Edeka ruft Bio-Aprikosen wegen Schimmelpilzgift zurück

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Wegen einer zu hohen Belastung mit einem Schimmelpilzgift werden getrocknete Aprikosen der Edeka-Eigenmarke zurückgerufen. Betroffen sind die Edeka Bio Soft-Aprikosen in der 180-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.06.2027. Bei Untersuchungen wurde eine Überschreitung des zulässigen Höchstgehalts von Ochratoxin A festgestellt. Der Hersteller warnt vor dem Verzehr. Die betroffene Ware wurde bereits aus dem Verkauf genommen.

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Diese Aprikosen sind vom Rückruf betroffen

Der Rückruf wurde am Freitag, 6. November 2026, von der Firma Anatolia Tarim Ürünleri Sanayi ve dis Ticaret A.S. veröffentlicht. Die betroffenen Aprikosen wurden vorwiegend bei Edeka und Marktkauf angeboten. Entscheidend sind die Verpackungsgröße von 180 Gramm und das Mindesthaltbarkeitsdatum 09.06.2027. Eine zusätzliche Chargennummer wurde in der öffentlichen Rückrufmitteilung nicht genannt. Nach Angaben von Edeka sind andere Artikel und weitere Mindesthaltbarkeitsdaten nicht betroffen.

Die amtliche Produktwarnung nennt zehn Bundesländer, in denen die Aprikosen verkauft wurden: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Kunden sollten ihre Vorräte überprüfen, auch wenn die gekauften Früchte äußerlich unauffällig erscheinen.

Ochratoxin A kann die Nieren schädigen

Bei Ochratoxin A handelt es sich um ein Schimmelpilzgift, das von bestimmten Pilzarten gebildet wird. Solche Mykotoxine können unter anderem in Getreide, Kaffee und getrockneten Früchten vorkommen. Nach einer wissenschaftlichen Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt es Hinweise auf erbgutschädigende Eigenschaften. In Langzeitversuchen an Mäusen und Ratten wurde nach der Aufnahme von Ochratoxin A eine erhöhte Häufigkeit von Nierentumoren festgestellt. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Ochratoxin A und Krebserkrankungen beim Menschen konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

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Gesundheitliche Risiken bestehen insbesondere bei einer längerfristigen Aufnahme. Wie hoch die gemessene Konzentration in den zurückgerufenen Aprikosen tatsächlich lag, geht aus der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor. Aus der Überschreitung des gesetzlichen Höchstgehalts lässt sich deshalb nicht unmittelbar ableiten, welche gesundheitlichen Folgen der Verzehr einer einzelnen Packung haben könnte. Unabhängig davon rät der Hersteller ausdrücklich davon ab, die betroffenen Früchte zu essen.

Rückgabe auch ohne Kassenbon möglich

Verbraucher können die betroffenen Bio Soft-Aprikosen in ihrer Einkaufsstätte zurückgeben. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet, auch wenn kein Kassenbon mehr vorhanden ist. Edeka und die beteiligten Händler haben die entsprechende Ware nach eigenen Angaben aus dem Verkauf genommen.

Für Fragen steht der Edeka-Kundenservice unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 3335211 zur Verfügung. Die Hotline ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Außerdem können sich Kunden per E-Mail an [email protected] wenden. Wer nach dem Verzehr gesundheitliche Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und auf den Rückruf hinweisen.

Schimmelrückruf bei Rewe, Kaufland und Globus betrifft Bohnen

Unabhängig von den Aprikosen gab es bereits im Oktober 2026 einen weiteren Lebensmittelrückruf wegen Schimmel. Die Wurzener Nahrungsmittel GmbH hatte weiße Bohnen in 500-Gramm- und 10-Kilogramm-Packungen zurückgerufen, nachdem bei Qualitätskontrollen Schimmelspuren festgestellt worden waren. Die Produkte wurden unter anderem bei Rewe, Kaufland, Globus und Edeka vertrieben.

Die Rückrufmeldung zu den Bohnen wurde bereits Anfang Oktober veröffentlicht und später um weitere betroffene Chargen ergänzt. Sie betrifft andere Produkte und Chargen als der aktuelle Aprikosenrückruf. Während bei den Bohnen Schimmelspuren festgestellt wurden, ist bei den Edeka-Aprikosen ausdrücklich eine Überschreitung des zulässigen Höchstgehalts des Schimmelpilzgifts Ochratoxin A nachgewiesen worden.

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