S28 bei Oschatz wird ab Montag gesperrt: Auch zwei Buslinien betroffen

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Autofahrer müssen sich ab Montag, 9. November 2026, auf eine neue Vollsperrung der Staatsstraße 28 im Landkreis Nordsachsen einstellen. Im Ortsteil Bornitz der Gemeinde Liebschützberg wird ein Abschnitt der Ortsdurchfahrt für den Verkehr in beiden Richtungen gesperrt. Die Einschränkungen sollen bis zum 18. Dezember dauern. Betroffen sind auch die Buslinien 810 und 811 von Nordsachsen Mobil. Hintergrund sind Arbeiten des Stromnetzbetreibers Mitnetz Strom, der seine Leitungen und die örtliche Stromversorgung modernisiert. Für den Autoverkehr ist eine Umleitung über mehrere Nachbarorte vorgesehen.

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Vollsperrung der S28 in Bornitz beginnt am 9. November

Die neue Sperrung betrifft den Abschnitt der S28 zwischen der Bornaer Straße und dem Bereich auf Höhe Gartenstraße 2. Die Straße ist dort ab Montag in beiden Fahrtrichtungen nicht mehr durchgehend befahrbar. Nordsachsen Mobil nennt als Zeitraum den 9. November bis einschließlich 18. Dezember 2026.

Die Zufahrtsmöglichkeiten zu den angrenzenden Straßen unterscheiden sich je nach Fahrtrichtung. Von Riesa-Canitz kommend bleibt die Einfahrt in die Bornaer Straße zunächst möglich. Wer aus Richtung Oschatz fährt, kann weiterhin bis in die Friedensstraße gelangen.

Damit ist nicht die gesamte Staatsstraße zwischen Oschatz und Riesa gesperrt. Die Vollsperrung konzentriert sich auf den angegebenen Abschnitt innerhalb von Bornitz. Eine genaue Uhrzeit für den Beginn der Sperrung oder die geplante Wiederfreigabe wurde zunächst nicht genannt.

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Umleitung führt über Wadewitz, Borna und Lonnewitz

Für Autofahrer ist eine Ausweichstrecke über Wadewitz, Borna und Lonnewitz vorgesehen. Diese Ortschaften liegen im Umfeld der betroffenen Staatsstraße und ermöglichen die Umfahrung des gesperrten Abschnitts.

Die Vollsperrung der S28 in Bornitz unterbricht damit vorübergehend eine Straßenverbindung, die unter anderem für Fahrten zwischen Oschatz, den umliegenden Ortsteilen und dem Raum Riesa genutzt wird.

Die angekündigte Umleitung betrifft den Pkw-Verkehr. Gesonderte Angaben zu einer Umleitungsführung für den Schwerlastverkehr, zusätzlichen Fahrzeiten oder einer möglichen Staubelastung lagen zunächst nicht vor.

Für die unmittelbaren Anlieger ist entscheidend, dass die Zufahrt zur Bornaer Straße aus Richtung Riesa-Canitz zunächst erhalten bleiben soll. Auf der anderen Seite bleibt die Anfahrt aus Oschatz bis zur Friedensstraße möglich. Eine vollständige Durchfahrt durch den gesperrten Bereich ist während der Arbeiten dagegen nicht vorgesehen.

Buslinien 810 und 811 müssen ihre Strecke anpassen

Neben dem Autoverkehr ist auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. Nach Angaben von Nordsachsen Mobil gelten die Einschränkungen für zwei Buslinien, die durch das Gebiet führen.

Die Linie 810 verbindet Oschatz über Bornitz mit Strehla. Die Linie 811 verkehrt zwischen Oschatz, Ganzig und Schönnewitz. Für beide Linien ergeben sich durch die Sperrung Änderungen an der Verkehrsführung im Bereich Bornitz.

Besonders wichtig ist die Verlegung der Haltestelle Bornitz. Sie wird während der Baumaßnahme im Einmündungsbereich der Bornitzer Straße und der Bornaer Straße eingerichtet. Die bisherigen Haltepositionen am Feuerwehrhaus und gegenüber werden während dieser Phase nicht regulär bedient.

