EDEKA ruft tiefgefrorene Bio-Wildheidelbeeren bundesweit zurück

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein bundesweiter Lebensmittelrückruf betrifft tiefgefrorene Bio-Wildheidelbeeren von EDEKA. Der Hersteller Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG ruft bestimmte 300-Gramm-Packungen zurück, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass einzelne Packungen Salmonellen enthalten. Die Ware wurde nach Angaben von EDEKA bundesweit vorwiegend in Märkten von EDEKA und Marktkauf angeboten. Verbraucher sollten deshalb ihre Vorräte im Gefrierschrank überprüfen und die betroffenen Beeren nicht mehr verzehren.

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Diese EDEKA Bio Wildheidelbeeren sind vom Rückruf betroffen

Der Rückruf von EDEKA Bio Wildheidelbeeren betrifft ausschließlich die tiefgefrorene Variante in der 300-Gramm-Packung mit vier bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten. Genannt werden der 13.06.2028, der 14.06.2028, der 23.06.2028 und der 24.06.2028. Andere Mindesthaltbarkeitsdaten sind nach Angaben von EDEKA nicht von der aktuellen Maßnahme betroffen.

Eine gesonderte Chargen- oder Losnummer wurde in der offiziellen Rückrufinformation nicht veröffentlicht. Für Verbraucher ist deshalb das auf der Verpackung aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum das entscheidende Merkmal. Wer eine Packung mit einem der vier genannten Daten besitzt, sollte sie unabhängig davon, ob die Beeren bereits teilweise verwendet wurden, nicht weiter verzehren.

Die betroffene Ware wurde bundesweit vorwiegend über EDEKA und Marktkauf verkauft. Hersteller und Handelsunternehmen haben nach Angaben von EDEKA reagiert und die entsprechenden Produkte aus dem Verkauf genommen. Bereits gekaufte Packungen können sich jedoch weiterhin in privaten Gefrierschränken befinden.

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Rückgabe ist auch ohne Kassenbon möglich

Kundinnen und Kunden können betroffene Packungen in ihrer Einkaufsstätte zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch dann erstattet, wenn kein Kassenbon mehr vorhanden ist. EDEKA und der Hersteller raten ausdrücklich davon ab, die zurückgerufenen Wildheidelbeeren zu verzehren.

Das gilt auch deshalb, weil eine mögliche Belastung mit Salmonellen nicht zuverlässig durch Aussehen, Geruch oder Geschmack erkannt werden kann. Ein Lebensmittel kann äußerlich unauffällig sein und dennoch Krankheitserreger enthalten. Auch das Tiefgefrieren beseitigt Salmonellen nicht sicher. Die Bakterien können bei niedrigen Temperaturen überleben und nach dem Auftauen weiterhin infektiös sein.

Nach dem Kontakt mit möglicherweise belasteten Lebensmitteln sollten Hände und Flächen gründlich gereinigt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt bei tiefgekühlten Beeren grundsätzlich ein ausreichendes Erhitzen vor dem Verzehr. Bei einem ausdrücklich zurückgerufenen Produkt ersetzt Erhitzen jedoch nicht die Empfehlung des Herstellers: Die betroffenen Packungen sollen nicht verwendet, sondern zurückgegeben werden.

Salmonellen können akute Magen-Darm-Erkrankungen auslösen

Salmonellen sind Bakterien, die über belastete Lebensmittel in den menschlichen Körper gelangen können. Eine Infektion kann eine akute Darmentzündung auslösen. Typische Beschwerden sind plötzlich einsetzender Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Kopfschmerzen, leichtes Fieber und teilweise Erbrechen. Die Symptome beginnen häufig innerhalb von 12 bis 36 Stunden nach der Infektion und klingen bei unkompliziertem Verlauf meist innerhalb einiger Tage wieder ab.

Problematisch kann insbesondere der Flüssigkeits- und Salzverlust durch starken Durchfall oder Erbrechen werden. Für gesunde Erwachsene verläuft eine Salmonellose häufig ohne schwere Komplikationen. Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht unter anderem bei Säuglingen, älteren Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Vorerkrankungen. In seltenen Fällen können sich die Erreger über den Darm hinaus im Körper ausbreiten.

Das Bundesgesundheitsportal gesund.bund.de nennt für Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 15.274 gemeldete Salmonellen-Erkrankungen. Besonders häufig betroffen waren Kinder unter fünf Jahren. Todesfälle infolge einer Salmonellose sind demnach selten, schwere Krankheitsverläufe sind aber möglich.

Bei Beschwerden nach dem Verzehr ist ärztlicher Rat sinnvoll

Wer die zurückgerufenen EDEKA Bio Wildheidelbeeren bereits gegessen hat, muss nicht automatisch erkranken. Entscheidend ist, ob Beschwerden auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall, wiederholtem Erbrechen, deutlichen Kreislaufproblemen oder Fieber sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Das gilt besonders für Menschen aus Risikogruppen.

Bei einem Arztbesuch kann es hilfreich sein, auf den vorherigen Verzehr eines wegen möglicher Salmonellen zurückgerufenen Lebensmittels hinzuweisen. Bei Durchfall und Erbrechen ist zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, da der Körper Wasser und Salze verliert.

Für Verbraucher bleibt damit vor allem die Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums entscheidend. Betroffen sind ausschließlich die 300-Gramm-Packungen EDEKA Bio Wildheidelbeeren tiefgefroren mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 13.06.2028, 14.06.2028, 23.06.2028 und 24.06.2028. Die entsprechenden Produkte sollten nicht gegessen und können auch ohne Kassenbon gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

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