Darmstadt 98 vor Transfer von Florian Kleinhansl

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Der SV Darmstadt 98 steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung von Florian Kleinhansl. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger ist nach seinem Vertragsende beim 1. FC Kaiserslautern vereinslos und könnte deshalb ablösefrei zu den Lilien wechseln. Trainer Florian Kohfeldt rechnet bereits zeitnah mit einer Unterschrift.

Kohfeldt bestätigt den bevorstehenden Kleinhansl-Transfer

Nach dem 5:1-Erfolg im Testspiel gegen den FC 08 Homburg äußerte sich Kohfeldt am Dienstag, 14. Juli 2026, ausgesprochen zuversichtlich. „Wir sind sehr optimistisch, dass Flo morgen unterschreibt“, sagte der Trainer zur möglichen Verpflichtung des Linksverteidigers.

Damit dürfte der Transfer weitgehend vorbereitet sein. Solange der SV Darmstadt 98 den Wechsel nicht offiziell verkündet hat, gilt Kleinhansl allerdings noch nicht als Neuzugang. Voraussetzung für den Abschluss dürften die üblichen medizinischen Untersuchungen und die endgültige Vertragsunterzeichnung sein.

Für die Lilien wäre die Verpflichtung auch wirtschaftlich interessant. Der Vertrag des 25-Jährigen beim 1. FC Kaiserslautern ist zum 30. Juni 2026 ausgelaufen. Eine Ablösesumme müsste Darmstadt deshalb nicht zahlen. Medienberichten zufolge könnte Kleinhansl einen Vertrag bis 2028 erhalten. Diese Laufzeit wurde vom Verein zunächst jedoch nicht bestätigt.

Ausfälle erhöhen den Handlungsdruck bei den Lilien

Der kurzfristige Bedarf auf der linken Abwehrseite ist deutlich. Mit Fabian Nürnberger und Raoul Petretta fallen derzeit beide Spieler aus, die ursprünglich für diese Position vorgesehen waren. Kohfeldt benötigt damit eine weitere verlässliche Lösung, um die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison ohne ein dauerhaftes personelles Provisorium fortsetzen zu können.

Nürnberger hatte seinen auslaufenden Vertrag in Darmstadt erst in diesem Sommer verlängert. Bereits in der vergangenen Saison war der 26-Jährige allerdings mehrfach verletzt und stand nicht durchgängig zur Verfügung. Auch Raoul Petretta zählt aktuell nicht zu den Einsatzoptionen. Für Kohfeldt ist eine kurzfristige Verstärkung deshalb sportlich zwingend, zumal die Belastung in der Vorbereitung hoch ist.

Zweitliga-Erfahrung aus Osnabrück und Kaiserslautern

Florian Kleinhansl bringt umfangreiche Erfahrung aus dem deutschen Profifußball mit. Er wurde beim FC Ingolstadt ausgebildet, ehe er als Linksfuß zum VfL Osnabrück wechselte. Dort entwickelte er sich in der 3. Liga schnell zum Stammspieler. Mit den Niedersachsen gelang ihm 2023 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der folgenden Saison bestritt Kleinhansl alle 33 Zweitligaspiele, stand jeweils in der Anfangsformation und absolvierte mehr als 3.000 Spielminuten.

Nach dem direkten Wiederabstieg des VfL schloss er sich im Sommer 2024 ablösefrei dem 1. FC Kaiserslautern an. In seiner ersten Saison auf dem Betzenberg kam Kleinhansl auf 20 Zweitligaeinsätze. In der Spielzeit 2025/26 folgten zwölf weitere Ligapartien. Dabei konnte er sich beim FCK nicht dauerhaft als unumstrittener Stammspieler durchsetzen. Insgesamt stehen für ihn inzwischen 65 Einsätze in der 2. Bundesliga und 73 Begegnungen in der 3. Liga zu Buche.

Auch internationale Nachwuchserfahrung kann Kleinhansl vorweisen. Im November 2017 absolvierte er zwei Spiele für die deutsche U18-Nationalmannschaft. Beide Begegnungen gegen Italien und Serbien gewann die deutsche Auswahl. Diese Zeit im DFB-Nachwuchsbereich unterstreicht die grundsätzliche fußballerische Qualität, die dem Linksverteidiger zugesprochen wird.

Pragmatische Verstärkung für Darmstadt 98

Sportlich gilt Kleinhansl als klassischer, defensiv orientierter Linksverteidiger mit solider Zweikampfstärke und guter Ausdauer. Seine Erfahrung aus mehr als 100 Spielen für Osnabrück sowie zwei Jahren beim FCK könnte ihm dabei helfen, sich schnell an die Anforderungen in Darmstadt anzupassen.

Für den SV 98 wäre der bevorstehende Transfer vor allem eine pragmatische Reaktion auf die aktuelle Personalsituation. Kleinhansl kennt die Liga, benötigt keine lange Eingewöhnung in den deutschen Profifußball und ist ohne Ablöse verfügbar. Sollte die angekündigte Unterschrift erfolgen, hätten die Lilien ihre akute Lücke auf der linken Abwehrseite frühzeitig geschlossen.

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