Gelbe Tonne kommt 2027 in weiteren Städten und Landkreisen

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Symbolbild mit KI erstellt

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Zum 1. Januar 2027 wird die Entsorgung von Verpackungsabfällen in mehreren deutschen Städten und Landkreisen umgestellt. Unter anderem in München, Neu-Ulm, Brandenburg an der Havel und im Landkreis Regensburg wird die Gelbe Tonne eingeführt. Je nach Region ersetzt sie den bisherigen Gelben Sack oder die Sammlung an Wertstoffinseln und Wertstoffhöfen. Für Haushalte ändern sich damit die Entsorgungswege, teilweise auch die Abholintervalle. Eine bundesweit einheitliche Umstellung ist nicht vorgesehen.

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München und Landkreis Regensburg stellen Verpackungssammlung um

In München soll die Gelbe Tonne ab Januar 2027 flächendeckend genutzt werden. Der Stadtrat hatte die Einführung im Juli 2025 beschlossen. Bisher werden Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen überwiegend an Wertstoffinseln gesammelt. Künftig können Haushalte diese Abfälle direkt am Grundstück entsorgen. Die dafür vorgesehenen Container an den Wertstoffinseln werden abgezogen, während die Altglascontainer bestehen bleiben.

Die neuen Behälter werden seit Oktober 2026 verteilt. Eine Bestellung ist nicht erforderlich. Die erste Leerung ist für Januar 2027 vorgesehen. Für die Abholung sind zwei private Entsorgungsunternehmen zuständig, die im Auftrag der dualen Systeme arbeiten.

Auch im Landkreis Regensburg beginnt die Sammlung über die Gelbe Tonne am 1. Januar 2027. Dort werden Leichtverpackungen bislang über Wertstoffhöfe erfasst. Die neuen Tonnen werden automatisch an die Grundstücke geliefert. Die Leerung erfolgt künftig alle vier Wochen. Ab Januar nehmen die Wertstoffhöfe keine Leichtverpackungen mehr an.

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In Neu-Ulm müssen Haushalte die Gelbe Tonne bestellen

Anders ist die Umstellung in Neu-Ulm organisiert. Dort ersetzt die Gelbe Tonne zum Jahresbeginn 2027 den Gelben Sack. Die Stadt weist darauf hin, dass die neuen Behälter beim Entsorgungsunternehmen Knittel kostenlos bestellt werden müssen.

Wer seine Bestellung bis einschließlich 15. November 2026 aufgibt, soll die Tonne noch im Dezember erhalten. Bei späteren Bestellungen erfolgt die Lieferung erst im Januar 2027. In Mehrfamilienhäusern müssen Eigentümer oder Hausverwaltungen die Bestellung veranlassen. Die Leerung erfolgt alle vier Wochen.

Für Januar 2027 ist eine Übergangsregelung vorgesehen. Während dieses Monats werden neben den Gelben Tonnen ausnahmsweise auch noch Gelbe Säcke eingesammelt. Ab Februar sollen ausschließlich die neuen Behälter geleert werden. Auch in mehreren Gemeinden des Landkreises Neu-Ulm wird die Gelbe Tonne eingeführt.

Brandenburg an der Havel verteilt Tonnen automatisch

In Brandenburg an der Havel werden ebenfalls zum 1. Januar 2027 die Gelben Säcke abgeschafft. Die Stadt kündigte am 16. Oktober an, sämtliche Grundstücke mit Gelben Tonnen auszustatten. Die Verteilung soll zwischen Ende November und Dezember erfolgen. Eine Bestellung ist nicht notwendig.

Die Abholintervalle unterscheiden sich nach Wohngebiet. In größeren Wohnanlagen ist eine wöchentliche Leerung vorgesehen, in Gebieten mit überwiegend Mehrfamilienhäusern eine zweiwöchentliche und in Eigenheimgebieten eine vierwöchentliche Abholung. Ab Januar 2027 werden Gelbe Säcke dort nicht mehr mitgenommen.

Diese Verpackungen gehören künftig in die Gelbe Tonne

An den Regeln zur Mülltrennung ändert die Umstellung grundsätzlich nichts. In die Gelbe Tonne gehören restentleerte Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien. Dazu zählen beispielsweise Joghurtbecher, Kunststofffolien, Konservendosen, Aluminiumverpackungen und Getränkekartons.

Nicht hineingehören Papier, Pappe, Glas, Bioabfälle oder gewöhnlicher Restmüll. Auch Gegenstände aus Kunststoff, die keine Verpackungen sind, etwa Spielzeug oder Putzeimer, dürfen grundsätzlich nicht über die Gelbe Tonne entsorgt werden. Für regionale Wertstofftonnen können andere Regeln gelten. Verpackungen müssen nicht ausgespült werden, sollten aber vollständig entleert sein.

Für die neue Gelbe Tonne fallen keine zusätzlichen kommunalen Gebühren an

Die Einführung der Gelben Tonne bedeutet für die betroffenen Haushalte grundsätzlich keine zusätzliche kommunale Abfallgebühr. Die Sammlung und Verwertung der Verpackungen wird über die dualen Systeme finanziert. Hersteller und andere verpflichtete Unternehmen zahlen dafür Entgelte, die letztlich in die Produktpreise einfließen.

Die Kommunen stimmen die Sammelsysteme mit den zuständigen Unternehmen ab. Deshalb können sich unter anderem die Tonnengrößen, die Verteilung und die Abholintervalle regional unterscheiden.

Memmingen führt die Gelbe Tonne erst 2028 ein

Nicht alle Kommunen wechseln bereits zum Jahresbeginn 2027. In Memmingen hat der Stadtrat am 28. September 2026 beschlossen, die Gelbe Tonne erst zum 1. Januar 2028 einzuführen. Dort soll sie die bisherigen Wertstoffcontainer für Leichtverpackungen ersetzen.

Der Entscheidung ging eine Bürgerbefragung voraus. In einer repräsentativen Telefonumfrage sprachen sich 79 Prozent der Befragten grundsätzlich für die Einführung aus. In einer offenen Onlinebefragung lag die Zustimmung bei 88 Prozent. Das bisherige Sammelsystem bleibt bis Ende 2027 bestehen.

Damit ergeben sich für Haushalte je nach Wohnort unterschiedliche Zeitpläne. Maßgeblich sind die Abfallkalender und Informationen der zuständigen Entsorgungsunternehmen. Die jeweiligen Termine für die erstmalige Leerung werden vor dem Jahreswechsel veröffentlicht.

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