BUNT. erobert mit Debütalbum „Levi Did It“ Platz eins der deutschen Charts

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Der Stuttgarter DJ und Musikproduzent BUNT. hat mit seinem ersten Studioalbum „Levi Did It“ direkt die Spitze der deutschen Albumcharts erreicht. Der Musiker, der bürgerlich Levi Wijk heißt, führt die am Freitag, 30. Oktober 2026, veröffentlichten Offiziellen Deutschen Charts an. Hinter ihm steigen In Extremo und der frühere Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi auf den Plätzen zwei und drei ein. In den Singlecharts behauptet Tate McRae ihre Spitzenposition. Für BUNT. ist der erste Platz ein weiterer Erfolg nach mehreren international erfolgreichen Dance-Veröffentlichungen.

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BUNT. setzt sich gegen In Extremo und Tony Iommi durch

Die aktuellen Albumcharts gelten für den Zeitraum vom 30. Oktober bis zum 5. November 2026 und gehören zur Kalenderwoche 44. Ermittelt werden sie von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie. Grundlage sind Verkaufs- und Nutzungsdaten aus dem stationären Handel, Onlinehandel, von Downloadanbietern und Streamingdiensten.

Den zweiten Platz belegt die Mittelalter-Rockband In Extremo mit ihrem Akustikalbum „Tranquilo II“. Auf Rang drei folgt Tony Iommi mit „From The Dark“. Der britische Musiker wurde insbesondere als Gitarrist der einflussreichen Heavy-Metal-Band Black Sabbath bekannt.

Auch auf den weiteren Positionen gibt es Veränderungen. Die Anime Allstars steigen mit „Anime Hits – Next Generation“ auf Platz vier ein. Auf Rang fünf kehrt Amy Winehouses Album „Back To Black“ in die Hitliste zurück. Die Wiederveröffentlichung zum 20-jährigen Jubiläum bringt den Klassiker erneut in die vorderen Positionen.

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Philipp Poisel erreicht mit „Gute Zeiten“ als Neueinsteiger Platz sechs. Dahinter folgt ebenfalls ein Jubiläumsalbum: „The Black Parade“ von My Chemical Romance kehrt auf Rang sieben zurück.

Der bisherige Spitzenreiter Ski Aggu fällt mit „Ski Aggu Musik“ von Platz eins auf Rang 26. Damit verändert sich die Albumspitze innerhalb einer Woche deutlich.

„Levi Did It“ erschien am 23. Oktober mit 15 Songs

BUNT. veröffentlichte sein Debütalbum am Freitag, 23. Oktober 2026, eine Woche vor Bekanntgabe der neuen Chartplatzierungen. In Deutschland erschien die Veröffentlichung über Epic und Sony Music. International wird sie auch unter Arista Records und Columbia UK geführt.

Das Album umfasst 15 Titel mit einer Gesamtlaufzeit von rund 45 Minuten. Bereits vor dem Veröffentlichungstermin waren mehrere Stücke bekannt. Am 21. August erschien mit „I Will Find You“ ein Vorbote des Albums. Am 25. September folgte „Nothing Lasts Forever“, eine Zusammenarbeit mit RØAM, die Sony Music als zweite Single zur Albumveröffentlichung ankündigte.

Zu den weiteren enthaltenen Songs gehören „TRIPPIN“ mit Mapei, „Spaces“ mit The Chainsmokers und Izzy Bizu sowie „Stay“ mit Lauren Spencer Smith. Auch der britische Musiker Tom Odell ist mit einer neuen Version von „Best Day of My Life“ vertreten. Weitere Zusammenarbeiten gibt es unter anderem mit JBS und der australischen Band The Temper Trap.

Die endgültige Trackliste fällt kürzer aus als zwischenzeitlich angekündigt. Im August war zunächst von 20 Songs die Rede gewesen. Veröffentlicht wurde schließlich eine Fassung mit 15 Titeln.

Mit „Clouds“ begann der internationale Durchbruch

BUNT. ist in der elektronischen Musik bereits seit mehreren Jahren aktiv. Das Projekt entstand 2014 zunächst als Duo. Nach dem Ausstieg seines damaligen musikalischen Partners Nico Crispin im Jahr 2021 setzte Levi Wijk die Arbeit unter dem Namen BUNT. allein fort.

Sein größerer internationaler Erfolg begann 2023 mit dem Titel „Clouds“. Der Song mit Nate Traveller verbreitete sich zunächst über soziale Netzwerke und erreichte anschließend internationale Streaming- und Musikcharts. In den amerikanischen Billboard Hot Dance/Electronic Songs gelang der Einstieg auf Platz 15.

Mit „TRIPPIN“ folgte 2024 ein weiterer erfolgreicher Titel. Der Song erreichte in Österreich Platz acht der Singlecharts und in Deutschland bislang Platz 17. In der aktuellen deutschen Chartwoche verbessert sich „TRIPPIN“ von Rang 50 auf Platz 31.

Auch außerhalb Europas konnte BUNT. Chartplatzierungen erzielen. Seine Zusammenarbeit „i need u“ mit Malou erreichte 2026 Platz eins der amerikanischen Dance-Airplay-Charts. Zuvor hatte er mit „Spaces“ und „Clouds“ bereits die Top Ten dieser Radiohitliste erreicht.

Die Erfolge in den Vereinigten Staaten betreffen allerdings eine andere Chartkategorie als die deutschen Albumcharts. Die amerikanische Dance-Airplay-Wertung erfasst die Radiopräsenz von Dance-Titeln, während die deutschen Albumcharts Verkaufs- und Nutzungsdaten verschiedener Vertriebswege berücksichtigen.

Vier BUNT.-Titel unter den international erfolgreichsten deutschen Produktionen

Wie stark der Produzent inzwischen außerhalb Deutschlands vertreten ist, zeigt eine Auswertung von Spotify für das erste Halbjahr 2026.

In der sogenannten Global-Impact-Liste werden die international meistgestreamten Songs von Künstlern mit Deutschland-Bezug erfasst. BUNT. war darin mit vier Titeln vertreten und damit häufiger als jeder andere beteiligte Act.

Seine Zusammenarbeit mit The Temper Trap, „What If You Fly (Sweet Disposition)“, belegte Platz sechs. „i need u“ mit Malou erreichte Platz zehn. Dazu kamen zwei Remixe auf den Positionen 13 und 14: eine Bearbeitung von Zedds „Clarity“ sowie ein Remix von Taylor Swifts „Opalite“.

Die Liste bezieht sich ausdrücklich auf Streams außerhalb Deutschlands und unterscheidet sich damit von den nationalen Verkaufscharts.

Sony Music bezifferte die gesamten weltweiten Streams von BUNT. Ende Oktober auf mehr als 1,2 Milliarden. Der Musikdienst und das Label dokumentieren damit unterschiedliche Aspekte seines Erfolgs: Spotify die Platzierungen einzelner Songs im internationalen Vergleich, Sony Music die kumulierte Reichweite seiner Veröffentlichungen.

Auch bei Konzerten erreicht BUNT. große Zuschauerzahlen

Neben den Streamingzahlen hat der Produzent seine Liveaktivitäten ausgeweitet. Sein Konzertkonzept „In The Round“ sieht vor, dass das DJ-Pult inmitten des Publikums steht. Die Besucher erleben die Auftritte dadurch aus unterschiedlichen Richtungen.

2026 trat BUNT. unter anderem beim amerikanischen Coachella-Festival auf. Weitere Festivalauftritte führten ihn nach Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien.

Nach Angaben von Sony Music wurden innerhalb eines Jahres weltweit mehr als 400.000 Tickets für seine Konzerte verkauft. Allein für die Deutschlandtournee 2026 nannte das Unternehmen mehr als 100.000 verkaufte Eintrittskarten.

Die Veröffentlichung seines Albums begleitete BUNT. mit besonderen Konzerten. Eine Veranstaltung am 25. Oktober in Köln war laut Sony Music innerhalb von 13 Minuten ausverkauft.

Der erste Platz der deutschen Albumcharts ergänzt damit eine Karriere, die zunächst besonders durch einzelne Streaminghits und internationale Liveauftritte geprägt war.

Tate McRae bleibt an der Spitze der Singlecharts

Während die Albumcharts zahlreiche Veränderungen zeigen, bleibt die Reihenfolge an der Spitze der deutschen Singlecharts weitgehend stabil.

Die kanadische Sängerin Tate McRae verteidigt mit „Housewife“ Platz eins und führt die Hitliste damit in der zweiten Woche an. Auf Rang zwei steht weiterhin die Zusammenarbeit „Dai Dai“ von Shakira und Burna Boy.

Adéla verbessert sich mit „Ain’t In LA“ von Platz fünf auf Rang drei. „Self Aware“ von Temper City hält den vierten Platz. Auf Position fünf steigt „Movin‘ To The Sun“ von Hugel, Imael Angel und Ultra Naté, das zuvor auf Platz sieben gestanden hatte.

Die höchsten Neueinstiege der Singlecharts kommen aus dem Deutschrap. Capital Bra und Samra erreichen mit „Assalamualeikum“ Platz 13. Shindy und Jazeek folgen mit „1von1“ auf Rang 23.

Damit verlaufen die Entwicklungen in beiden Chartkategorien unterschiedlich: Bei den Alben setzt sich BUNT. mit einer neuen Veröffentlichung unmittelbar an die Spitze. Bei den Singles behaupten bereits etablierte Titel ihre führenden Positionen.

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