Tom Cruises neuer Film „Digger“ macht sogar Verrisse zur Werbung

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Kurz vor dem Kinostart von „Digger“ setzt Warner Bros. auf eine ungewöhnliche Werbestrategie. Ein neuer Spot für den Film mit Tom Cruise stellt positive und negative Kritikerstimmen unmittelbar nebeneinander und macht damit die stark geteilten Reaktionen selbst zum Bestandteil der Kampagne. In Deutschland kommt die schwarze Komödie von Regisseur Alejandro González Iñárritu am Donnerstag, 1. Oktober 2026, ins Kino.

Tom Cruise spielt darin Digger Rockwell, einen mächtigen Ölunternehmer, dessen Handeln eine schwere Umweltkatastrophe auslöst. Statt des für Cruise typischen Actionhelden steht diesmal eine überzeichnete, selbstherrliche Figur im Zentrum einer Satire über Macht, wirtschaftliche Interessen und den Umgang mit einer globalen Krise.

Neuer „Digger“-Spot zeigt Lob und Verrisse

Dass ein Filmstudio positive Rezensionen für seine Werbung auswählt, gehört zum üblichen Kinomarketing. Bei „Digger“ geht Warner Bros. einen anderen Weg. Der neue Werbespot greift ausdrücklich auch scharfe Kritik auf und stellt sie positiven Einschätzungen gegenüber. Damit wird die Polarisierung des Films nicht verborgen, sondern zum Verkaufsargument gemacht.

Tatsächlich fallen die bisherigen Rezensionen sehr unterschiedlich aus. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes waren am Vormittag des 30. September 52 Prozent der 108 erfassten Kritiken positiv. Der Wert kann sich mit weiteren Rezensionen noch verändern.

Einige Kritiker loben vor allem die Konsequenz, mit der Cruise seine ungewöhnliche Figur spielt, sowie die visuelle Gestaltung des Films. Andere bemängeln den Ton, die Lautstärke der Inszenierung oder die politische und ökologische Satire. Gerade diese Spannweite greift die aktuelle Werbung auf.

Tom Cruise spielt einen Ölbaron statt eines Actionhelden

Für Cruise ist „Digger“ eine deutliche Abkehr von seinen jüngsten großen Kinoerfolgen. Statt als Ethan Hunt in „Mission: Impossible“ oder als Pilot in „Top Gun: Maverick“ tritt der inzwischen 64-Jährige als exzentrischer Unternehmer Digger Rockwell auf.

Warner Bros. beschreibt Rockwell als den mächtigsten Mann der Welt. Nachdem eine von ihm verursachte Katastrophe außer Kontrolle gerät, versucht er, sich selbst als Retter der Menschheit zu präsentieren. Die Geschichte verbindet Komödie und Drama und nutzt die Figur für eine Satire auf Macht, Selbstüberschätzung und wirtschaftliche Interessen.

Cruise erklärte im Umfeld der Veröffentlichung, dass er eine vergleichbare Figur zuvor noch nicht gespielt habe. Für die Rolle wurde auch sein äußeres Erscheinungsbild deutlich verändert. Zum Ensemble gehören außerdem Riz Ahmed, John Goodman, Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg, Jesse Plemons, Emma D’Arcy und Sophie Wilde.

Alejandro González Iñárritu kehrt mit großer Produktion zurück

Regie führte Alejandro González Iñárritu. Der mexikanische Filmemacher wurde unter anderem durch „Birdman“ und „The Revenant“ international bekannt. Das Drehbuch zu „Digger“ entstand unter Beteiligung von Iñárritu, Alexander Dinelaris, Nicolás Giacobone und Sabina Berman. An der Geschichte war außerdem Jez Butterworth beteiligt.

Gedreht wurde vollständig im VistaVision-Format. Die Kamera führte Emmanuel Lubezki, der bereits mehrfach mit Iñárritu zusammengearbeitet hat. Produziert wurde der Film unter anderem von Iñárritu, Mary Parent und Tom Cruise für Warner Bros. Pictures und Legendary Pictures.

Auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller gehört zur prominent besetzten Produktion. Sie ist neben Cruise, Ahmed, Goodman und weiteren international bekannten Darstellern Teil des Ensembles.

Deutscher Kinostart am 1. Oktober

International beginnt die Veröffentlichung von „Digger“ bereits am 30. September. In Deutschland startet der Film offiziell am 1. Oktober 2026. In den USA und Großbritannien ist der breite Kinostart für den 2. Oktober angesetzt.

In deutschen Kinos wird der Film mit einer Laufzeit von rund 129 Minuten geführt und hat eine Freigabe ab zwölf Jahren erhalten. Warner Bros. bringt „Digger“ regulär ins Kino, international sind auch IMAX-Vorführungen vorgesehen.

Damit trifft die auffällige neue Werbekampagne unmittelbar auf den Kinostart. Ob das bewusste Spiel mit den negativen Kritiken zusätzliche Aufmerksamkeit für Tom Cruise und Digger erzeugt, wird sich nun an der Reaktion des Kinopublikums zeigen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu