Elbtunnel wieder geöffnet: Auf der A7 endet ein Großprojekt

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Der Hamburger Elbtunnel ist nach der langen Vollsperrung am vergangenen Wochenende wieder für den Verkehr geöffnet. Seit Montagmorgen, 28. September 2026, rollt der Verkehr wieder auf der A7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld. Die Sperrung war für insgesamt 55 Stunden angesetzt und begann am Freitagabend um 22 Uhr. Am Dienstag bestätigte der NDR erneut die Freigabe.

Mit der Sperrung endete zugleich ein wesentlicher Bauabschnitt südlich des Elbtunnels. Die Hochstraße Elbmarsch ist nach jahrelangem Ausbau vollständig für den Verkehr freigegeben. Ganz beendet sind die Bauarbeiten auf der A7 in Hamburg damit allerdings nicht. Nördlich des Tunnels bleibt vor allem der Bau des Lärmschutztunnels Altona ein großes Verkehrsprojekt.

Bauarbeiten und Wartung während der A7-Sperrung

Nach Angaben der Autobahn GmbH waren mehrere Arbeiten gebündelt worden. Im Mittelpunkt standen Restarbeiten an der K20 Hochstraße Elbmarsch, die für ihre abschließende Verkehrsfreigabe notwendig waren. Gleichzeitig liefen Bauarbeiten am sogenannten Deckel Altona. Zusätzlich nutzte die Autobahn GmbH die ohnehin bestehende Vollsperrung für Wartungsarbeiten, die andernfalls einzelne Fahrstreifen hätten blockieren können.

Auch die Polizei Hamburg hatte vor Beginn der Sperrung auf Montagearbeiten an Anlagen zur Verkehrssteuerung und Straßenbauarbeiten hingewiesen. Der gesperrte Abschnitt reichte von der Anschlussstelle Hamburg-Stellingen bis Hamburg-Heimfeld und umfasste damit auch den Elbtunnel. Mehrere Anschlussstellen waren bereits vor dem eigentlichen Beginn der Vollsperrung geschlossen worden.

Die Sperrung war damit keine reine Wartungsmaßnahme des Elbtunnels. Entscheidend war vielmehr, mehrere Bau- und Technikarbeiten entlang der A7 gleichzeitig auszuführen.

Hochstraße Elbmarsch jetzt auf acht Fahrstreifen ausgebaut

Besonders bedeutend war die Fertigstellung der Hochstraße Elbmarsch südlich des Elbtunnels. Der rund vier Kilometer lange Abschnitt wurde auf acht Fahrstreifen erweitert. Nach Angaben der Autobahn GmbH bildet er den Lückenschluss zwischen dem Elbtunnel und dem künftigen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen.

Der NDR bezeichnet die Hochstraße als Deutschlands längste Autobahnbrücke. Sie verbindet den Bereich südlich des Elbtunnels mit dem künftigen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen. Dort soll die A7 ab 2028 mit der aus Richtung Stade kommenden A26 West verbunden werden. Für die Zukunft ist außerdem eine Verbindung mit der geplanten A26 Ost in Richtung A1 vorgesehen.

Der ursprüngliche Brückenabschnitt stammt aus den 1970er-Jahren. Beim damaligen Bau war bereits Raum für eine spätere Erweiterung vorgesehen worden. Für den heutigen Ausbau wurden unter anderem Fundamente und Stützen verstärkt.

Bis zu neun Kilometer Stau auf der Umleitungsstrecke

Während der Vollsperrung mussten Autofahrer erhebliche Verzögerungen in Kauf nehmen. Für den überregionalen Verkehr hatte die Autobahn GmbH eine weiträumige Umfahrung über A1, A21 und B205 empfohlen. Innerhalb Hamburgs waren zusätzliche Umleitungen ausgeschildert.

Besonders angespannt war die Lage auf der A1. Nach Angaben der Verkehrsleitzentrale staute sich der Verkehr dort sowohl am Samstag als auch am Sonntag auf bis zu neun Kilometer. Auch Nebenstraßen zu den Autobahnen waren stark belastet. Zusätzlichen Verkehr brachte am Sonntag der verkaufsoffene Sonntag in Hamburg.

Die Autobahn GmbH hatte bereits vor dem Wochenende dazu geraten, Hamburg möglichst weiträumig zu umfahren und zusätzliche Fahrzeit einzuplanen. Großraum- und Schwertransporte konnten den gesperrten Abschnitt während der Vollsperrung ebenfalls nicht passieren.

Keine weitere A7-Vollsperrung dieser Art für 2026 angekündigt

Mit der Freigabe ist die Serie der großen Vollsperrungen auf diesem Hamburger A7-Abschnitt für dieses Jahr zunächst beendet. Nach Angaben des NDR handelte es sich um die sechste Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen seit Jahresbeginn und zugleich um die letzte dieser Art im Jahr 2026.

Damit entfällt vorerst eine weitere angekündigte wochenendliche Komplettsperrung zwischen Stellingen und Heimfeld. Kürzere oder örtlich begrenzte Baustellen und Wartungsmaßnahmen bleiben unabhängig davon möglich.

A7-Baustelle in Altona läuft weiter

Trotz der fertigen Hochstraße Elbmarsch bleibt die A7 in Hamburg eine Großbaustelle. Nördlich des Elbtunnels entsteht der Lärmschutztunnel Altona. Nach Angaben der Autobahn GmbH soll das eigentliche Tunnelbauwerk Ende 2028 fertiggestellt werden. Anschließend sollen beide Tunnelröhren in Betrieb gehen. Für 2029 sind der Rückbau provisorischer Verkehrsführungen und weitere Arbeiten zwischen Elbtunnel und Altonatunnel vorgesehen.

Der NDR berichtet, dass der Ausbau nördlich des Elbtunnels bis Ende 2029 weitergehen soll. Während dieser Phase stehen im Bereich Altona weiterhin drei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung. Vor der Einfahrt in den Elbtunnel wird die Fahrbahn in Richtung Flensburg deshalb von vier auf drei Spuren verengt.

Für Autofahrer bedeutet die Freigabe der Hochstraße Elbmarsch damit zwar einen wichtigen Fortschritt. Engstellen und baustellenbedingte Einschränkungen auf der A7 in Hamburg bleiben jedoch noch mehrere Jahre Bestandteil der Strecke.

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