
Fabian Kahl ist Vater geworden. Der aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannte Kunst- und Antiquitätenhändler hat öffentlich gemacht, dass er und seine Partnerin einen Sohn bekommen haben. Die Geburt liegt bereits einige Wochen zurück. Kahl sprach Anfang August in der „Landesschau Rheinland-Pfalz“ des SWR über sein Familienleben und seine neue Heimat am Rhein.
Damit beginnt für den langjährigen Fernsehhändler auch abseits der Kameras ein neuer Lebensabschnitt. Die Nachricht über den Sohn fällt in eine Phase, in der Kahl seinen Lebensmittelpunkt deutlich näher an das Rheinland und damit zugleich näher an seinen wichtigsten Fernsehjob verlegt hat. Zuvor war er über Jahre vor allem mit Thüringen und Leipzig verbunden.
Seit 2025 lebt Fabian Kahl in Unkel am Rhein. Die rheinland-pfälzische Stadt liegt südlich von Bonn und deutlich näher am Produktionsort von „Bares für Rares“ als seine früheren Lebensmittelpunkte in Mitteldeutschland.
Kahl erklärte im SWR, dass berufliche Gründe für den Wechsel in die Region eine Rolle spielten. Die regelmäßigen Dreharbeiten für „Bares für Rares“ finden im Raum Köln statt. Durch die kürzeren Wege lässt sich die Fernseharbeit für den Antiquitätenhändler leichter mit seinem Familienleben verbinden.
Der Umzug bedeutet allerdings keinen Bruch mit seiner Herkunft oder seinem eigentlichen Beruf. Kahl arbeitet weiterhin mit Antiquitäten und Schmuck. Sein Unternehmen bietet den An- und Verkauf entsprechender Objekte an und nimmt auch Anfragen zu Stücken entgegen, die er in der ZDF-Sendung erworben hat.
Die neue Heimat am Rhein erweitert damit vor allem seinen geografischen Schwerpunkt. Auch in der Region tritt Kahl inzwischen mit seinem Fachwissen über Kunst und Antiquitäten öffentlich in Erscheinung.
Einem großen Fernsehpublikum ist Fabian Kahl vor allem durch „Bares für Rares“ bekannt. Er gehört seit dem Start der Sendung im Jahr 2013 zum Händlerteam und damit zu den prägenden Gesichtern des Formats.
Das Konzept ist über die Jahre weitgehend gleich geblieben. Menschen bringen Antiquitäten, Schmuck, Kunstgegenstände oder ungewöhnliche Fundstücke mit. Zunächst untersuchen Fachleute die Gegenstände, erklären ihre Herkunft und schätzen ihren Wert. Wer anschließend eine Händlerkarte erhält, kann sein Objekt im Händlerraum zum Verkauf anbieten.
Dort beginnt Kahls eigentliche Rolle. Anders als die Sachverständigen erstellt er keine Expertise für die Besitzer, sondern tritt als möglicher Käufer auf. Er muss entscheiden, ob ein Gegenstand für seinen eigenen Handel interessant ist und welchen Preis er dafür zahlen möchte.
Aus dem 2013 zunächst mit wenigen Folgen gestarteten Format entwickelte sich eine feste Größe im ZDF-Programm. Die tägliche Ausgabe wurde später auf den Nachmittag ausgeweitet, hinzu kamen Sonder- und Abendsendungen. Noch im August 2026 war Kahl bei einer neuen XXL-Ausgabe im Händlerraum vertreten.
Die Fabian Kahl Vaterschaft fällt damit in eine Zeit, in der sich an seiner langjährigen Rolle im ZDF zunächst nichts Grundsätzliches geändert hat.
Der Handel mit alten Gegenständen begann für Kahl lange vor seiner Fernsehkarriere. Er stammt aus einer Familie, in der Antiquitäten zum beruflichen Alltag gehörten. Sein Vater arbeitete als Münz- und Antiquitätenhändler. Fabian Kahl kam deshalb bereits in jungen Jahren mit Flohmärkten, Auktionen und dem An- und Verkauf historischer Gegenstände in Kontakt.
Prägend war auch Schloss Brandenstein bei Ranis in Thüringen. Kahls Familie kaufte das historische Anwesen im Jahr 2000 und restaurierte es über viele Jahre. Das Schloss wurde eng mit der öffentlichen Wahrnehmung der Händlerfamilie verbunden und diente ebenfalls als Standort für deren Arbeit mit Antiquitäten.
Kahl entschied sich früh für einen ähnlichen Berufsweg. Bereits als Jugendlicher betrieb er mit Unterstützung seiner Familie für einige Monate ein Antiquitätengeschäft am Berliner Kurfürstendamm. Später zog er nach Leipzig und beschäftigte sich dort zeitweise auch mit moderner Kunst.
Seine Fernsehkarriere entstand ebenfalls aus dem Antiquitätenhandel. Auf einem Antikmarkt im Raum Leipzig wurde er für das damals neue ZDF-Format angesprochen. Nach dem Auswahlverfahren gehörte er 2013 zur ersten Händlerbesetzung von „Bares für Rares“.
Damals war Kahl Anfang 20 und damit für einen etablierten Kunst- und Antiquitätenhändler ungewöhnlich jung. Seine langjährige Präsenz im Format machte ihn schließlich weit über die eigentliche Antiquitätenszene hinaus bekannt.
Trotz seiner Fernseharbeit ist Kahl weiterhin gewerblich im Schmuck- und Antiquitätenhandel tätig. Auf seiner Unternehmensseite werden Schmuckstücke und ausgewählte Antiquitäten angeboten. Interessenten können außerdem Objekte zur Einschätzung und für einen möglichen Ankauf vorstellen.
Dabei arbeitet Kahl nicht ausschließlich allein. Zum geschäftlichen Umfeld gehört auch sein Bruder Tobias Kahl, der ebenfalls als Antiquitätenhändler tätig ist und mit ihm bei gemeinsamen Projekten zusammenarbeitet.
Neben Antiquitäten hat Fabian Kahl in den vergangenen Jahren weitere berufliche und persönliche Interessen öffentlich verfolgt. Er absolvierte in Südafrika eine Ausbildung zum Safari-Guide und beschäftigte sich intensiv mit Natur- und Tierfotografie. 2023 erschien ein Bildband über seine Reisen und Fotografien aus dem südlichen Afrika.
Sein Kernberuf blieb dennoch der Handel mit Kunst, Schmuck und historischen Gegenständen. Genau daraus entwickelte sich auch seine inzwischen mehr als 13 Jahre dauernde Fernsehpräsenz.
Mit dem Umzug an den Rhein haben sich nun vor allem die Rahmenbedingungen seines Alltags verändert. Kahl lebt näher am Produktionsort der Sendung und ist inzwischen Vater. Beruflich bleibt er sowohl im Antiquitätenhandel als auch bei „Bares für Rares“ präsent.
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