
Bei einer Gefahrstofffreisetzung Paderborn Schloßstraße ist die Feuerwehr am Samstag zu einem Ladenlokal in Schloss Neuhaus ausgerückt. Nach Angaben der Feuerwehr Paderborn hatte sich die Betreiberin des Geschäfts gemeldet, nachdem bei einem Unfall eine Chemikalie freigesetzt worden war. Die Einsatzkräfte wurden gegen 11.38 Uhr mit dem Stichwort „Austritt Gefahrgut“ alarmiert. Die Betreiberin hatte das Ladenlokal bereits geräumt, bevor die Feuerwehr eintraf.
Nach Angaben der Feuerwehr hatte die Betreiberin zunächst versucht, die Chemikalie mit Papiertüchern aufzunehmen. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich anschließend großräumig ab. Der Rettungsdienst untersuchte die Betreiberin, die über Reizungen der Augen und Atemwege klagte. Auch drei Kunden, die zum Zeitpunkt des Unfalls im Ladenlokal anwesend waren, wurden medizinisch gesichtet. Ein Transport in ein Krankenhaus war nach Angaben der Feuerwehr nicht erforderlich.
Ein Trupp der Feuerwehr ging mit speziellen Schutzanzügen gegen Gefahrstoffe in das Ladenlokal vor. Dort sicherten die Einsatzkräfte die Reste der giftigen Chemikalie. Anschließend wurde der Trupp dekontaminiert. Dabei wird die Schutzkleidung zunächst grob gereinigt, danach kontrolliert abgelegt und luftdicht verschlossen. So soll verhindert werden, dass Rückstände des Gefahrstoffs weiter verbreitet werden.
Nach der Sicherung der Chemikalie belüftete die Feuerwehr die Geschäftsräume, um mögliche Rückstände des Gefahrstoffs aus der Luft zu entfernen. Der Einsatz dauerte rund zweieinhalb Stunden. Vor Ort waren etwa 30 Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wachen Süd und Nord sowie des Löschzuges Schloss Neuhaus. Außerdem kamen mehrere Spezialfahrzeuge zum Einsatz, darunter Abrollbehälter für Gefahrgut und Dekontamination. Rettungsdienst, Notarzt und Polizei waren ebenfalls beteiligt.
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