Die Busse sollen ebenfalls über die Bornaer Straße fahren. Damit bleibt eine Bedienung von Bornitz vorgesehen, allerdings mit einem veränderten Haltepunkt. Ob sich einzelne Abfahrtszeiten oder Fahrzeiten verändern, geht aus der veröffentlichten Baustelleninformation nicht hervor.

Nordsachsen Mobil führt die Änderungen in seiner Übersicht der Baustellen und Umleitungen auf. Der dort genannte Zeitraum reicht ebenfalls bis zum 18. Dezember.

Mitnetz Strom erneuert Leitungen und Trafostation

Auslöser der Vollsperrung sind Arbeiten an der elektrischen Infrastruktur. Der Netzbetreiber Mitnetz Strom modernisiert in Bornitz das Nieder- und Mittelspannungsnetz.

Im Mittelpunkt steht der Austausch der bisherigen Trafostation gegen eine digitale Ortsnetzstation. Diese Technik soll es ermöglichen, elektrische Lastflüsse zu erfassen und den Zustand des Stromnetzes aus der Ferne zu überwachen.

Zugleich sollen bisherige Freileitungen im Ort durch unterirdisch verlegte Stromkabel ersetzt werden. Damit verbunden ist auch die Herstellung neuer Hausanschlüsse.

Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich die Investition in Bornitz auf rund 320.000 Euro. Der Netzbetreiber verfolgt mit dem Einbau digitaler Ortsnetzstationen auch in anderen Teilen seines Versorgungsgebietes eine umfassendere Modernisierungsstrategie.

Bauarbeiten betreffen mehrere Straßen in Bornitz

Die Arbeiten am Stromnetz beschränken sich nicht allein auf die S28. Nach den Angaben von Mitnetz sind mehrere Bauabschnitte in Bornitz vorgesehen.

Dazu gehören die Bornaer Straße, die Gartenstraße, die Friedensstraße, die Wadewitzer Straße und der Erlenweg. Nicht überall müssen dafür durchgehende Gräben geöffnet werden.

In einzelnen Bereichen sollen die Leitungen mithilfe unterirdischer Bohrverfahren verlegt werden. Dadurch können Kabel auch eingebaut werden, ohne die Straßenoberfläche über den gesamten Leitungsverlauf aufzubrechen.

Das gesamte Vorhaben soll nach derzeitiger Planung im zweiten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Die bis zum 18. Dezember angekündigte Vollsperrung der S28 betrifft somit nur einen Teil des längeren Bauprojekts.

Nach Freigabe in Borna folgt die nächste Einschränkung

Die erneute Sperrung verändert die Verkehrssituation im Raum Oschatz nur wenige Wochen nach dem Abschluss einer anderen umfangreichen Straßenbaumaßnahme.

Am 25. September 2026 wurde die Ortsdurchfahrt Borna wieder für den Verkehr freigegeben. Dort war die Staatsstraße 31 seit April 2023 grundhaft ausgebaut worden.

Während der mehrjährigen Bauarbeiten hatte die Strecke durch Bornitz zeitweise als Umleitung gedient. Nach der Freigabe in Borna konnte der Verkehr wieder über die erneuerte Ortsdurchfahrt geführt werden.

Die nun beginnende Sperrung in Bornitz hat allerdings einen anderen Hintergrund. Sie dient nicht der ursprünglich vorgesehenen Reparatur der dort stark beanspruchten Fahrbahn, sondern der Modernisierung der Stromversorgung.

Für die Straßenoberfläche in Bornitz sind weiterhin eigene Instandsetzungsmaßnahmen vorgesehen. Diese waren nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zunächst auf das Jahr 2027 verschoben worden. Auch ein umfassenderer Ausbau der Ortsdurchfahrt befindet sich unabhängig davon in der Planung.

Für Autofahrer und Fahrgäste gilt zunächst der angekündigte Sperrzeitraum vom 9. November bis zum 18. Dezember 2026. Währenddessen bleibt die Verbindung über den betroffenen Abschnitt der S28 unterbrochen, und die Buslinien 810 und 811 bedienen Bornitz mit veränderter Haltestellenlage.

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