbrechen, das bislang nicht aufgeklärt wurde. Als Shimon, der Bruder von Symcha Zweifler, nach Frankfurt zurückkehrt, rücken alte Verbindungen und ungeklärte Fragen rund um die Entstehung des Familiengeschäfts wieder in den Mittelpunkt.
Auch die jüngere Generation muss Entscheidungen treffen. Samuel will beruflich neue Wege einschlagen. Dana bemüht sich um den Zusammenhalt ihrer eigenen Familie. Leon erhält die Aussicht auf ein Stipendium in New York.
Die Fortsetzung verknüpft damit wirtschaftliche Existenzfragen, familiäre Verantwortung und die Auswirkungen vergangener Ereignisse auf das Leben der Gegenwart.
Neben Fran Drescher kehren zahlreiche bekannte Darsteller zurück. Sunnyi Melles spielt erneut Mimi Zweifler, während Mark Ivanir als Jackie Zweifler zu sehen ist. Aaron Altaras übernimmt wieder die Rolle von Samuel. Saffron Marni Coomber verkörpert dessen Partnerin Saba.
Auch Eleanor Reissa als Lilka Zweifler, Deleila Piasko als Dana Zweifler und Leo Altaras als Leon Zweifler gehören weiterhin zum Ensemble.
Zusätzliche Verstärkung erhält die Produktion durch mehrere bekannte Schauspieler aus Deutschland und dem Ausland. Dazu zählen Martina Gedeck, Esther Schweins, Ilja Richter, Michael Maertens, Dov Glickman und David Schütter. Außerdem sind Lena Klenke und Nora Waldstätten erneut dabei.
Die Mischung aus deutschen und internationalen Darstellern gehörte bereits zu den Besonderheiten der ersten Staffel. Unterschiedliche Sprachen, Generationen und kulturelle Erfahrungen prägen auch das Konzept der Fortsetzung.
Hinter der Serie steht weiterhin David Hadda, der „Die Zweiflers“ entwickelt hat und als Showrunner sowie Produzent verantwortlich ist. Die Drehbücher zur zweiten Staffel entstanden erneut gemeinsam mit Sarah Hadda und Juri Sternburg.
Bei der Regie gibt es gegenüber der ersten Staffel eine Veränderung. Während die ersten sechs Episoden von Anja Marquardt und Clara Zoë My-Linh von Arnim inszeniert wurden, führten bei der Fortsetzung David Hadda und Lauro Cress Regie.
Auf der ARD-Präsentation formulierte Hadda seinen Anspruch an die neuen Folgen mit dem Satz: „Wir machen keine zweite, sondern eine neue erste Staffel.“ Damit beschrieb der Serienschöpfer seinen Ansatz, die Fortsetzung eigenständig zu entwickeln und neue Konflikte in den Mittelpunkt zu stellen.
Produziert wurde Staffel 2 von der Berliner Turbokultur GmbH gemeinsam mit ARD Degeto Film, dem Hessischen Rundfunk und dem WDR. Als Produzenten werden David Hadda und Martin Danisch genannt. Für die Kamera war erneut Phillip Kaminiak verantwortlich, das Szenenbild übernahm Merle Vorwald.
ZDF Studios ist für den internationalen Vertrieb zuständig. Damit soll die Produktion auch außerhalb Deutschlands angeboten werden.
Mit der Fortsetzung knüpft die ARD an eine der vielfach ausgezeichneten deutschen Serienproduktionen des Jahres 2024 an.
Beim internationalen Serienfestival Canneseries erhielt „Die Zweiflers“ drei Auszeichnungen. Prämiert wurden unter anderem die beste Serie und die Musik. Auch beim Deutschen Fernsehpreis war die Produktion erfolgreich. Insgesamt gewann sie dort vier Preise.
Die Auszeichnung als beste Dramaserie ging an „Die Zweiflers“. Sunnyi Melles wurde als beste Schauspielerin geehrt, Aaron Altaras als bester Schauspieler. Den Preis für die beste Kamera im fiktionalen Bereich erhielt Phillip Kaminiak.
Weitere internationale Anerkennung folgte mit dem Special Jury Prize beim Venice TV Award und dem Prix Europa 2024 für die beste europäische fiktionale Miniserie.
Im Jahr 2025 wurde die erste Staffel außerdem mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigte unter anderem die Darstellung jüdischen Familienlebens in Deutschland sowie die Verbindung von generationsübergreifenden Konflikten und Humor.
Bereits im September 2024 hatte die ARD für die erste Staffel knapp drei Millionen Abrufe in ihrer Mediathek angegeben. Diese Zahl bezog sich auf den damaligen Veröffentlichungszeitraum und ist keine aktuelle Gesamtbilanz.
Wer die Geschichte neu kennenlernen möchte, kann mit der ersten Staffel beginnen. Die sechs Folgen stehen weiterhin in der ARD Mediathek bereit.
Darin wird die Familie Zweifler eingeführt, deren Mitglieder sehr unterschiedliche Vorstellungen von Tradition, Liebe, Beruf und familiärer Verantwortung haben. Ein geplanter Verkauf des Familienunternehmens bringt bestehende Spannungen zum Vorschein und eröffnet einen Blick auf die Geschichte der Familie.
Die zweite Staffel erweitert diese Ausgangslage um neue berufliche Möglichkeiten, finanzielle Probleme und eine ungeklärte Familiengeschichte. Mit Fran Drescher gewinnt die Serie zugleich eine international bekannte Schauspielerin, deren Figur unmittelbar mit den Zukunftsplänen von Samuel verbunden ist.
Ab dem 15. Januar 2027 stehen dafür sechs neue Episoden in der ARD Mediathek bereit. Die Fortsetzung erscheint vollständig an einem Tag und nicht im wöchentlichen Abstand.
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