
Am Sonntagabend, 11. Oktober 2026, zeigt das RBB Fernsehen einen außergewöhnlichen Einblick in das Leben afrikanischer Raubkatzen. Die zweiteilige Naturdokumentation Die Leopardin begleitet eine Leopardenmutter in der Serengeti, die ihren Nachwuchs versorgen und gleichzeitig selbst zahlreichen Gefahren ausweichen muss. Beide Filme laufen unmittelbar hintereinander ab 20:15 Uhr. Die Aufnahmen entstanden während einer mehrjährigen Beobachtung durch den Naturfilmer Reinhard Radke.
Das RBB Fernsehen zeigt die beiden Teile der Dokumentation am 11. Oktober 2026 zur Hauptsendezeit. Um 20:15 Uhr beginnt Königin der Schatten. Die erste Folge dauert im Fernsehprogramm 45 Minuten und endet um 21:00 Uhr. Direkt anschließend folgt Gejagte Jägerin, ebenfalls mit einer Sendezeit von 45 Minuten. Um 21:45 Uhr übernimmt das Nachrichtenmagazin rbb24 mit Sport.
Die Dokumentation ist keine neue Produktion. Sie stammt aus dem Jahr 2020 und wurde bereits mehrfach im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Ihre deutsche Fernsehpremiere feierte sie am 24. Dezember 2020 bei Arte. Am 15. September 2021 waren beide Teile außerdem im Rahmen der NDR-Naturfilmreihe Expeditionen ins Tierreich zu sehen.
Im Mittelpunkt steht keine inszenierte Tiergeschichte, sondern die Beobachtung einer freilebenden Leopardin. Über einen längeren Zeitraum dokumentierte das Filmteam ihre Jagdtechniken, ihre Beziehungen zum Nachwuchs und die Herausforderungen ihres Lebensraums.
Der erste Teil führt in die nördliche Serengeti in Ostafrika. Dort lebt eine Leopardin mit ihrem jungen Sohn in einem Gebiet, das von Bachläufen, dichtem Bewuchs und felsigen Abschnitten geprägt ist. Die Landschaft bietet zahlreiche Verstecke und damit günstige Voraussetzungen für die Jagd.
Anders als viele ihrer Artgenossen geht die Leopardin teilweise auch am Tag auf Nahrungssuche. Ihre bevorzugte Strategie ist das unbemerkte Anschleichen. Zwischen Büschen und Bäumen nähert sie sich möglichen Beutetieren, darunter Thomson-Gazellen und Impalas.
Die Versorgung ihres Nachwuchses macht die Jagd besonders anspruchsvoll. Ihr Sohn ist noch nicht selbstständig und begleitet die Mutter auf ihren Streifzügen. Während sie Beute aufspüren und erlegen muss, ist der junge Leopard auf ihre Erfahrung und ihren Schutz angewiesen.
Die Kamera dokumentiert dabei nicht nur einzelne Jagdszenen. Sie zeigt auch die Ruhephasen, das Verhalten zwischen Mutter und Jungtier sowie die Nutzung des Geländes. Gerade weil Leoparden meist zurückgezogen leben und sich häufig im Schutz der Vegetation bewegen, sind längere Beobachtungen dieser Art besonders aufschlussreich.
Um 21:00 Uhr setzt der zweite Teil Gejagte Jägerin die Geschichte fort. Die Leopardin hat ihren Sohn durch die ersten schwierigen Lebenswochen gebracht. Doch die Herausforderungen nehmen nicht ab.
In ihrem Revier leben zahlreiche Warzenschweine, die für die Raubkatze eine mögliche Nahrungsquelle darstellen. Die Jagd auf deren Nachwuchs kann allerdings gefährliche Folgen haben. Erwachsene Warzenschweine verteidigen ihre Jungen und können mit ihren Hauern auch einer Leopardin gefährlich werden. Bäume dienen der Raubkatze deshalb nicht nur als Ruheplätze, sondern auch als wichtige Rückzugsorte.
