Sparkasse Münster ordnet ihre Filialen ab 2027 neu

Die Sparkasse Münsterland Ost stellt 2027 mehrere Filialen in Münster um. Einige Standorte werden erweitert, andere zu SB-Angeboten.
Symbolbild: Caroline Muffert

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Münster. Die Sparkasse Münsterland Ost verändert ab dem 1. Januar 2027 ihr Filialnetz in Münster. Mehrere kleinere Standorte werden künftig anders betrieben, drei bisherige Selbstbedienungsstandorte fallen in ihrer bisherigen Form weg, vier Filialen erhalten ein größeres Angebot. Die Sparkasse begründet die Neuordnung mit einer Analyse der Kundenfrequenz, der genutzten Dienstleistungen und der veränderten Wege, über die Kundinnen und Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen.

Fünf Beratungscenter bleiben zentrale Anlaufstellen

Unverändert weitergeführt werden die fünf großen Beratungscenter in Münster-City, Gievenbeck, Hiltrup, Kinderhaus und Mauritz. Dort sollen Kundinnen und Kunden weiterhin persönliche Beratung für Privatkunden erhalten. Bei Bedarf stehen dort auch Spezialisten für Themen wie Baufinanzierung, Altersvorsorge und Versicherungen zur Verfügung. Bargeldservice und SB-Bereiche bleiben ebenfalls Teil des Angebots.

Die Sparkasse setzt damit weiterhin auf größere Standorte, an denen Beratung und Fachwissen gebündelt werden. Nach Angaben des Instituts haben die gemessene Kundenfrequenz und die dort nachgefragten Dienstleistungen gezeigt, dass diese Beratungscenter weiterhin gut zum Bedarf passen.

Vier Filialen in Münster werden ausgebaut

Mehr Angebot soll es künftig in Coerde, Gremmendorf, Mecklenbeck und Wolbeck geben. Diese Standorte werden nicht reduziert, sondern erhalten erweiterte Öffnungszeiten und ein umfangreicheres Beratungsangebot für Privatkundinnen und Privatkunden.

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt im Filialnetz nicht vollständig weg von persönlicher Beratung. Vielmehr konzentriert die Sparkasse diese Leistungen stärker auf ausgewählte Standorte. Für Kundinnen und Kunden in den betroffenen Stadtteilen bedeutet das: Während einige kleinere Filialen künftig vor allem als Selbstbedienungsstandorte funktionieren, werden andere Standorte ausdrücklich gestärkt.

Mehrere Kleinfilialen werden zu SB-Standorten mit Bankbus

Die bisherigen Kleinfilialen in Albachten, Amelsbüren, Handorf, an der Mondstraße, in Nienberge und in Roxel werden künftig als Selbstbedienungsfilialen weitergeführt. Dort sollen weiterhin Leistungen wie Bargeldservice und SB-Terminal-Angebote möglich sein. Persönliche Serviceleistungen werden aber nicht mehr dauerhaft in der bisherigen Filialform angeboten.

Als Ergänzung setzt die Sparkasse dort künftig auf eine mobile Filiale. Der Bankbus soll die Standorte mindestens zweimal pro Woche anfahren. An Bord sind zwei Sparkassen-Mitarbeitende. Möglich sein sollen persönliche Serviceleistungen, Bargeldabhebungen, Überweisungen im Self-Service und der Ausdruck von Kontoauszügen. Die Häufigkeit der Anfahrten soll sich überwiegend an den bisherigen Öffnungstagen der jeweiligen Standorte orientieren.

Drei SB-Standorte fallen in bisheriger Form weg

Auch bei reinen Selbstbedienungsstandorten gibt es Änderungen. Die bisherigen SB-Standorte Angelmodde, Gelmer und Hoher Heckenweg werden künftig nicht mehr als feste Standorte in der bisherigen Form betrieben. Stattdessen soll dort mindestens einmal pro Woche eine mobile Filiale eingesetzt werden.

Diese mobile Filiale soll ebenfalls persönliche Serviceleistungen durch zwei Mitarbeitende sowie ein SB-Terminal bieten. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das allerdings eine Umstellung: Das Angebot ist dann an feste Einsatzzeiten gebunden und steht nicht mehr durchgehend an einem stationären SB-Standort zur Verfügung.

Hammer Straße und Nordplatz bleiben als SB-Filialen

Die Standorte Hammer Straße und Nordplatz an der Melchersstraße werden künftig als Selbstbedienungsfilialen geführt. Dort bleiben klassische SB-Leistungen erhalten. Dazu gehören Bargeldabhebungen, Überweisungen, das Anlegen von Daueraufträgen und der Ausdruck von Kontoauszügen.

Eine persönliche Beratung wie in einer klassischen Kleinfiliale wird dort nach der Neuordnung nicht mehr im bisherigen Umfang angeboten. Die Standorte bleiben aber als feste Sparkassen-Anlaufpunkte im Stadtgebiet erhalten.

Warum die Sparkasse ihr Netz verändert

Die Neuordnung steht im Zusammenhang mit einem veränderten Nutzungsverhalten der Kundschaft. Nach Angaben der Sparkasse werden Bankgeschäfte zunehmend über verschiedene Zugangswege erledigt. Dazu gehören Filialen, mobile Angebote, Telefonservice, Online-Banking und digitale Anwendungen.

Bereits bei der Bilanz für 2025 hatte die Sparkasse Münsterland Ost darauf verwiesen, dass mehr als die Hälfte der Kundinnen und Kunden ihre Bankgeschäfte inzwischen überwiegend online erledigt. Gleichzeitig wurden rund 400.000 telefonische Servicekontakte gezählt. Die Filialen und Beratungscenter bleiben aus Sicht der Sparkasse vor allem dort wichtig, wo komplexere Finanzfragen persönlich besprochen werden.

Zweite mobile Filiale soll das Angebot ergänzen

Der Bankbus wird für die Sparkasse in Münster wichtiger. Die erste mobile Filiale ist seit September 2025 im Einsatz. Nach Angaben des Instituts soll sie künftig durch ein zweites Fahrzeug ergänzt werden. Der Verwaltungsrat hatte der Anschaffung eines weiteren Sparkassen-Busses im Rahmen des neuen Standortkonzeptes zugestimmt.

Die mobile Filiale ist nicht nur als Ersatz für einzelne Standorte gedacht, sondern als Ergänzung zu festen Filialen, Beratungscentern sowie digitalen und telefonischen Angeboten. Sie soll insbesondere dort eingesetzt werden, wo feste Standorte reduziert oder nicht mehr dauerhaft betrieben werden.

Sparkasse kündigt Investitionen von 5,3 Millionen Euro an

Die Änderungen sollen ab dem 1. Januar 2027 wirksam werden. Gleichzeitig kündigt die Sparkasse Münsterland Ost Investitionen in Höhe von 5,3 Millionen Euro an. Das Geld soll in den kommenden fünf Jahren in die Modernisierung und Erweiterung von Filialen und Beratungscentern fließen.

Die Summe bezieht sich auf das gesamte Geschäftsgebiet der Sparkasse Münsterland Ost. Dazu zählen neben Münster auch Standorte im Kreis Warendorf. Für Münster bedeutet die Neuordnung vor allem eine stärkere Aufteilung zwischen großen Beratungscentern, ausgebauten Stadtteilfilialen, Selbstbedienungsangeboten und mobilen Servicezeiten.

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