
Am Möhnesee im Kreis Soest läuft seit Donnerstagnachmittag ein Großeinsatz gegen einen ausgedehnten Waldbrand. Der Waldbrand Möhnesee hat nach Angaben der Feuerwehren inzwischen eine Fläche von rund 44.000 Quadratmetern erfasst. Etwa 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und Polizei sind vor Ort. Das Feuer im Bereich Grüne Hoffnung und Wilhelmsruh war am frühen Abend weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Bevölkerung soll insbesondere das Südufer und den Bereich rund um das Torhaus weiträumig meiden.
Alarmiert wurde die Feuerwehr nach Angaben aus dem Einsatz gegen 14.50 Uhr. Seit etwa 15 Uhr laufen die Löscharbeiten. Rund eine halbe Stunde nach der ersten Alarmierung wurde das Einsatzstichwort bereits auf einen Großbrand mit erhöhtem Kräftebedarf heraufgesetzt. Zunächst waren etwa 30.000 Quadratmeter betroffen, später wuchs die Brandfläche auf rund 44.000 Quadratmeter an. Die Feuerwehr bezeichnete die Lage am frühen Abend weiterhin als dynamisch.
Das Feuer brennt zwischen den Bereichen Grüne Hoffnung und Wilhelmsruh südlich des Möhnesees. Einsatzkräfte versuchen unter anderem, vorhandene Forstwege zu nutzen, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Zusätzlich war Spezialgerät des Landesbetriebs Wald und Holz NRW auf dem Weg zur Einsatzstelle. Mitarbeiter sollen mit Forstmaschinen Schneisen anlegen und damit die Ausbreitung des Feuers begrenzen.
Wegen des Großeinsatzes wurde am Abend auch die B229 am Möhnesee gesperrt. Die Sperrungen beginnen nach Angaben der Polizei am Kreisverkehr in Delecke und reichen bis in den Bereich Breitenbruch. Damit soll vor allem der Pendelverkehr der Feuerwehr zwischen Wasserentnahmestellen und Brandgebiet ohne Behinderungen möglich sein.
Eine zentrale Rolle spielt die Löschwasserversorgung. Wasser wird unter anderem im Bereich des Campingplatzes Delecke aus dem Möhnesee entnommen und in Tanklöschfahrzeuge gepumpt. Diese bringen es anschließend zur Einsatzstelle. Am Parkplatz des Restaurants Torhaus wurde eine Sammelstelle für die Einsatzkräfte eingerichtet. Dort erfolgt unter anderem auch die Versorgung der Feuerwehrleute. Bereits zuvor hatte die Feuerwehr Besucher und Ausflügler aufgefordert, Zufahrtswege freizuhalten und das Südufer sowie das Torhaus großräumig zu meiden.
Über die Warn-App NINA wurde für den Bereich des Arnsberger Waldes vor Geruchsbelästigungen durch den Brand gewarnt. Nach den veröffentlichten Angaben besteht durch den Rauch derzeit keine Gesundheitsgefahr. Auswirkungen können allerdings deutlich über den unmittelbaren Brandort hinaus wahrnehmbar sein. Die Feuerwehren nennen den Arnsberger Wald, die Soester Börde sowie Teile des Hochsauerlandkreises als mögliche Bereiche mit Brandgeruch.
Wie lange der Feuerwehreinsatz am Möhnesee dauern wird, war am Donnerstagabend noch offen. Die Feuerwehr rechnete mit weiteren stundenlangen Löscharbeiten. Zur Brandursache lagen zunächst ebenso keine gesicherten Angaben vor wie zu möglichen Verletzten. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich am Abend weiterhin darauf, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu verhindern.






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