
Ford ruft weltweit 96.840 Fahrzeuge des Elektro-SUV Mustang Mach-E zurück. In Deutschland sind 6.598 Autos von der Rückrufaktion betroffen. Hintergrund ist ein möglicher Defekt am Hinterachsdifferenzial, der zum Verlust des Vortriebs führen kann. Auch eine unbeabsichtigte Bewegung eines abgestellten Fahrzeugs ist möglich.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16878R. Bei Ford lautet der Rückrufcode 26S50. Die deutsche Behörde überwacht die Maßnahme und führt den Vorgang derzeit mit dem Status „In Untersuchung“.
Ursache der Rückrufaktion ist eine mögliche Beschädigung der Ritzelwelle im Hinterachsdifferenzial. Dieses Bauteil ist für die Kraftübertragung innerhalb des Antriebsstrangs wichtig. Bricht die Welle, kann die Antriebskraft nicht mehr zuverlässig auf die Räder übertragen werden.
Neben einem möglichen Antriebsverlust während der Fahrt besteht ein weiteres Sicherheitsrisiko. Ein betroffener Mustang Mach-E könnte sich trotz eingelegter Parkstellung unbeabsichtigt bewegen, wenn die Feststellbremse nicht aktiviert ist.
Aus Unterlagen, die Ford bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eingereicht hat, geht hervor, dass an untersuchten Bauteilen Materialermüdung durch wiederholte Biegebeanspruchung festgestellt wurde. Die genaue Ursache dieser Ermüdung war zum Zeitpunkt der Meldung noch Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Unfälle oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Defekt waren den zuständigen Behörden nach den veröffentlichten Angaben zunächst nicht bekannt.
Der Rückruf des Ford Mustang Mach-E betrifft nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 3. März 2020 bis zum 15. Dezember 2023. Damit erstreckt sich die Maßnahme über mehrere frühe Produktionsjahre des vollelektrischen SUV.
Allerdings ist nicht automatisch jedes Fahrzeug aus diesem Zeitraum betroffen. Entscheidend sind die tatsächlich verbauten Komponenten und die Fahrzeug-Identifikationsnummer.
In den USA wurde die Rückrufaktion bereits am 30. Juni 2026 bei der NHTSA gemeldet. Dort sind 42.784 Fahrzeuge der Modelljahre 2021 bis 2023 erfasst. Die amerikanischen Rückrufunterlagen beziehen sich auf Fahrzeuge mit Hinterradantrieb. Auch die kanadische Verkehrsbehörde nennt diese Antriebsvariante ausdrücklich. Eine entsprechende technische Eingrenzung enthält der veröffentlichte deutsche KBA-Eintrag bislang nicht.
Für die betroffenen Fahrzeuge ist eine Überprüfung und gegebenenfalls Reparatur oder ein Austausch der Hinterachsdifferenzialbaugruppe vorgesehen. Das geht aus den bei der NHTSA eingereichten Ford-Unterlagen hervor. Die Instandsetzung soll für die Fahrzeughalter kostenlos erfolgen.
Eine konkrete Reparaturmaßnahme oder einen verbindlichen Zeitplan für deutsche Werkstätten nennt das Kraftfahrt-Bundesamt bislang nicht. Für den amerikanischen Markt ist nach den eingereichten Unterlagen vorgesehen, die Halter voraussichtlich Ende Dezember 2026 über die verfügbare Abhilfe zu informieren.
Ob dieser Zeitplan auch für Deutschland gilt, war zunächst nicht bestätigt.
Halter eines Mustang Mach-E aus dem genannten Produktionszeitraum können über das offizielle Rückrufportal von Ford prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Dafür wird die 17-stellige Fahrzeug-Identifikationsnummer benötigt. Sie steht unter anderem in der Zulassungsbescheinigung Teil I.
Ford informiert Halter bei sicherheitsrelevanten Rückrufen grundsätzlich auch schriftlich. Wer bereits eine entsprechende Benachrichtigung erhalten hat, sollte sich an einen autorisierten Ford-Partner wenden und das weitere Vorgehen abstimmen.
Bei Rückfragen helfen der Hersteller-Rückrufcode 26S50 und die KBA-Referenznummer 16878R. Wegen des möglichen Wegrollens ist insbesondere darauf zu achten, beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststellbremse zu betätigen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu