Unbekannter Gefahrstoff tritt aus Güterzug in Celle aus

Unbekannter Gefahrstoff tritt aus Güterzug in Celle aus

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Ein Gefahrstoffaustritt in Celle hat am Donnerstag einen mehrstündigen Einsatz von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und weiteren Behörden ausgelöst. Betroffen war ein Container auf einem Güterzug im Bahnhof Garßen. Aus mehreren kleinen Leckagen trat nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Celle eine dunkle, zähflüssige Flüssigkeit in geringen Mengen aus. Der genaue Stoff konnte während des Einsatzes nicht bestimmt werden. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr. Verletzt wurde niemand.

Gefahrguteinsatz Celle beginnt am Bahnhof Garßen

Die Feuerwehr Celle wurde am Donnerstag, 13. August, um 11:35 Uhr zum Bahnhof Garßen alarmiert. Gemeldet worden war ein Gefahrstoff, der aus einem Waggon eines Güterzuges austreten sollte. Bei der ersten Erkundung bestätigte sich die Meldung. Betroffen war ein Container mit hohen Außenwänden auf einem Containertragwagen.

Mit dem austretenden Stoff ging eine reizende Geruchsbildung einher. Einsatzkräfte untersuchten den Container deshalb unter speziellen Schutzanzügen der Körperschutzform 2. Dabei stellten sie fest, dass die Flüssigkeit an mehreren kleinen Stellen tropfenweise austrat. Auffangbehälter wurden zunächst unter den Leckagen positioniert.

Gefahrstoff Güterzug Celle bleibt trotz Untersuchung unbekannt

Eine genaue Bestimmung des Stoffes gelang während des Einsatzes nicht. Die Kennzeichnung des Containers deutete laut Feuerwehr auf Abfälle mit allgemeinen Gefahren und hoher Entflammbarkeit hin. Im Inneren befanden sich verschiedene Gebinde unterschiedlicher Größe, die ebenfalls auf transportierte Abfälle schließen ließen.

Auch unter Einbeziehung weiterer Stellen konnte der konkrete Inhalt nicht eindeutig festgestellt werden. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb darauf, den Austritt zu stoppen. Nach Abschluss der umfangreichen Erkundung wurden die einzelnen Leckagen verschlossen. Dadurch konnte nach Angaben der Feuerwehr verhindert werden, dass weitere Flüssigkeit aus dem Container austrat.

Feuerwehreinsatz Celle Garßen bei rund 30 Grad

Die Arbeiten stellten die Einsatzkräfte auch wegen der Wetterbedingungen vor zusätzliche Belastungen. Die Leckagen mussten bei einer Außentemperatur von rund 30 Grad unter den speziellen Schutzanzügen geschlossen werden. Parallel hielt die Feuerwehr während des gesamten Einsatzes den Brandschutz aufrecht.

Dafür standen unter anderem ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 sowie zwei Tanklöschfahrzeuge bereit. Zum Transport von Material setzte die Feuerwehr außerdem eine eigene Lore ein. Der Einsatz dauerte insgesamt fast fünf Stunden. Gegen 16:30 Uhr konnten die Maßnahmen am Bahnhof Garßen beendet werden.

Zehn Feuerwehrfahrzeuge und mehrere Behörden im Einsatz

Am Gefahrguteinsatz in Celle waren der Chemie- und Strahlenschutzzug der Stadtfeuerwehr Celle, die Ortsfeuerwehren Garßen und Celle-Hauptwache sowie die Führungsgruppe Einsatzleitung beteiligt. Insgesamt rückte die Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen aus.

Zusätzlich waren Landespolizei und Bundespolizei, der Rettungsdienst des Landkreises Celle, die untere Wasserbehörde der Stadt Celle sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort. Weitere Kräfte unterstützten ebenfalls den Einsatz. Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahmen der Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz. Personen waren nach Angaben der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt gefährdet oder verletzt.

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