Hinzu kommen Löwen, die ebenfalls in der Serengeti leben. Für Leoparden stellen die deutlich größeren Raubkatzen eine ernst zu nehmende Bedrohung dar. Die Dokumentation verdeutlicht damit, dass selbst erfahrene Jäger in ihrem Lebensraum nicht ausschließlich die Rolle des Verfolgers einnehmen.
Parallel verändert sich das Familienleben. Nach etwa eineinhalb Jahren beginnt für die Leopardin eine neue Fortpflanzungsphase. Ein männlicher Leopard taucht in ihrer Nähe auf. Damit verändert sich auch die Situation ihres heranwachsenden Sohnes, der zunehmend auf ein eigenständiges Leben vorbereitet sein muss.
Die Geschichte der Leopardin entstand während umfangreicher Dreharbeiten in Ostafrika. Reinhard Radke und sein Team begleiteten das Tier über rund zwei Jahre. Als Schauplatz nennt die Filmdokumentation insbesondere das Gebiet am Fluss Olare Orok im kenianischen Masai-Mara-Ökosystem, das unmittelbar mit der Serengeti verbunden ist.
Die geografische Umgebung ist für das Verhalten der Tiere entscheidend. Dichte Galeriewälder entlang von Wasserläufen bieten Deckung, während offenere Flächen Möglichkeiten zur Beobachtung und Jagd schaffen. Gleichzeitig teilen sich Leoparden ihren Lebensraum mit zahlreichen anderen Tierarten.
Die Dokumentation verbindet deshalb das Porträt eines einzelnen Tieres mit Einblicken in das ökologische Zusammenspiel der ostafrikanischen Savannenlandschaft. Sie zeigt, wie stark Jagderfolg, Nachwuchsaufzucht und das Verhalten gegenüber anderen Raubtieren von den jeweiligen Lebensbedingungen abhängen.
Verantwortlich für die Dokumentation ist der deutsche Biologe und Naturfilmer Reinhard Radke. Er übernahm Regie und Drehbuch und war auch an der Kameraarbeit beteiligt. Weitere Kameraaufnahmen stammen von Monika Braun und Jonathan Tira.
Die Produktion entstand bei NDR Naturfilm und Doclights in Zusammenarbeit mit NDR und Arte. Als Produzent ist Tom Synnatzschke genannt. Für den Schnitt zeichnete Klaus Müller verantwortlich. Die Musik komponierten Martin Lingnau und Ingmar Süberkrüb. Als Sprecherin der deutschsprachigen Produktion ist Anne Moll aufgeführt.
Eine klassische Schauspielbesetzung gibt es nicht. Die Tiere werden in ihrem natürlichen Lebensraum gefilmt. Auch die aufeinanderfolgenden Episoden sind keine fiktionale Fernsehserie, sondern zwei Teile einer zusammenhängenden Naturdokumentation.
Der vollständige Film hat eine Gesamtlänge von rund 90 Minuten. Damit entspricht die für Sonntag angekündigte RBB-Ausstrahlung mit zweimal 45 Minuten der angegebenen Gesamtdauer.
Die Produktion wurde bereits im Dezember 2020 bei Arte gezeigt und anschließend auch von weiteren öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern übernommen. Dazu gehörten der NDR, Das Erste und 3sat.
Zudem war Die Leopardin im Programm des Naturfilmfestivals Green Screen 2021 vertreten. Dort wurde der Film im Rahmen des Onlineangebots präsentiert. Eine konkrete Auszeichnung der Dokumentation ist damit nicht verbunden.
Auch in der ARD-Mediathek waren beide Folgen unter dem Dach der Reihe Expeditionen ins Tierreich abrufbar. Die zuletzt angegebenen Verfügbarkeitsfristen endeten jedoch bereits am 5. Oktober 2026. Ob die Filme anlässlich der RBB-Ausstrahlung erneut online bereitgestellt werden, war zunächst nicht bestätigt.
Für Fernsehzuschauer bietet der Sonntagabend damit die Möglichkeit, beide zusammenhängenden Teile unmittelbar hintereinander zu sehen. Der erste Film konzentriert sich auf die Jagd und die Versorgung des jungen Leoparden, während der zweite die Veränderungen im Leben der Mutter und die Gefahren ihres Reviers stärker in den Mittelpunkt rückt.
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