
München. Auf dem südlichen Mittleren Ring müssen Autofahrer in der kommenden Woche nachts auf eine oberirdische Verkehrsführung ausweichen. Das Baureferat der Landeshauptstadt München setzt die Sicherheitstechnik im Brudermühltunnel im Stadtteil Sendling instand. Die Sperrungen sind für die Nächte vom Montag, 9. November, auf Dienstag, 10. November, und vom Dienstag, 10. November, auf Mittwoch, 11. November 2026, vorgesehen. Jeweils zwischen 22 und 5 Uhr wird der Verkehr aus dem Tunnel heraus über die Oberfläche geführt.
Die erste Sperrung beginnt am Montag, 9. November, um 22 Uhr und endet planmäßig am Dienstag, 10. November, um 5 Uhr. Die zweite gemeldete Sperrung dauert von Dienstag, 10. November, 22 Uhr, bis Mittwoch, 11. November, 5 Uhr. Zwischen den beiden nächtlichen Zeitfenstern ist keine durchgehende Sperrung angekündigt.
Die städtische Baustelleninformation nennt den Zeitraum vom 9. bis zum 11. November. Für die zweite Nacht führen Verkehrsmeldungen des Verkehrsmanagements Bayern beide Fahrtrichtungen auf. Die Einträge beziehen sich auf die B2R, also den Mittleren Ring, im Bereich des Brudermühltunnels und der Verbindung zur Bundesstraße 11 an der Plinganserstraße.
Für die erste Nacht kündigt die Stadt eine Sperrung des Tunnels an, ohne gesonderte Fahrtrichtungen aufzulisten. Eine ausschließlich einseitige Sperrung ist damit nicht ausgewiesen.
Während der nächtlichen Arbeiten wird der Autoverkehr über die Brudermühlstraße an der Oberfläche geleitet. Diese verläuft über dem Tunnel und stellt in diesem Abschnitt die oberirdische Verbindung dar. Die Durchfahrt durch den Brudermühltunnel in München steht in den angekündigten Sperrzeiten nicht zur Verfügung.
Die Umleitung erfolgt damit über das städtische Straßennetz unmittelbar am gesperrten Abschnitt. Eine genaue Folge von Kreuzungen und Abbiegungen nennt die Stadt in ihrer aktuellen Mitteilung nicht. Auch eine zusätzliche großräumige Ausweichroute ist für diese Sperrung nicht ausdrücklich veröffentlicht.
Für Autofahrer auf dem südlichen Mittleren Ring bedeutet das eine veränderte Streckenführung. Anstatt den unterirdischen Abschnitt ohne oberirdische Kreuzungen zu durchfahren, müssen sie die Verkehrsführung an der Oberfläche nutzen.
Eine Sperrung der gesamten Brudermühlstraße ist nicht angekündigt. Vielmehr soll die oberirdische Straße den Verkehr aufnehmen, der während der Arbeiten nicht durch den Tunnel fahren kann.
Hintergrund der Arbeiten ist eine sicherheitstechnische Instandsetzung. Nach Angaben des Baureferats, die Ende Oktober veröffentlicht wurden, werden ältere technische Anlagen ausgetauscht und Teile der Sicherheitsausstattung erneuert.
Die Arbeiten gehören zu einem größeren Instandsetzungsprogramm, das die Landeshauptstadt für insgesamt 72 Nächte im Jahr 2026 angesetzt hat. Diese Zahl beschreibt den vorgesehenen Umfang der nächtlichen Arbeiten und bedeutet nicht, dass der Tunnel 72 Nächte hintereinander geschlossen bleibt.
Bereits am 28. April hatte es in diesem Zusammenhang eine erste nächtliche Sperrung gegeben. Weitere Termine folgten im Sommer und Herbst.
Nach der Ende Oktober veröffentlichten Auskunft des Baureferats sollen die Arbeiten noch bis Ende 2026 laufen. Teilweise finden sie bei laufendem Tunnelbetrieb statt. Für bestimmte Arbeitsschritte sind dagegen nächtliche Sperrungen notwendig.
Ein genauer Abschlusstermin innerhalb des verbleibenden Jahres wurde nicht genannt. Auch ein vollständiger Terminplan sämtlicher weiterer Sperrnächte liegt in der aktuellen Ankündigung nicht vor.
Der Brudermühltunnel liegt im Süden der bayerischen Landeshauptstadt und ist Teil der Bundesstraße 2R. Die Strecke verbindet den Bereich der Plinganserstraße mit dem Verlauf des Mittleren Rings in Richtung Brudermühlbrücke und Isar.
Eröffnet wurde der Tunnel am 22. September 1988. Seitdem ermöglicht er die unterirdische Durchfahrt durch einen Abschnitt von Sendling, auf dem zuvor die Verkehrsführung an der Oberfläche eine größere Rolle spielte.
Die Verbindung ist nicht nur für innerstädtische Fahrten von Bedeutung. Auch der überregionale Verkehr nutzt den Mittleren Ring, weil es im Süden Münchens keinen vollständigen Ringschluss der Autobahn A99 gibt.
Die oberirdische Brudermühlstraße erfüllt gleichzeitig eine wichtige Erschließungsfunktion. Über die angrenzende Schäftlarnstraße wird unter anderem die Münchner Großmarkthalle angebunden. Dadurch spielt die Verkehrsführung auch für den Lieferverkehr in diesem Bereich eine Rolle.
Konkrete Prognosen zu möglichen Wartezeiten oder Staulängen während der beiden Novembernächte hat die Landeshauptstadt nicht veröffentlicht. Fest steht, dass der Verkehr während der Sperrungen nicht wie üblich durch den Tunnel fahren kann, sondern oberirdisch geführt wird.
Nach Angaben der Landeshauptstadt München bleiben Fußgänger und Radfahrer von den aktuellen Sperrungen unberührt. Die Maßnahme betrifft den Fahrzeugverkehr durch den Tunnel.
Eine zusätzliche Sperrung angrenzender Gehwege oder Radverbindungen wurde im Zusammenhang mit diesen Arbeiten nicht angekündigt.
Auch zu geänderten Linienwegen von Bussen oder Einschränkungen im Bahnverkehr enthält die städtische Mitteilung zum Brudermühltunnel keine gesonderten Angaben. Bestätigte Änderungen im öffentlichen Nahverkehr lassen sich daraus nicht ableiten.
Für Autofahrer gelten nach den veröffentlichten Planungen dagegen zwei konkrete Zeitfenster: vom 9. auf den 10. November und vom 10. auf den 11. November jeweils zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Weitere nächtliche Einschränkungen können im Rahmen des bis Jahresende vorgesehenen Instandsetzungsprogramms folgen.
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