Fortuna zieht nach Trainer-Aus die Konsequenzen: Langeneke übernimmt

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Fortuna Düsseldorf hat nach dem enttäuschenden Saisonstart in der 3. Liga den Trainer gewechselt. Alexander Ende wurde nach der 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken von seinen Aufgaben entbunden. Der frühere Fortuna-Profi Jens Langeneke übernimmt die Mannschaft vorerst. Während die Vereinsführung auf einen sportlichen Neustart setzt, gibt es auch öffentliche Kritik an den personellen Entscheidungen.

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Fortuna Düsseldorf trennt sich von Alexander Ende

Der Trainerwechsel bei Fortuna Düsseldorf wurde am Sonntag, 18. Oktober 2026, offiziell bekannt gegeben. Neben Cheftrainer Alexander Ende stellte der Verein auch dessen Assistenten Zlatko Muhovic frei. Die Entscheidung fiel einen Tag nach der Heimniederlage gegen Saarbrücken, mit der die Mannschaft den Anschluss an die Spitzengruppe der 3. Liga verpasst hatte.

Sportvorstand Samir Arabi erklärte in der offiziellen Vereinsmitteilung, dass die Verantwortlichen die Situation eingehend bewertet hätten. Das Ergebnis sei die Überzeugung gewesen, einen neuen sportlichen Impuls setzen zu müssen. Gleichzeitig bedankte sich Arabi bei Ende und Muhovic für ihre Arbeit.

Bei einer Medienrunde am 19. Oktober erläuterten Arabi und Sportdirektor Patrick Fabian die Entscheidung ausführlicher. Nach Angaben des Düsseldorfer Nachrichtenportals Lokalbüro verwiesen beide auf die fehlende Beständigkeit der Mannschaft. Ausschlaggebend sei die eigene sportliche Bewertung gewesen, nicht der Druck von außen.

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Endes Bilanz: 14 Punkte nach zehn Drittligaspielen

Alexander Ende hatte die Fortuna erst im April 2026 übernommen. Seine Verpflichtung wurde am 12. April als Nachfolge von Markus Anfang bekannt gegeben. Er erhielt damals einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und sollte den drohenden Abstieg aus der 2. Bundesliga verhindern.

Der Klassenerhalt gelang nicht. Trotzdem setzte Düsseldorf nach dem Abstieg zunächst auf eine Zusammenarbeit mit Ende in der 3. Liga. Der Trainer hatte zuvor beim SC Verl Erfahrungen in dieser Spielklasse gesammelt und war anschließend beim SC Preußen Münster tätig gewesen.

In der laufenden Drittligasaison holte Fortuna unter Ende aus zehn Spielen 14 Punkte. Die Bilanz umfasste vier Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Nach der Partie gegen Saarbrücken stand Düsseldorf im Tabellenmittelfeld, laut WDR auf Rang zehn. In den zehn Begegnungen gelangen der Mannschaft elf Tore.

Rechnet man die fünf Zweitligaspiele aus der vergangenen Saison hinzu, kam Ende in 15 Ligapartien auf 20 Punkte. Das entspricht einem Durchschnitt von 1,33 Punkten pro Spiel. Zuvor hatte die Bild-Zeitung ebenfalls einen Punkteschnitt von 1,33 für seine Ligaspiele bei Fortuna genannt.

Damit endete seine Amtszeit nach rund sechs Monaten. Seine sportliche Aufgabe hatte sich in dieser Zeit grundlegend verändert. Ursprünglich sollte er den Zweitligaverbleib sichern, anschließend den Neustart in der 3. Liga begleiten.

Ende selbst reagierte enttäuscht auf seine Freistellung. In der Vereinsmitteilung erklärte er, dass er die Entscheidung respektiere, sie jedoch bedauere. Er habe daran geglaubt, dass die Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Wochen zum gemeinsamen Ziel führen würde. Zum Abschied dankte er den Spielern und den Anhängern.

Jens Langeneke übernimmt zunächst ohne festgelegte Amtsdauer

Mit Jens Langeneke beförderte Fortuna Düsseldorf einen langjährigen Mitarbeiter aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Der bisherige U23-Trainer trägt laut offizieller Mitteilung vom 18. Oktober bis auf Weiteres die Verantwortung für die Profimannschaft.

Eine dauerhafte Verpflichtung als Cheftrainer wurde damit nicht ausdrücklich bekannt gegeben. Auch eine konkrete Laufzeit für seine neue Aufgabe nannte Fortuna zunächst nicht.

Langeneke wechselte 2006 als Spieler nach Düsseldorf. Mit dem Verein gelang ihm 2009 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und 2012 der Sprung in die Bundesliga. Seit 2015 arbeitete er in unterschiedlichen Trainerfunktionen im Nachwuchsleistungszentrum. Zuletzt betreute er die U23 in der Oberliga Niederrhein.

Sportvorstand Arabi begründete die interne Lösung mit Langenekes langjähriger Vereinskenntnis und seiner bisherigen Arbeit. Gegenüber dem WDR sagte Arabi am 19. Oktober, Langeneke habe sich die Chance verdient. Seine Bekanntheit bei den Fans sei dabei nicht das entscheidende Kriterium gewesen.

