Notfall bei flydubai: Flug nach Tel Aviv nach Saudi-Arabien umgeleitet

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Ein flydubai-Flug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv ist am Mittwoch, 30. September 2026, nach einem Zwischenfall außerplanmäßig in Saudi-Arabien gelandet. Die Maschine mit der Flugnummer FZ1073 setzte während des Fluges Notfallsignale ab und wurde anschließend zum Flughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens umgeleitet. Das Flugzeug landete dort sicher. Nach Angaben aus Israel befanden sich die Passagiere in Sicherheit.

Zwischenzeitlich hatte der Vorfall erhebliche Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst. Eines der von der Maschine übermittelten Signale deutete auf eine mögliche unrechtmäßige Einflussnahme an Bord hin. Die Befürchtung einer Flugzeugentführung bestätigte sich jedoch nicht. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärte nach Angaben von Reuters, bei dem Vorfall habe es sich nicht um eine Entführung gehandelt.

flydubai bestätigt sichere Landung in Tabuk

flydubai bestätigte, dass der Flug nach einem Zwischenfall auf der Strecke nach Tel Aviv umgeleitet worden sei und sicher in Tabuk gelandet habe. Die Fluggesellschaft erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP zudem, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten. Weitere Einzelheiten zur Ursache des Vorfalls veröffentlichte die Airline zunächst nicht.

Damit war zunächst gesichert, dass die Maschine ihren ursprünglichen Zielflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv nicht erreichte und stattdessen in Saudi-Arabien landete. Verletzte unter den Passagieren wurden in den bestätigten Angaben zunächst nicht gemeldet.

Der flydubai-Flug FZ1073 verbindet regulär Dubai mit Tel Aviv. Die Verbindung ist Teil des seit mehreren Jahren bestehenden direkten Flugverkehrs zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel. Direkte kommerzielle Verbindungen wurden nach der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten im Jahr 2020 möglich.

Bericht über Auseinandersetzung zwischen Piloten

Zum Auslöser des Notfalls lagen am Mittwochvormittag noch keine vollständig übereinstimmenden offiziellen Angaben vor. Reuters berichtete unter Berufung auf einen israelischen Regierungsvertreter, zwischen den beiden Piloten sei es während des Fluges zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Diese Darstellung wurde von flydubai in der zunächst veröffentlichten Stellungnahme nicht im Detail bestätigt.

Auch AP verwies auf israelische Sicherheitskreise, nach deren Darstellung eine Auseinandersetzung im Cockpit hinter dem Notfall gestanden habe. Einzelne Berichte enthielten darüber hinaus deutlich weitergehende Angaben über den Verlauf des Zwischenfalls. Für diese Details lag zunächst keine unabhängige Bestätigung durch flydubai oder eine zuständige Luftfahrtbehörde vor.

Deshalb ist zunächst nur gesichert, dass es an Bord einen Zwischenfall gab, Notfallsignale übermittelt wurden und die Maschine daraufhin nach Saudi-Arabien auswich. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.

Notfallsignal löste Sicherheitsreaktion aus

Nach Angaben von Reuters sendete die Boeing zunächst ein allgemeines Notfallsignal und anschließend ein weiteres Signal, das auf eine mögliche unrechtmäßige Einflussnahme hinweisen kann. Solche Transpondercodes dienen der Flugsicherung dazu, besondere Gefahrenlagen schnell zu erkennen. Sie geben jedoch für sich genommen noch keine Auskunft darüber, was tatsächlich an Bord geschehen ist.

Die Signale sorgten in Israel für erhöhte Aufmerksamkeit. Nach Berichten von Reuters und AP wurden auch israelische Kampfjets alarmiert. Ministerpräsident Netanjahu befasste sich mit dem Vorfall. Nachdem die Maschine sicher in Saudi-Arabien gelandet war, wurde eine Entführung offiziell ausgeschlossen.

Die ungewöhnliche Umleitung hatte auch deshalb besondere politische Bedeutung, weil Israel und Saudi-Arabien keine vollständigen diplomatischen Beziehungen unterhalten. Für israelische Passagiere an Bord stellte sich deshalb nach der Landung die Frage nach der Weiterreise. Nach Reuters-Angaben liefen Bemühungen, die betroffenen Reisenden weiterzubefördern beziehungsweise nach Israel zurückzubringen.

Hintergründe des Vorfalls noch nicht vollständig geklärt

Eine offizielle detaillierte Darstellung des Geschehens im Cockpit lag zunächst nicht vor. Auch zu möglichen Konsequenzen für Besatzungsmitglieder oder zum weiteren Vorgehen der Luftfahrtbehörden gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Der aktuelle Stand beschränkt sich damit auf mehrere bestätigte Punkte: Der flydubai-Flug FZ1073 war von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, setzte während des Fluges Notfallsignale ab, änderte seinen Kurs und landete sicher in Tabuk. Eine zunächst befürchtete Entführung wurde von israelischer Seite ausgeschlossen. Berichte über eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den Piloten stützen sich bislang auf Angaben israelischer Stellen beziehungsweise Sicherheitskreise.

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