Burt Lancaster als Robert Stroud: arte zeigt Gefängnisdrama von 1962

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Der Filmklassiker „Der Gefangene von Alcatraz“ heute bei arte erzählt die Geschichte des langjährigen US-Häftlings Robert Stroud. Der Schwarzweißfilm mit Burt Lancaster läuft am Montag, 28. September 2026, um 20.15 Uhr bei arte. Der Sender setzt dafür den Zeitraum bis 22.35 Uhr an. Direkt anschließend steht mit „Das Experiment“ ein weiterer Gefängnisfilm im Programm.

arte selbst bestätigt den Sendebeginn um 20.15 Uhr. Auch die ARD-Programmübersicht und mehrere elektronische Programmführer nennen einheitlich 20.15 bis 22.35 Uhr. Eine Abweichung bei der Sendezeit ist damit nicht erkennbar. Auffällig ist lediglich die Laufzeitangabe: Im arte-Angebot wird der Film mit 143 Minuten geführt, während der lineare Programmplatz 140 Minuten umfasst. Andere Programmübersichten nennen ebenfalls 140 Minuten.

„Birdman of Alcatraz“ entstand 1962

Der Originaltitel des US-amerikanischen Films lautet „Birdman of Alcatraz“. Die Produktion stammt aus dem Jahr 1962 und wurde von John Frankenheimer inszeniert. Das Drehbuch schrieb Guy Trosper. Grundlage war das 1955 veröffentlichte Buch „Birdman of Alcatraz“ von Thomas E. Gaddis über das Leben Robert Strouds.

Der Film wurde in Schwarzweiß gedreht. Für die Kamera war Burnett Guffey verantwortlich, die Musik komponierte Elmer Bernstein. Die Produktion übernahm Norma Productions. Als Produzenten nennt arte Stuart Millar und Guy Trosper.

Die tatsächliche Filmlänge wird je nach Fassung und Quelle leicht unterschiedlich angegeben. Die Kinofassung wird vielfach mit rund 147 oder 148 Minuten geführt. arte nennt für die derzeit angebotene Fassung 143 Minuten. Die heutige Fernsehausstrahlung ist im Programm von 20.15 bis 22.35 Uhr angesetzt.

Darum geht es in „Der Gefangene von Alcatraz“

Im Mittelpunkt steht Robert Stroud, gespielt von Burt Lancaster. Stroud verbüßt eine langjährige Haftstrafe und gerät während seiner Gefängniszeit erneut in einen schweren Konflikt. Nach der Tötung eines Gefängnisbediensteten wird er zum Tode verurteilt, bevor die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt wird.

Während seiner weitgehenden Isolation beginnt Stroud, sich mit Vögeln zu beschäftigen. Aus der Versorgung eines verletzten Vogels entwickelt sich ein immer intensiveres Interesse. Er hält später Kanarienvögel, beschäftigt sich mit deren Krankheiten und eignet sich umfangreiches Wissen an. Seine Beschäftigung mit der Vogelkunde verschafft ihm schließlich Bekanntheit über die Gefängnismauern hinaus.

Der Film verfolgt zugleich Strouds Verhältnis zur Gefängnisleitung, zu seiner Mutter und zu Stella Johnson, die sein Interesse an Vögeln teilt. Wie sich sein weiterer Kampf um bessere Haftbedingungen und eine mögliche Begnadigung entwickelt, soll hier nicht vorweggenommen werden.

Robert Stroud und der reale Hintergrund des Films

Der Film basiert auf einer realen Person, nimmt bei der Darstellung Strouds aber deutliche dramaturgische Freiheiten. Robert Franklin Stroud verbrachte insgesamt mehr als fünf Jahrzehnte in Haft.

Nach Angaben des US-amerikanischen Federal Bureau of Prisons wurde Stroud 1909 wegen Totschlags verurteilt. Während einer späteren Haft im Bundesgefängnis Leavenworth tötete er 1916 den Gefängnisbediensteten Andrew Turner. Stroud wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Präsident Woodrow Wilson wandelte die Strafe 1920 in lebenslange Haft um.