Langeneke betonte bei seiner Vorstellung die Verantwortung, die mit der neuen Aufgabe verbunden sei. Er wolle die Kräfte innerhalb der Mannschaft bündeln und gemeinsam mit dem Trainerteam arbeiten.

Adam Bodzek verstärkt das neue Trainerteam

Der Wechsel auf der Cheftrainerposition führte auch zu Veränderungen im Betreuerstab. Am 20. Oktober gab Fortuna Düsseldorf bekannt, dass der ehemalige Profi Adam Bodzek neuer Co-Trainer wird.

Bodzek spielte seit Januar 2011 für den Verein und beendete seine aktive Laufbahn im Sommer 2024. Für die Profis und die U23 absolvierte er zusammen mehr als 350 Begegnungen. Anschließend arbeitete er ebenfalls im Nachwuchsbereich.

Mit Langeneke und Bodzek setzt Fortuna damit auf zwei ehemalige Spieler, die den Verein über viele Jahre begleitet haben. Auf der offiziellen Übersicht des Trainerstabs wird außerdem Ilia Gruev weiterhin als Co-Trainer geführt.

Auch für die U23 wurde eine Nachfolgeregelung gefunden. Nach Vereinsangaben vom 21. Oktober übernahmen Stefan Vollmerhausen, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, und Andreas Lambertz vorerst gemeinsam die Betreuung der zweiten Mannschaft. Lambertz war bereits zuvor als Co-Trainer der U23 tätig.

Kritik am Trainerwechsel und an den Entscheidungen

Der Wechsel an der Spitze der Profimannschaft wurde auch außerhalb des Vereins diskutiert. Die Rheinische Post griff am 21. Oktober Kritik eines Bundesliga-Moderators auf, der sich für weitergehende personelle Konsequenzen ausgesprochen haben soll.

Der betreffende RP-Beitrag stellte die Forderung nach einem umfassenderen personellen Schnitt in den Mittelpunkt. Einzelheiten zu seiner Position wurden über die veröffentlichte Überschrift hinaus zunächst nicht unabhängig bestätigt.

Die Vereinsführung hält dagegen an ihrer Entscheidung fest, zunächst auf Langeneke zu setzen. Nach Angaben von Antenne Düsseldorf äußerte Sportdirektor Patrick Fabian die Erwartung, dass der neue Trainer die Stärken der Mannschaft besser zur Geltung bringen und eine flexiblere Spielweise ermöglichen könne.

Arabi verwies gegenüber dem WDR zugleich darauf, dass die sportliche Leitung dem neuen Trainer keine zusätzlichen konkreten Zielvorgaben auferlegen wolle. Nach den Erfahrungen der vergangenen Saison sei der Verein bei der Formulierung solcher Ziele zurückhaltender geworden.

Langeneke will zunächst die Offensive verbessern

Vor seiner ersten Partie als Profitrainer erläuterte Jens Langeneke am 22. Oktober seine sportlichen Vorstellungen. Auf der offiziellen Pressekonferenz erklärte er, dass er innerhalb weniger Trainingstage nicht das gesamte Spielsystem verändern wolle.

Der Schwerpunkt der ersten Einheiten habe auf dem Offensivverhalten und den Abläufen im letzten Angriffsdrittel gelegen. Zugleich wolle er funktionierende Elemente aus der bisherigen Arbeit beibehalten.

Fortuna hatte in den ersten zehn Drittligaspielen lediglich elf Treffer erzielt. Nach einer WDR-Auswertung vom 19. Oktober verfügte zu diesem Zeitpunkt nur Aufsteiger Fortuna Köln über eine noch schwächere Offensive.

Langeneke äußerte sich dennoch zuversichtlich hinsichtlich der Qualität seiner Mannschaft. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Spieler ihre Fähigkeiten auch auf dem Platz zeigen müssten. In seiner ersten Trainingswoche habe er viele Einzelgespräche und Gruppengespräche geführt.

Erste Bewährungsprobe bei Hansa Rostock

Für Samstag, 24. Oktober 2026, war Langenekes erste Begegnung als Cheftrainer der Fortuna-Profis angesetzt. Um 14 Uhr sollte Düsseldorf auswärts bei Hansa Rostock antreten.

Vor dem elften Spieltag standen beide Mannschaften im Tabellenmittelfeld. Während Düsseldorf 14 Punkte gesammelt hatte, ging Rostock mit 15 Zählern in die Begegnung.

Langeneke erwartete nach seinen Aussagen vom Donnerstag eine intensive Partie. Der Gegner werde insbesondere zu Beginn versuchen, früh Druck aufzubauen. Seine Mannschaft müsse darauf vorbereitet sein und eigene spielerische Lösungen finden.

Für die Fortuna beginnt damit eine neue Phase der laufenden Drittligasaison. Der Verein hat sich nach nur zehn Ligaspielen von seinem bisherigen Trainer getrennt, zugleich aber bewusst auf eine bereits im Klub etablierte Lösung gesetzt. Wie lange Langeneke die Verantwortung für die Profis trägt, wurde zunächst nicht abschließend festgelegt.

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