
Nach mehrmonatigen Ermittlungen wegen des Verdachts der Betäubungsmittelkriminalität hat die Polizei in Rheinland-Pfalz mehrere Personen vorläufig festgenommen. Im Mittelpunkt steht ein Verfahren der Kriminalinspektion Wittlich, das unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Trier geführt wird. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier richtet sich das Verfahren gegen eine Gruppe von Tatverdächtigen im Alter zwischen 20 und 42 Jahren.
Der Einsatz fand bereits am Mittwoch, 27. Mai 2026, statt. Veröffentlicht wurden die Angaben am Freitagmittag. Offiziell bestätigt ist, dass zunächst mehrere Personen auf einem Supermarktparkplatz in der Römerstraße in Wittlich festgenommen wurden. Weitere Festnahmen folgten im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen.
Nach Darstellung der Polizei wurden insgesamt zehn Personen vorläufig festgenommen. Sechs Tatverdächtige seien auf dem Parkplatz nach einem mutmaßlichen Drogengeschäft festgenommen worden. Vier weitere Personen wurden im weiteren Verlauf der Maßnahmen ebenfalls vorläufig festgenommen.
Parallel dazu fanden mehrere Hausdurchsuchungen im Raum Eifel-Mosel-Hunsrück statt. Dabei stellten die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben Betäubungsmittel im mittleren zweistelligen Kilobereich sicher, darunter vor allem Kokain, Haschisch, Marihuana und Amphetamin. Außerdem wurden eine Bargeldsumme im mittleren fünfstelligen Bereich sowie ein Fahrzeug sichergestellt.
Am Donnerstag, 28. Mai 2026, wurden sieben der zehn vorläufig festgenommenen Personen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt. Dieser ordnete in allen sieben Fällen Untersuchungshaft an. Die Männer wurden anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht.
Die drei übrigen Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Damit ist nicht gesagt, dass das Verfahren gegen sie beendet ist. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass sie nicht in Untersuchungshaft kamen.
Die Polizei spricht ausdrücklich von Tatverdächtigen. Für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung. Welche konkreten Tatbeiträge den einzelnen Personen vorgeworfen werden, blieb zunächst offen. Auch zu möglichen Strukturen der Gruppe oder zu einer späteren Anklage lagen zunächst keine weiteren amtlichen Angaben vor.
Nach den bisherigen Angaben gingen der Aktion monatelange Ermittlungen voraus. Unterstützt wurde der Einsatz von Spezialkräften der Polizei Rheinland-Pfalz.
Der Einsatz ist über den lokalen Bereich hinaus relevant, weil die Polizei nicht von einem Einzelfund spricht, sondern von einem größeren Ermittlungsverfahren mit mehreren Festnahmen, Durchsuchungen und erheblichen Sicherstellungen. Betroffen ist ein Raum, der über Wittlich hinaus in die Region Eifel-Mosel-Hunsrück reicht.
Unklar blieb zunächst, ob die Ermittler weitere Maßnahmen planen. Das Polizeipräsidium Trier machte in der Mitteilung keine Angaben dazu, ob noch nach weiteren Personen gesucht wird.
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