Seine Beschäftigung mit Vögeln begann im Gefängnis von Leavenworth. Dort durfte Stroud Vögel in seiner Zelle halten und beschäftigte sich intensiv mit deren Erkrankungen. Er verfasste unter anderem zwei Bücher über Kanarienvögel und Vogelkrankheiten. Die National Archives bestätigen, dass die Vögel und Käfige zu seiner Zeit in Leavenworth gehörten.

Der berühmte Beiname „Birdman of Alcatraz“ ist daher etwas irreführend. Als Stroud 1942 nach Alcatraz verlegt wurde, durfte er dort keine Vögel halten. Das Federal Bureau of Prisons weist zudem darauf hin, dass die vergleichsweise milde und altersweise freundlich wirkende Darstellung durch Burt Lancaster nicht vollständig dem Bild entspricht, das die historischen Gefängnisakten von Stroud zeichnen.

Stroud blieb bis 1959 auf Alcatraz. Danach wurde er in das medizinische Bundesgefängnis in Springfield im US-Bundesstaat Missouri verlegt. Dort starb er am 21. November 1963.

Burt Lancaster führt prominente Besetzung an

Burt Lancaster spielt Robert Franklin Stroud. Karl Malden ist als Gefängnisdirektor Harvey Shoemaker zu sehen. Thelma Ritter verkörpert Strouds Mutter Elizabeth Stroud, Neville Brand spielt Bull Ransom und Betty Field Stella Johnson.

Weitere zentrale Rollen übernehmen Telly Savalas als Feto Gomez und Edmond O’Brien als Autor Tom Gaddis. Hugh Marlowe gehört als Albert Comstock ebenfalls zur erweiterten Besetzung.

Vier Oscar-Nominierungen für den Film

Bei der Oscarverleihung 1963 erhielt „Birdman of Alcatraz“ insgesamt vier Nominierungen. Burt Lancaster war als bester Hauptdarsteller nominiert. Telly Savalas erhielt eine Nominierung als bester Nebendarsteller, Thelma Ritter als beste Nebendarstellerin. Burnett Guffey wurde für die Schwarzweiß-Kameraarbeit nominiert. Einen Oscar gewann der Film in diesen Kategorien nicht.

Lancasters Darstellung wurde jedoch bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet. Er gewann dort 1962 die Coppa Volpi als bester Darsteller. Die offizielle Festivalchronik der Biennale führt Lancaster für „Birdman of Alcatraz“ als Preisträger des Jahres 1962. Zudem gewann Lancaster später einen BAFTA Film Award für seine Leistung.

Film bis 27. Oktober in der arte Mediathek

arte stellt „Der Gefangene von Alcatraz“ parallel zur Fernsehausstrahlung online bereit. Laut Sender ist der Film ab dem 28. September und bis einschließlich 27. Oktober 2026 verfügbar. Die arte-Seite nennt für die Onlinefassung eine Länge von 143 Minuten.

Der Film selbst ist selbstverständlich keine Fernsehpremiere, sondern eine Produktion aus dem Jahr 1962. Weitere arte-Termine sind bereits angekündigt, darunter eine Ausstrahlung am 8. Oktober um 14 Uhr.

Um 22.35 Uhr folgt „Das Experiment“

Nach „Der Gefangene von Alcatraz“ bleibt arte am Montagabend thematisch beim Gefängnismilieu. Um 22.35 Uhr beginnt der deutsche Psychothriller „Das Experiment“ von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahr 2001. Der Film mit Moritz Bleibtreu orientiert sich an der Versuchsanordnung des Stanford-Prison-Experiments und erzählt von einem simulierten Gefängnisversuch, bei dem Teilnehmer die Rollen von Gefangenen und Wärtern übernehmen.

Damit setzt arte an diesem Abend zwei sehr unterschiedliche Filme über Haft, Macht und institutionelle Strukturen unmittelbar hintereinander. „Der Gefangene von Alcatraz“ beginnt um 20.15 Uhr, „Das Experiment“ folgt planmäßig um 22.35 Uhr.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu