Neue Forsa-Umfrage: AfD bleibt deutlich vor der Union

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Symbolbild mit KI erstellt

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Die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland bleiben in der jüngsten Sonntagsfrage unverändert. In der am 18. August 2026 veröffentlichten Forsa-Umfrage erreicht die AfD 28 Prozent und liegt damit weiterhin sieben Prozentpunkte vor CDU und CSU mit zusammen 21 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen folgen mit 16 Prozent. SPD und Linke kommen jeweils auf 12 Prozent, die FDP erreicht 4 Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen zusammen 7 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht wird in dieser Erhebung nicht mehr mit einem eigenen Wert ausgewiesen und ist in dieser Gruppe enthalten. Gegenüber der Vorwoche verändert sich bei keiner der ausgewiesenen Parteien der Wert.

Forsa-Umfrage vom 18. August: Alle Parteien unverändert

Damit lauten die aktuellen Umfragewerte der Parteien in Deutschland im RTL/ntv-Trendbarometer: AfD 28 Prozent, CDU/CSU 21 Prozent, Grüne 16 Prozent, SPD 12 Prozent, Linke 12 Prozent, FDP 4 Prozent und sonstige Parteien 7 Prozent. Für sämtliche Positionen beträgt die Veränderung gegenüber der Forsa-Erhebung der Vorwoche exakt null Prozentpunkte. Bereits am 11. August waren dieselben Werte gemessen worden. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen sank dagegen von 30 auf 29 Prozent.

Durchgeführt wurde die Befragung vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland für das RTL/ntv-Trendbarometer. Der Erhebungszeitraum reichte vom 11. bis zum 17. August 2026. Befragt wurden 2.504 Menschen. RTL Deutschland gibt die statistische Fehlertoleranz mit plus oder minus 2,5 Prozentpunkten an. Die Sonntagsfrage bildet damit ein aktuelles Stimmungsbild ab. Sie ist keine Prognose für den Ausgang einer künftigen Bundestagswahl.

AfD hält sieben Punkte Abstand zur Union

Die AfD behauptet mit 28 Prozent den ersten Platz und hält damit ihren Abstand zur Union. CDU und CSU kommen gemeinsam auf 21 Prozent. Die Grünen liegen mit 16 Prozent auf Rang drei und damit vier Punkte vor SPD und Linken, die jeweils 12 Prozent erreichen. Die FDP würde mit ihren derzeit gemessenen 4 Prozent bei einem entsprechenden Wahlergebnis an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, sofern keine gesetzliche Ausnahme für den Einzug greifen würde.

Auffällig ist zugleich die Dauer der aktuellen Stabilität. AfD, Union, SPD, Grüne, Linke und FDP lagen bereits in den beiden vorhergehenden Forsa-Erhebungen vom 4. und 11. August auf exakt denselben Werten. Die Grünen stehen seit Ende Juli bei 16 Prozent, während SPD und Linke jeweils bei 12 Prozent verharren. Die AfD hatte Ende Juli von 27 auf 28 Prozent zugelegt und hält diesen Wert seitdem.

Schwarz-Rot wäre weit von einer Mehrheit entfernt

Für die Mehrheitsverhältnisse hat die Umfrage erhebliche rechnerische Folgen. Union und SPD kommen zusammen lediglich auf 33 Prozent. Würden FDP und die unter Sonstige zusammengefassten Parteien bei einer Wahl keine Mandate erhalten, entspräche das nach einer Modellrechnung von DAWUM nur rund 37 Prozent der Bundestagssitze. Eine Mehrheit für eine schwarz-rote Zweierkoalition wäre damit klar verfehlt.

Eine rechnerische Mehrheit aus nur zwei Parteien ergäbe sich in dieser Modellrechnung dagegen für AfD und CDU/CSU. Zusammen erreichen beide Parteien in der Umfrage 49 Prozent aller Stimmen. Da Stimmen für Parteien ohne Einzug in den Bundestag bei der Sitzverteilung nicht berücksichtigt werden, würde diese Kombination unter den genannten Annahmen auf etwa 55 Prozent der Mandate kommen. Daraus lässt sich allerdings lediglich eine mathematische Mehrheit ableiten, keine Aussage über eine politische Koalitionsbildung.

Mehrere Dreierkonstellationen hätten rechnerisch genügend Sitze

Ohne Beteiligung der AfD ergeben sich unter denselben Annahmen mehrere rechnerische Dreiermehrheiten. CDU/CSU, Grüne und SPD kämen zusammen auf 49 Prozent der abgegebenen Stimmen und in der Modellrechnung auf rund 55 Prozent der Sitze. Dasselbe Ergebnis ergäbe sich für Union, Grüne und Linke. Auch eine Kombination aus Union, SPD und Linken würde mit zusammen 45 Prozent der Stimmen wegen der nicht berücksichtigten Stimmen für Parteien außerhalb des Bundestags knapp über die absolute Mehrheit der Mandate kommen.

Grüne, SPD und Linke erreichen dagegen zusammen nur 40 Prozent. Das entspräche unter diesen Voraussetzungen knapp 45 Prozent der Sitze und damit keiner Mehrheit. Wie die Mehrheitsverhältnisse nach einer tatsächlichen Bundestagswahl aussehen würden, hängt jedoch nicht nur von den endgültigen Wahlergebnissen, sondern auch davon ab, welche kleineren Parteien den Einzug schaffen. Besonders die FDP liegt mit derzeit 4 Prozent nahe an der Fünf-Prozent-Marke.

Umfragewerte bleiben eine Momentaufnahme

Bei der Interpretation der Abstände ist zudem die statistische Unsicherheit zu berücksichtigen. Die von RTL Deutschland für die Forsa-Erhebung genannte Fehlertoleranz beträgt bis zu plus oder minus 2,5 Prozentpunkte. Kleinere Unterschiede zwischen Parteien oder Veränderungen von wenigen Punkten müssen deshalb vorsichtig bewertet werden. Die aktuelle Erhebung zeigt vor allem, dass sich gegenüber der Vorwoche keine messbare Verschiebung der Parteipräferenzen ergeben hat.

Bis zur nächsten regulären Bundestagswahl liegt zudem noch ein langer Zeitraum. Der Bundestag wurde zuletzt am 23. Februar 2025 gewählt, die reguläre Wahlperiode beträgt vier Jahre. Die Umfrage vom 18. August beschreibt daher die politische Stimmung während der laufenden Wahlperiode und nicht das erwartete Ergebnis einer unmittelbar bevorstehenden Wahl.

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